Posts mit dem Label München werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label München werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Dienstag, 3. Mai 2016

Alles neu macht der Mai




Ich traue mich zwar schon fast gar nicht mehr zu posten, aber dies ist nun doch mein hoffentlich endgültiger Anlauf, in die Bloggerwelt zurückzukehren. Irgendwie klebt aber auch momentan das Pech an mir, meine aktuelle Bloggerpause habe ich nämlich meinen verletzten Armen und meiner Sturheit zu verdanken. Für alle, die nicht dabei waren: Ende Februar wollte ich ein paar Freunde mit einem Stunt beeindrucken, der sich dann leider zum Unfall de Luxe entwickelte, ich fiel voll auf die Fresse und konnte beide Arme nicht mehr bewegen. Meiner Sturheit ist zu verdanken, dass sich die ganze Geschichte bis heute hingezogen hat und wohl auch noch eine Weile hinziehen wird. Ich hielt das Ganze für eine heftige Prellung und bin natürlich nicht zum Arzt gegangen, es gibt wohl kaum etwas, was ich so hasse wie Arztbesuche.

Leider wollte ich natürlich wieder sofort alles und habe immer wieder auf Teufel komm raus versucht, meinen Arm voll zu strecken, habe trotz Schmerzen Getränkekästen geschleppt und auch sonst viele Dinge gemacht, die ich besser gelassen hätte. Allerdings muss ich sagen, mit permanenten Schmerzen schleppt man sich mehr durchs Leben als irgendwas und ich wollte euch einfach nicht mit einem Jammerpost nach dem anderen behelligen. Letzte Woche hielt ich die Dauerschmerzen und die Dauerunbeweglichkeit dann doch nicht mehr aus, ging zum Arzt und hatte das erste und hoffentlich auch letzte MRT meines Lebens. Diagnose: Gelenkkapselbruch, autsch.

Aber es ist schon erstaunlich, dass einem so eine saubere Diagnose gleich wieder mehr Hoffnung gibt, ich weiß jetzt, dass das nicht ewig so weitergeht, außerdem wurden mir ein paar Übungen gezeigt, die wirklich helfen.







In der Zwischenzeit hatte ich ernsthafte Zweifel, ob ich es jemals wieder schaffe, in die Bloggerwelt zurückzukehren, aber ein wunderbares Treffen mit der 'lieben' Pamy (die Anführungszeichen sind ein kleiner Insiderwitz zwischen uns beiden) hat mich mal wieder darin bestätigt, dass das Bloggen doch was ganz Feines ist.

Ich hätte früher nie gedacht, dass man durch so ein kaltes Medium wie das Internet wirklich innige Freundschaften schließen kann, aber mit Pamy ist das wirklich der Fall. Als wir uns vorletzten Sommer endlich persönlich kennen lernten, war es, wie eine alte Freundin zu treffen. Dieses Wochenende kam sie mal wieder nach München, wir spazierten den ganzen Tag lang klönend durch die Stadt und die Zeit war mal wieder viel zu kurz. Und dass ich in Pamy auch fotografisch eine Seelenverwandte gefunden habe, bemerkte ich mal wieder daran, dass wir meistens an genau den selben Stellen das Handy zückten, um eine Aufnahme zu machen. Wundert euch deswegen nicht, wenn ihr in nächster Zeit bei Pamy und mir fast identische Bilder seht.







Tja, und unser Spaziergang hat mir wieder bewusst gemacht, dass ich euch ganz schön vermisst habe. Jetzt will ich mal bloß hoffen, dass mir nicht das nächste Missgeschick passiert und ich wieder monatelang schmerzgeplagt und bewegungsunfähig bin. Heute Nachmittag gehts erst mal aufs Frühlingfest (die Bilder dazu hat Pamy vorsorglich schon am Sonntag gemacht :)))), aber da werde ich nur schauen und nix fahren, bei meinem momentanen Pech weiß man ja nie. 
Und ihr so? Genießt ihr die Sonne?

xxx

Karin






Freitag, 5. Februar 2016

hoher Lobgesang auf die Welt der Technik



So, wirklich genau so habe ich mir meinen Wiedereinstieg in die Bloggerwelt vorgestellt. Berstend vor Ideen setze ich mich letzte Woche an den Rechner und will mit zappligen Fingern loslegen, aber einmal mehr wollte die Technik mal wieder so völlig anders als ich, nämlich streng genommen überhauptgarnichtkeinbisschenmehr.







