Eigentlich kam mir erst nach dem Absetzen meines letzten Posts in den Sinn, dass ich auch eine Auflösung zu meinem Rätsel bringen muss. Dann kam mir in den Sinn, dass ich euch dazu zwangsläufig meine Küchenwand zeigen muss die ich Sonntag Nachmittag beinahe saubergewischt hätte, dann wärs Essig gewesen mit dem Beweis. Und dann kam mir in den Sinn, dass so eine nackige Küche mit Rätselauflösung doch a bissl wenig ist für einen Post. UND DANN kam mir in den Sinn, dass ich ungeheuren Appetit auf meine fast allerliebsten italienischen Lieblingsantipasti hab, nämlich auf Pomodore ripiene, gefüllte Tomaten. Allora, es ist endlich so halbwegs Sommer ergo finalmente Tomatenzeit, also her mit dem Rezept.
Dazu nimmt man am besten die kleinen Datteltomaten oder die wunderbaren San Marzano, die es momentan wieder gibt. Ich bevorzuge diese Tomaten, weil sie ein schön festes Fleisch haben und selbst in nicht ganz reifem Zustand schon sehr viel Geschmack haben.
Von den Tomaten den Deckel abschneiden, innen aushöhlen, dabei das Fruchtfleisch beseite legen und die Kerne wegtun.
Für die Füllung braucht man:
2-3EL Ricotta
2-3EL geriebenen Parmesan
2 EL Kapern
eine Handvoll Petersilie
1 kleine Tasse Semmelbrösel (für alle Greengate-Fans: eine schlecht gefüllte kleine Latte Cup)
1 Schalotte
Die Schalotte sehr fein hacken und zusammen mit den Semmelbröseln in Butter golden anbraten. Kapern, Petersilie und Tomatenfruchtfleisch ebenfalls sehr klein hacken. Alle Zutaten zu einer schönen Pampe vermischen und bei Bedarf noch salzen und pfeffern. Die Tomaten damit füllen, was bei den kleinen Datterini nicht ganz einfach ist, zur Not geht's mit der Spritztülle ganz gut.
Im Ofen bei 170° Umluft ca. 15 Minuten überbacken, rausnehmen, auskühlen lassen, entweder sofort noch warm oder später aufessen, mmmmh.
Na, errät schon jemand, was auf der Tafelwand steht? Nicht Sonne, nicht Sonntag, sondern, tadaaa..... sauber! Ich gebs zu, das kleine a war wirklich fies und sehr irreführend abgeschnitten, aber mehr ging einfach nicht mehr aufs Bild.
So sehr ich die Tafelwand liebe, ab und an muss sie einfach saubergemacht werden, sie dient uns ja auch als Spritzschutz hinterm Herd, was nebenher bemerkt wirklich funktioniert. Da sie bei uns immer sehr schnell sehr vollgeschrieben und -gemalt ist, ist die Putzerei meistens eine Heidenarbeit, das letzte Mal habe ich eine gefühlte Stunde dazu gebraucht. Und danach war ich erstmal sehr stolz auf die blitzsaubere Wand, fand sie aber auch eigenartig leer. Also dachte ich, ich weise meine Restfamlie und diverse Besucher auf mein reinigendes Tagwerk hin und schrieb kurzerhand 'sauber' an die Wand. Kaum hatte ich den Raum kurz verlassen, stand da 'na sauber'. Kurz danach noch als Anmerkung hintendran: aber echt. Dann wollte jemand darauf hinweisen, dass die Müllbeutel zur Neige gehen. Dann verarbeitete ein Freund des Herrn Sohn sein Physik-Trauma, indem er ein paar Formeln an die Wand schrieb usw usw usw.
Als die Wand ganz neu war, hatte ich die Vorstellung, ab und an einen ausgewählten Spruch an die Wand zu schreiben oder mal ein kalligraphiertes Kochrezept oder ähnliches. Aber irgendwie verselbständigte sich das, jeder Besucher verewigte sich, die Tochter Klein spielt Schule mit ihren Freundinnen, die Tochter Groß malt Bäume an die Wand und inzwischen gefällt mir das viel besser so, schließlich wird hier gelebt.
Nebenher habe ich momentan wieder mit der Grauschleierproblematik zu kämpfen, wenn ich die Bilder normal anschaue, sind sie wunderbar hell und farbenfroh. Sobald ich sie fürs Web hochlade, werden die Farben stumpf und die Bilder insgesamt viel dunkler. Vor allem Rot sieht furchtbar aus, deswegen wirken die Tomaten auf den Bildern leider nicht so appetitlich, wie sie sind. Ich drehe jetzt schon im Voraus im Photoshop die Belichtung hoch, das macht die Bilder aber immer so grisselig, was mir auch nicht gefällt. Und mit verschiedenen Dateiformaten hab ichs auch schon probiert, keine Veränderung. Weiß da vielleicht jemand Abhilfe?
So oder so, lasst es euch gutgehen!
xxx
Karin









