Aaarrgh, heute hab ich eine Riesenwut im Bauch. Kennt ihr das, wenn jemand euch bittet, etwas zu tun, ihr euch mächtig in die Sache reinhängt, vom Gegenüber keine, aber auch wirklich keinerlei Rückmeldung kommt und dann, ganz plötzlich, ihr habt die Angelegenheit schon als umsonst getane Arbeit abgeschrieben, kommt das Gegenüber an, präsentiert allen anderen die Früchte DEINER wochenlangen Schufterei und verkauft sie als SEIN Werk. Grrrr, Wut, Ärger, genau so etwas ist mir heute passiert und ich KOCHE noch innerlich. Die Konfrontation mit der Person verschiebe ich auf Montag, ich bin noch viel zu geladen....
Wut beiseite, immerhin ist mir ein toller Schachtelsatz zur Einleitung gelungen. Also, Schnelldurchlauf, unser Skiurlaub war spitzengigantomanischübermäßig schön, aber da ich inzwischen weiß, dass die meisten von euch nicht so schnee- und winterbegeistert sind wie ich, gehe ich jetzt gar nicht weiter darauf ein. Hier schreitet der Frühling ja auch immer weiter fort, die Schneeglöckchen sind schon fast alle verblüht, ich habe massenhaft Wildkrokusse im Garten und, das macht mir schon fast Angst, hier blühen sogar schon ein paar Vergissmeinicht im Garten.

Und da hier schon eine dicke lila Blütendecke hinterm Haus ist, habe ich mir einfach ein paar Krokusse ins Haus geholt und in kleine Vasen gestellt. Und große Winterliebe hin oder her, insgesamt hatte ich letzte Woche das Bedürfnis nach viiiiel Helligkeit und habe für die Sofakissen einen Schwung neuer Bezüge genäht, alle in wunderschönen hellen Frühlingstönen. Ja, auf dem Bild sieht man die eigentlich gar nicht, ich weiß schon. Zum Zwecke des Stoffeinkaufs war ich in einem wunderschönen neuen Münchner Stoffladen, den ich euch unbedingt in nächster Zeit vorstellen muss.

Ach, und überhaupt, neue Sachen. Vor ein paar Tagen habe ich neue Visitenkarten bei einem Onlinedrucker bestellt. Und bitte fragt nicht, was mal wieder schiefgelaufen ist, jedenfalls war ich partout nicht in der Lage, meinen Entwurf in das vorgegebene Feld einzupassen, obwohl ich genau diese Karten bei weitem nicht das erste Mal bei genau dieser Druckerei bestellt habe. Jedenfalls hatte ich nach etlichen Fehlversuchen keine Lust mehr und rief die Hotline an, wo mir eine sehr nette Dame wirklich aufs Kompetenteste weiterhalf. Danach kam es natürlich, wie es kommen musste, keine fünf Minuten nach unserem Telefonat hatte ich eine Mail im Postfach, dass ich meinen Einkauf und das Beratungsgespräch doch bitte bewerten soll. Ich mache sowas nicht gerne und lese solche Bewertungen auch nie, weil sich da meiner Meinung nach in erster Linie verärgerte Kunden, pardon, auskotzen. Und ja, ich kenne die Geschichte, als ein Online-Anbieter gegen eine nicht ganz optimale Kundenbewertung klagte.
So leicht kommt man diesen Bewertungen aber nicht aus, ich jedenfalls in diesem Fall nicht. Die erste Mail warf ich noch weg, aber am nächsten Tag hatte ich sofort wieder eine, ob ich denn schon an meine Bewertung gedacht habe. Und dann noch eine. Und dann war ich weichgeklopft und habe meine Bewertung abgegeben, jetzt frage ich mich allerdings noch mehr, welchen Sinn solche Bewertungen haben sollen. Bei der Frage, ob ich den Laden denn weiterempfehlen würde, vergab ich nicht die höchste Punktzahl. Sofort poppte ein Fenster auf mit der Frage, warum ich nicht die höchste Punktzahl vergebe. Ja, warum eigentlich, ich war doch mehr als zufrieden mit der telefonischen Beratung? Offen gestanden nur, weil mir das Mailbombardement nach dem Gespräch irre auf die Nerven ging. Da ich aber keine Lust hatte, das jetzt noch lang und breit in einem Kommentierfeld auszubreiten und am Ende deswegen vielleicht noch weitere Bewertungsmails zu bekommen, gab ich doch die höchste Punktzahl. Sinnvoll, oder?
Also liebe Druckerei, solltet ihr das hier lesen: Ich finde euch gut, euer Service ist klasse und sollte es sich ergeben, würde ich euch selbstverständlich liebend gerne weiterempfehlen.
Ihr merkt schon, diese Woche war mal wieder eine einzige zermürbende Achterbahn der
Gefühle, da tun doch ein paar unschuldige Blümchen statt der ewigen zwischenmenschlichen Querelen in der Seele gut. Oder, um mit dem Einhorn zu sprechen: Ich glaube nicht an Menschen. Jedenfalls nicht immer.
Habt es fein :)))
xxx
Karin
Und natürlich schicke ich meine kleinen Frühlingssträußchen noch schnell zu
Holunderbluetchen, wo es mal wieder jede Menge schöner Blumen gibt