Wer schon länger bei mir liest, weiß, dass zwischen technischen Geräten und mir eine ganz besonders innige Beziehung besteht und auch letzte Woche drücke ich frohgemut den An-Knopf meines Rechners und was macht der? Äh, Ähem, schwer zu beschreiben, irgendwas ist schon passiert, bloß leider nicht das, was ich wollte, nämlich simpel mein Gerät anwerfen und loslegen. Stattdessen kamen irgendwelche Meldungen im üblichen Computerkauderwelsch, bei dem ich zwar dunkle Ahnungen habe, was gerade gemeint sein könnte (zurücksetzen, konfigurieren, synchronisieren, updaten, ihr wisst schon), sich aber doch in erster Linie die nackte Hilflosigkeit in mir breitmacht. Ich fühle mich dann immer ähnlich klein wie damals im Mathe-Grundkurs, als ich verzweifelt versucht habe, einen Zusammenhang zwischen dem, was auf den Blättern vor mir steht und dem, was der Lehrer vorne erklärt, herzustellen. Letztes Jahr saßen mir gegenüber in der U-Bahn mal zwei Mathestudenten, die darüber diskutierten, ob man den Beweis für die Formel xy mit Zuhilfenahme der Variablen r in unter hundert Seiten hinbekommt. Gegenargument des einen Studenten war, dass die Variable r-Lösung doch arg unelegant sei und ein bestimmter Professor so holprige Herleitungen ja gar nicht goutiert und weiter ging die Diskussion, ob die Sache vielleicht mit der Konstante f geschickt zu bewerkstelligen sei. Ich hatte schon Kopfrauchen vom Zuhören und an den leeren Blicken meiner Mitfahrer konnte ich sehen, dass sich gerade alle genauso ausgeliefert fühlten wie damals vorne an der Tafel beim Ausfragen.

Aber zurück zu meinem Rechner, da war die Beweislage ganz einfach, der hatte sich in eine Endlos-Update-Schleife geschossen, aus der ihn nur mein Mann retten konnte, der Gute, der war bloß leider die ganze Woche nicht da.







So eine Woche ohne Rechner ist aber genauso ratzfatz rum wie mit, unter anderem war ich in der Mercerie, einem Wollgeschäft, das bei mir immer absolutes Suchtpotential hervorruft. Nicht nur, weil es eines der schönste Wollgeschäfte ist, das ich kenne und man sich dort wunderbar an einem der Cafétische durch Anleitungen und Strickbücher blättern kann, sondern auch, weil es dort Wolle gibt, die es nirgendwo sonst gibt. Merinowollen aus Patagonien, die weich wie Alpaka sind, feinste Kaschmirqualitäten, Seidengemische, hach. Alles traumhaft präsentiert in alten Kontorregalen und wunderbar nach Farben sortiert.

Überhaupt, die Farben. Nicht nur die Färbungen der einzelnen Stränge sind ein einziger Farbrausch, dazu die Wände in wunderschönen Off-Tönen, die Möbel in wunderbar sanften Farben, irgendwie fällt immer jeglicher Stress von mir ab, wenn ich den Laden betrete und ein kurzer Kaffee dort ist wie eine halbe Stunde Urlaub. Leider schaffe ich es bloß fast nie, wirklich NUR auf einen Kaffee zu bleiben und nehme so gut wie immer ein paar Stränge und ein neues Projekt im Kopf mit, so ein Schal geht schließlich immer, oder?

Absolut klasse finde ich übrigens auch den Aufwickel-Service, da sie ja fast nur Strangware führen. Ich stehe nämlich wirklich vor dem Dilemma, dass ich nicht einen Stuhl besitze, der zum Aufwickeln geeignet ist und Kinder, Freundinnen oder den Gatten spanne ich dafür äußerst ungern ein.









Wettertechnisch durchleben wir hier gerade die interessantesten Kapriolen, letzten Sonntag war der unangefochten scheußlichste Tag aller Zeiten klar, war ja auch Sonntag, dann ist es wieder frühlingshaft warm, alle strömen in die Straßencafés und an die Isar und am nächsten Tag sind die Bäume schon wieder frostüberzogen und wir dürfen Schnee schaufeln. Dementsprechend durcheinander sind heute meine Bilder, die ich aber wirklich alle während der letzten zwei Wochen gemacht habe. Wie ihr alle wisst, bin ich große Schneeliebhaberin und bin natürlich an einem der Schneetage sofort losgezogen, um Bilder zu machen, da müsst ihr jetzt leider durch. Und ich muss nächste Woche ganz dringend in den Skiurlaub, verabschiede mich also gleich wieder für eine ganze Woche. 

Und was macht ihr so? Nochmal Schnee oder ist schon alles auf Frühling?

xxx

Karin





Dienstag, 23. Juni 2015

be Gipsy oder warum ich Second Hand liebe



Ich habe euch ja schon vorgewarnt, dass ich in nächster Zeit ein paar meiner Lieblingsläden in München vorstellen will, und da ich aus euren Kommentaren eine gewisse Zustimmung heraushören konnte, geht's heute einfach munter weiter in der Reihe. Und leider ist es wieder ein Laden ohne Onlineshop, warum, liegt hier allerdings auf der Hand - es ist ein Second-Hand-Laden. Und zwar nicht irgendeine miefige dunkle Bude in der man Tante Elfriedes aufgetragene Faltenröcke bekommt, sondern der allerschönste allerglücklichmachenste Second Hand, den ich kenne - be Gipsy in der Maxvorstadt.







Dass ich eine große Schwäche für Second Hand habe, habe ich euch hier schon mal berichtet, und jetzt rücke ich auch noch damit raus, dass ich eigentlich ein ziemliches Fashion Victim bin. Schon als Kind habe ich mich gerne besonders angezogen und je älter ich wurde, desto schlimmer wurde das. Und da ich bis heute weder den entsprechenden Geldbeutel habe noch wirklich willens bin, Unsummen für teure Designermode auszugeben obwohl ich die natürlich am Tollsten finde, war Second Hand eigentlich die logische Konsequenz. Um eins gleich mal vorwegzunehmen: wer sich bestimmte Looks nachkaufen will und immer auf der Suche nach was ganz bestimmten ist, ist in solchen Läden fehl am Platz. Hier geht man eher rein, um nur mal so zu schauen und kommt dann ganz versehentlich mit einer Riesentüte voller seeligmachender Wahnsinnschnäppchen wieder raus.






Und von all den wunderschönen Second Hands, die ich in München kenne, ist be Gipsy einfach der allerschönste - hell, weiß, großzügig, die Sachen wunderschön nach Farben geordnet, offen gestanden dachte ich lange im Vorbeigehen, dass das ein wahnsinnig teurer Designerladen ist, den ich mir eh nicht leisten kann. Und irgendwann dachte ich mir, dass man ja wenigstens mal schauen kann, hach, war das eine Überraschung.






Am Allererstaunlichsten finde ich ja, dass Dani, die Betreiberin, ganz im Gegensatz zu mir am Liebsten einen gepflegten Hippiestyle trägt, was man vor allem am Schmuck im Laden merkt, da gibt es nämlich auch viele neue Sachen von kleinen Münchner Designern.

Ich mags eher skandinavisch lässig und bevorzuge schwarz, weiß und Erdtöne dazu Neon!, aber trotzdem werde ich bei be Gipsy immer fündig, die Bandbreite des Ladens ist einfach unheimlich groß, von der Basic-Strickjacke bis zum Yves-Saint-Laurent-Kleid hier erschwinglich ist alles dabei, aber immer besonders und immer mit Klasse. Besonders ärgert mich übrigens, dass mir die Kundin auf dem Bild oben das Kleid vor der Nase weggeschnappt hat, das wäre so ziemlich mein Stil. Die war auch so ein typischer Fall, fünf Teile gebracht, drei dafür mitgenommen. Dafür gehören die Gummistiefel vom Bild unten jetzt mir, ha.

Im August und September wird dann immer alles total anders, da räumt Dani den Laden komplett aus und ein zieht die große Second-Hand-Trachtensause. Und auch wenn ich weder zu den passionierten Wiesngängern zähle, noch ein Dirndltyp bin, allein die tollen Jacken und Accessoires sind in dieser Zeit einen Besuch wert.






Und übrigens: ich finde ein Interesse an Mode und sich schön zu machen überhaupt nicht oberflächlich. Wer sich selbst wertschätzt bitte nicht mit Egoismus verwechseln, der schätzt auch alle anderen schönen Dinge, seien es gute Bücher, Kunst, Musik, ein schönes Essen und ein gutes Gespräch, oder wie seht ihr das? Natürlich gibt es Leute, die mit ihren Klamotten nur zeigen wollen, wie toll sie sind und was sie sich leisten können, aber die findet man in solchen Läden nicht, weil die immer jemanden brauchen, der ihnen sagt, was gerade das angesagteste und teuerste Teil ist, mit dem man den meisten Eindruck schinden kann. Und mit solchen Leuten wollen wir sowieso nichts zu tun haben, oder?






Das Allerschlimmste habe ich mir aber bis zum Schluss aufgespart: direkt daneben ist auch noch das weltallerschönste Wollgeschäft, schon allein der Name ist Programm, Wolladiho! Ich nehme mir inzwischen schon sicherheitshalber einen Vormittag frei, wenn ich in die Ecke fahre. Und bin eigentlich heilfroh, dass nicht auch noch ein Stoffgeschäft und ein Buchladen daneben liegen. Da ich den nicht nur in einem Nebensatz abspeisen will, werde ich euch den in nächster Zeit auch vorstellen, da müsst ihr jetzt durch. Wie sieht's bei euch aus, eher Wolle oder eher Mode? Oder beides?

xxx

Karin



be Gipsy und Wolladiho in der Gabelsberger Straße zwischen Schleißheimer- und Augustenstraße


Dienstag, 16. Juni 2015

mein allerliebster Lieblingsladen


Heute muss ich euch leider eine gewaltige Bilderflut zumuten, ich stelle euch nämlich endlich endlich einen meiner allerliebsten Lieblingsläden in München vor. Unter den Kinderläden ist er definitiv meine Nr. 1 und unter Läden allgemein rangiert er auf jeden Fall unter den Top 5, ach was, unter den Top 3.
Also Vorhang auf für Chika - so kind.






Entdeckt habe ich dieses Kinderparadies vor drei oder vier Jahren, kurz nachdem Karolina, die Betreiberin, einen relativ runtergerockten Geschenkeladen in Haidhausen übernahm. Und das auch nur durch einen völligen Zufall, weil er auf dem Fußweg zwischen meinem Friseur und meinem Lieblings-Kindersecondhand den muss ich euch eigentlich auch unbedingt mal vorstellen lag und mich der Postkartenständer vor der Tür magisch in den Laden zog. Ich hab euch ja schon mal erzählt, es gibt drei Dinge, an denen ich nur schwer vorbeikomme: schöne Postkarten, Masking Tape und tolle Notizblocks- und -hefte. 

Um es gleich mal vorweg zu sagen: bei Chika gibt es das alles, und zwar nur vom Allerschönsten. Und ich Dummie habe beim Sichten der Bilder gerade erst gemerkt, dass ich euch nicht ein einziges Bild mit Postkartenständer und Blick in den ganzen Laden mitgebracht habe, also muss ich wohl nochmal hin, um noch mehr Bilder zu machen. Leider bedeutet das wohl zwangsläufig, wieder drei Rollen Masking Tape mitzunehmen, den Notizblock mit dem Ameisenbär drauf endlich auch und wahrscheinlich gibt es schon wieder neue Postkarten, die ich unbedingt verschicken will. Puh, Pause, Bild.






Und nachdem die Geschichte des Ladens erzählenswert ist, erzähle ich jetzt einfach mal. Wie gesagt, Karolina hatte einen zwar recht netten, aber nicht weiter besonderen Geschenkeladen für Kinder übernommen mit Altbestand, den sie innerhalb kürzester Zeit in ihre komplett eigene kleine Chika-Welt verwandelte. Was ich daran so besonders finde: es gibt in München sehr sehr viele sehr sehr schöne Kindergeschäfte, aber im Grunde gibt es dort überall die gleichen Sachen, mal etwas bunter, mal etwas monochromer, aber im Prinzip ist es meistens der Reigen derselben zehn Marken, die man auch bei den üblichen Onlineshops bestellen kann. Ich mag zwar vieles davon sehr gerne, aber schließlich will man ja auch mal Neues entdecken.

Karolina reist sehr viel durch Europa und auch durch Asien und besucht dort Kleinmanufakturen, die wunderschönste Kleinigkeiten in Miniauflage herstellen. Besonders die Papeterie hat es mir dabei angetan und ich muss mich schwer zusammenreissen, nicht jedesmal wieder einen Schwung neuer Stempel, Notizblocks und schöner Stifte mitzunehmen.






Dann hat auch noch so ein tolles türkisfarbenes Rad vor dem Laden geparkt, passt doch perfekt, oder? Aber weiter: diese Linie zieht sich durch den ganzen Laden: Kinderkleider aus Frankreich, die es sonst nirgends gibt, knuffelige Bärenkissen einer Berliner Manufaktur, gestrickte Rasseldonuts aus Thailand, Melamin-Geschirr mal nicht von Rice, Babybodies eines kleinen skandinavischen Labels und und und






Tja, und dann musste dieses Kleinod von einem Laden Anfang des Jahres, haltet euch fest, einer Tiefgarageneinfahrt weichen. Die dicken Autos der Mieter haben nicht mehr durch die Einfahrt gepasst und um sie breiter zu machen, mussten Karolinas Laden und auch der daneben eingerissen werden. Verkehrte Welt, oder?

Nach langer Suche fand der Laden eine neue Heimat im Glockenbachviertel, und zwar genauer gesagt in der Müllerstraße Ecke Cornelius. Und da der Laden mehr als doppelt so groß ist wie der alte, gibt es auch mehr als doppelt so viele schöne Dinge. Leider bedeutet das für mich auch die doppelte Gefahr, mich in den Ruin zu kaufen :)






Leider hat der Laden keinen Onlineshop und ich weiß auch nicht, ob einer in Planung ist, deswegen ist dieser Post für die meisten von euch eher was zum Anschauen. Aber ich finde, das Besondere sollte auch mal gezeigt werden, egal, ob man dabei gleich noch einen Link zum Shoppen hat oder nicht. Aber solltet ihr mal in München sein, schaut unbedingt rein!

Und für alle Shoppingmaniacs: mit dem Umzug ist der Laden noch dazu in einer der bestbestückten Einkaufsecken der Stadt gelandet, in Münchens Bermudadreieck der kleinen besonderen Läden quasi. Das Glockenbachviertel ist wirklich gespickt mit schönen kleinen Läden jeglicher Couleur, tollen Cafés und zur Not kann man sich auch einfach am Gärtnerplatz auf eine Bank setzen und Leute gucken, interessante Gestalten laufen hier nämlich haufenweise rum und das mache ich in fremden Städten oft am liebsten, einfach sitzen und das Leben an mir vorüberziehen lassen in meiner eigenen übrigens auch. Nur Parkplätze bekommt man hier ziemlich schwer.






Da ich in nächster Zeit aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten muss, würde ich euch gerne ein paar mehr von meinen Lieblingsläden in der Stadt vorstellen, obwohl die meisten davon keinen Onlineshop haben. Interessiert euch das überhaupt, gepaart mit ein bisschen Sightseeing? Über ein Echo von euch würde ich mich freuen :)

xxx

Karin



Mittwoch, 11. März 2015

wunderbar einfacher Frühlingssalat & Glimpses of Spring


War das nicht eine Woche bis jetzt? Endlich wieder ohne Daunenjacke aus dem Haus, Mittagspause draußen, die ersten Zitronenfalter wurden gesichtet und Tochter Klein hat auch schon Vanillefalter gesehen! Die bisherige Woche war ich in den Mittagspausen viel in der Stadt unterwegs, ich habe das große Glück, in einem nicht ganz unangenehmen Viertel zu arbeiten, wo es auch viele schöne Straßencafés gibt, die bei den ersten Sonnenstrahlen sofort bis auf den letzten Platz belegt sind. Und oft finde ich es als Pause wesentlich entspannender, mir in der Bäckerei schnell eine Breze zu holen und damit durch die Straßen zu schlendern, statt mich zum Essen hinzusetzen. Deswegen heute ein wildes Mittwochsallerlei mit einem schnellen Salat und Bildern von allem Möglichen.




 Es ist schon eigenartig, im Winter bevorzuge ich die Stille der Natur, aber zu Frühlingsbeginn zieht es mich immer magisch in die Stadt, plötzlich gibt es wieder wuseliges Streetlife, Läden verlagern ihre Auslagen nach draußen, Angestellte machen Mittagspause auf Parkbänken und an der Isar, auf den Spielplätzen ist wieder Kindergejuchze zu hören und man kann den Frühling wirklich mit Händen greifen. An solchen Tagen genieße ich es, in der Großstadt zu wohnen, wo man in jedem Viertel andere Stimmungen einfangen kann.




Dieser Tage kam mir beim Aufräumen ein Strickzeug unter, dass ich schon vor Weihnachten angefangen habe. Ich wollte eine Kissenhülle stricken, hab sie aber einige Male wieder aufgetrennt, weil ich mit dem Muster unzufrieden war. Nachdem ich dann endlich ein schönes Muster hatte, kam ich nicht recht voran, die Arbeit, Nähaufträge, Haushalt... Jetzt finde ich die Farbe so gar nicht mehr zur Jahreszeit passend und weiß nicht, was ich damit tun soll. Doch noch schnell fertigstricken? Bis zum Herbst liegenlassen?




Auf dem Viktualienmarkt fand ich diesen wunderbaren roten Chicorée, der natürlich unbedingt gleich mit musste. Einer meiner Lieblingssalate zur Zeit ist Chicorée mit rosa Grapefruit, Mozzarella und frischer Kresse. Dazu einfach den Chicorée kleinschneiden, Mozzarella dazu würfeln und die Grapefruitfilets dazu.

Ein befreundeter Koch hat mir mal gezeigt, wie man Grapefruits und Orangen filetiert. Dazu schält man erstmal die ganze Grapefruit und schält dann noch mit einem sehr scharfen Obstmesser die Haut ab. Wenn man das halbwegs unfallfrei geschafft hat, kann man zwischen den Häutchen die einzelnen Filets rausschneiden. Da ich spätestens beim Abschälen der Haut die ganze Grapefruit zermatscht in der Hand hatte und mir der Saft den Arm hinunterlief, habe ich eine eigene Methode entwickelt. Ich schneide die Grapefruit einfach in der Mitte durch, schneide einmal innerhalb der Schale rundrum und löse dann die Filets einzeln aus. Oje, hoffentlich habe ich das jetzt so beschrieben, dass es halbwegs verständlich ist.




Wenn alles kleingeschnitten und filetiert ist, noch die Kresse drüber. Und die Filets unbedingt direkt über der Salatschüssel raus schneiden, der runtertropfende Saft ergänzt die Sauce aufs Wunderbarste! Die Sauce geht dann sowieso ruckzuck, ich mache einfach eine leichte Vinaigrette mit Dijonsenf und fertig ist der Salat. Schmeckt auf der Terrasse übrigens genauso gut wie drinnen. Im Bild oben übrigens Kartoffeln auf dem Viktualienmarkt und der Blick vom Tegernsee auf den Hirschberg gestern Nachmittag.




Für heute verabschiede ich mich mit ein paar sauren Gurken und den letzten Schneeresten auf meiner Joggingstrecke unter Dramahimmel. Euch noch eine wunderschöne sonnige Woche!

xxx

Karin


Freitag, 27. Juni 2014

Mein München: Wiener Platz


Vorletztes Wochenende hatte ich einen kurzen Bloggerbesuch, die liebe Pamy kam aus dem Odenwald für ein Wochenende nach München und wir haben uns am Samstag getroffen. Und es war wie so oft, wenn sich Bloggerinnen das erste Mal im echten Leben treffen: Die Zeit verging wie im Flug, die Themen gingen nicht aus und eigentlich müssten wir das viel öfter machen. Obwohl Pamy schon ein paar Mal in München war, haben wir doch noch ein paar Ecken gefunden, die sie nicht kannte. Auf einem Gewaltmarsch habe ich sie von der Innenstadt aus quer durchs Glockenbachviertel hinauf nach Haidhausen geschleift (bitte verzeih mir nochmal Pamy, das waren doch etliche Kilometer), meiner Meinung nach eines der kommodesten Münchner Stadtviertel, nicht so hip wie die Isarvorstadt, nicht so cool wie die gerade wieder aufblühende Maxvorstadt sondern einfach sehr sehr münchnerisch.




Besonders angetan war Pamy vom auch von mir heißgeliebten Wiener Platz, aber vor lauter Quatschen haben wir beide auf unserer Tour doch glatt vergessen, auch ein paar Fotos zu machen. Aber da ich mich dieser Tage in der Mittagspause im sensationell schönen Little White Rabbit mit einer Freundin getroffen habe, konnte ich doch noch ein paar Bilder für Euch machen. Allerdings haben wir auch diesmal wieder so viel gequatscht, dass ich nicht wirklich viel fotografiert habe.

Rund um den Platz gibt es mehrere wunderschöne kleine Cafés und auch die alten Marktbuden sind mittlerweile eigentlich alle in kleine Minigastronomien umgewandelt. So ist der Platz an schönen Tagen eigentlich schnell voller Leben, da in unserer Stadt bekanntlich beim ersten Sonnenstrahl alles auf der Straße ist. Und dann gibt es noch ein paar meiner großen Lieblingsläden der Stadt, den Living Room, eine tolle Kombination aus Café und Einrichtungsladen, Curtis&Curtis mit noch mehr toller Einrichtung, den Dressing Room mit Traumklamotten und gegenüber Milla Shoes&Accessoires für den Rest des Outfits.




Die Blumen wachsen allerdings nicht am Wiener Platz, die habe ich dieser Tage auf einer abendlichen Joggingrunde fotografiert und wollte sie jetzt unbedingt verbraten und da ja heute Flowerday ist, passt das ja ganz gut.

Und jetzt gehts auf zum Wochenendspurt, macht es Euch fein!

xxx

Karin


Dienstag, 18. März 2014

Springtime! Yeah!



Was ich an München wirklich liebe, ist, dass beim ersten Sonnenstrahl sofort alle auf der Straße sind und die Stadt ihrem Klischeeimage als nördlichste Stadt Italiens absolut gerecht wird. Und da gestern wieder unglaubliches Frühlingswetter war, bin ich in der Mittagspause an ein paar meiner Lieblingsecken vorbeispaziert.




München hat ziemlich viele Stadtbäche, von denen viele leider größtenteils unterirdisch verlaufen. Auch der Glockenbach (oder auch Westermühlbach, man ist sich da nicht so ganz einig) verschwindet plötzlich unter einem Haus. In genau diesem Haus hat früher ein Junge gewohnt, für den die halbe Schule schwärmte. Damals war die Ecke noch das ärmliche Gastarbeiterviertel am Rande der Innenstadt, inzwischen wurde daraus das schwer angesagte Glockenbachviertel mit vielen wunderschönen kleinen Läden und Cafés und leider größtenteils unbezahlbaren Wohnungen. Ja mei, wie die Zeit vergeht.




Eine meiner Lieblingsstraßen der Stadt ist die Landwehrstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs. Hier ist es gar nicht schick und teuer, dafür kann man an einem Tag wie gestern wirklich das Gefühl haben, im Orient zu sein. Neben obskuren Import-Export-Läden gibt es Ausstatter für die perfekte türkische Hochzeit, orientalische Restaurants, die zwar nicht schön sind, aber tolles Essen haben und arabische Supermärkte der Extraklasse. Vor allem das Brot aus den kleinen Bäckereien dort ist ein absolutes Muss.




Ich hoffe, mein kleiner Spaziergang hat Euch gefallen. Lasst es Euch gutgehen!

xxx

Karin



Donnerstag, 16. Januar 2014

Atelier Siebenmachen


Hallo ihr Lieben und vielen Dank für Euren regen Zuspruch zu meinem Keksdilemma im letzten Post, ich habe jetzt ca. zehn verschiedene Stempelkeksrezepte gesammelt, die der Reihe nach ausprobiert werden und ich verspreche hoch und heilig, nur noch strengstens nach Anleitung zu backen. Bisher kann ich Euch leider von keinen nennenswerten Fortschritten berichten, da ich im Putz- und Buchhaltungswahn war. Jawoll, ich habe mein Arbeitszimmer aufgeräumt, und zwar mit allem Drum und Dran, also ALLE Stoffe ordentlich falten und sortieren, Regale ausräumen und putzen, Garn, Reißverschlüsse und sonstigen Kleinkram nach Farben ordnen usw usw. Und obwohl ich eigentlich eine sehr Ordentliche bin ehrlich, habe ich dazu ziemlich lange gebraucht. Und zu guter Letzt habe ich auch noch meine Buchhaltung auf den neuesten Stand gebracht, da bin ich nämlich leider oft nicht so ordentlich.





Und nachdem ich das alles hinter mich gebracht hatte, habe ich mir gestern quasi als neuer Mensch einen Besuch im wunderbaren Atelier Siebenmachen in Obergiesing (=Stadtviertel in München)gegönnt. Und natürlich auch was gekauft, aber wirklich nur ganz wenig. Das Siebenmachen ist ein kleiner feiner Laden für Selbstgemachtes, in den ich immer gerne gehe, wenn ich ein besonderes Geschenk suche. Die Betreiberinnen sind recht umtriebig und es gibt dort auch einiges an Veranstaltungen, schaut am Besten mal selbst hier.


 

Nebenher muss ich hier noch ein paar technische Fragen in die Runde werfen, vielleicht könnt Ihr mir ja helfen.

Ich bekomme in letzter Zeit immer wieder Mails, dass mich jemand zu seinem Google+ Konto hinzugefügt hat. Auch wenn ich mich jedes mal sehr freue, muss ich ehrlich gestehen, dass ich Google+ von vorn bis hinten nicht begreife, in den Kreisen von, zu den Kreisen von, hä? Wenn ich selbst auf Google+ gehen will, bekomme ich jedes mal eine Warnung, dass ich nur unter meinem echten Namen weitermachen darf. Wenn ich dort aber nur mit meinem echten Namen existiere, wie konnte mich dann jemand hinzufügen, wo hier mein ganzer Name noch nie aufgetaucht ist? Oder habe ich mal wieder was übersehen? Darauf erst mal ein Bild zur Textauflockerung.


 


Dann bekomme ich ständig Spam-Kommentare auf einen bestimmten Post und weiß nicht, wie ich das abstellen soll. Ich habe mir schon überlegt, den ganzen Post einfach zu löschen, fürchte aber, dass die Kommentare dann einfach auf einen anderen Post kommen. Ganz kurios ist das aber schon, in einem Kommentar wurde mir vorgeworfen, immer nur ein Bild pro Post zu zeigen, ich hab mich ja schwer getroffen gefühlt.


 


Und dann gibt es ja noch den Blog-Zug. Dort wollte ich meinen Blog für mich beanspruchen, sollte aber laut Anweisung gleich ans Eingemachte gehen und eine Zeile in die HTML kopieren, sowas traue ich mich doch gar nicht. Hab ich da auch was übersehen, bei bloglovin ging das total einfach?


 


Jetzt beende ich aber meinen mal wieder ausgesprochen bildarmen Post und freue mich über jeden hilfreichen Kommentar von Euch! Ich backe dann solange mal Kekse.....

xxx
 
Karin

Mittwoch, 4. Dezember 2013

Viktualienmarkt


Da ich momentan mehrere Vormittage die Woche im Popupstore des Kaufhauskollektivs bin und natürlich auch noch jede Menge produzieren muss, komme ich kaum zum Posten. Mit Weihnachtsdeko ist bei mir außer Adventskranz und -Kalender noch gar nichts und als nächste Hürde nehme ich jetzt erst mal den Nikolaus, bevor dann an die Geschenke gedacht wird. ABER ich will jetzt hier nicht meckern, einen riesigen Vorteil hat die tägliche Arbeit in der Innenstadt doch: Ich kann jeden Mittag gemütlich über den Viktualienmarkt schlendern.




Dabei kaufe ich fast jedes Mal eine Bauernkrusten bei der Bäckerliesl, meiner Meinung nach das beste Brot der Welt. Nach der Meinung meiner Familie wohl auch, denn ich muss mehrmals die Woche Nachschub heranschaffen und frage mich jetzt schon, wie das weitergehen soll, wenn ich nicht mehr so oft auf den Markt komme.



 
 
 
Die Marktleute kümmern sich ganz süß um die Figuren bekannter Münchner Komiker (keine Comedians, das gabs damals noch nicht) auf den Brunnen. Ida Schumacher bekam eine Mütze, was ich bei diesen Temperaturen mehr als fair finde, und den Begleiter von Liesl Karlstadt würden wir auch alle gerne kennenlernen, oder?
 
 
 
 
Außerdem darf für mich nie niemals eine Brotzeitgurke fehlen, die offen in ein Stück Papier gewickelt verkauft werden.
 
 
 
 

Spitzkohl ist einfach irre fotogen. Man beachte bitte auch den Trüffelpreis im oberen Bild.




Was die orangefarbenen Knollen sind, habe ich  mir leider nicht gemerkt, sie lagen jedenfalls bei einem Stand, der fast ausschließlich alle erdenklichen Rübensorten verkauft.




Das war jetzt ein Post ohne viel Worte - eigentlich wollte ich Euch ja mit einer neuen Autofahranekdote meines Sohnes erfreuen, der drängt aber leider so im Hintergrund, dass wir jetzt unbedingt noch ein Runde fahren müssen, dass ich das notgedrungen vertagen muss.
 
Euch allen eine schöne Restwoche, nächstes Mal wird's dann hoffentlich ein wenig weihnachtlich
 
xxx
 
Karin
 

Mittwoch, 30. Oktober 2013

Kaufhauskollektiv



Hallo und guten Abend meine Lieben,
schon seit letzter Woche läuft der aktuelle Popupstore des Kaufhauskollektivs und es ist wirklich höchste Zeit, Euch ein paar Bilder zu zeigen.





Da ich Idiot heute eine Kamera mit fast leerem Akku dabei hatte, gibt es leider nur einen sehr kleinen Ausschnitt aus dem Angebot. Ich und technische Geräte, das geht einfach nicht besonders gut, und dass man diese ganzen kleinen Spielzeugchen auch regelmäßig laden muss, werde ich wahrscheinlich erst intus haben, wenn es schon längst Superakkus gibt, die ewig halten. Naja, einen kleinen Eindruck kann ich schon vermitteln.




Hier gleich mal das Angeberbild mit meinen Mädchenblusen und -Kleidchen und wie ihr vielleicht erkennen könnt, gibt es die Dackel inzwischen auch en miniature, mit Rassel drin für die ganz Kleinen. Zugegeben, die sind wirklich sehr klein auf dem Bild, aber ich wollte nicht größenwahnsinnig erscheinen und NUR meine Sachen zeigen. Außerdem ist der Laden wieder so wunderschön und liebevoll gestaltet, dass ich Euch das einzige Gesamtbild, das ich heute gemacht habe, nicht vorenthalten wollte.




Würde ich noch einmal heiraten, ich würde auf jeden Fall diesen zauberhaften Haarreif mit der Kammeebrosche tragen





Die bayerischen Postkarten haben teilweise recht deftige Sprüche, die Übersetzung spare ich Euch jetzt lieber (gleich setzt es eine Ohrfeige), aber ich finde die Bilder darauf wunderbar treffend ausgewählt. Meine absoluten Lieblingsbilder sind allerdings genauso wie schon beim letzten Popupstore die traumschönen Fotos von Demoiselle Libellule, die übrigens auch einen wunderschönen Blog hat. Ich spare schon auf eine Serie von ihr. Das Garn auf dem Bild unten ist aber nicht aus einer ihrer Serien, das habe ich mal in einem Handarbeitsladen fotografiert, aber ihr kennt ja meine Vorliebe für Collagen :-)




Tja, und bevor ich die Schmuckvitrinen fotografieren konnte, war der Akku leer, Ihr müsst Euch also auf einen massiven Schmuckpost in nächster Zeit gefasst machen. Und leider (warum eigentlich leider?) gibt es so viel schönen Schmuck, dass ich auch schon auf einige Schmuckstücke spare. Wahrscheinlich gebe ich dort mal wieder mehr Geld aus, als ich einnehme. Kennt Ihr das auch, diesen grässlichen alles-haben-wollen-Reflex?

Ich übe mich in Mäßigung und wünsche Euch allen einen schönen Abend
 
Karin