Freitag, 14. November 2014

Friday Flowers & Beobachtungen aus dem richtigen Leben


So, jetzt komm ich auch noch mit ein paar Blümchen um die Ecke, gestern hab ich mir noch ein paar frische Anemonen gegönnt. Ich liebe diese zarten filigranen Blumen und finde sie wirklich in jeder Farbe schön. Eigentlich hatte ich ja auf ein paar lila- und blaustichige gehofft, der Blumenladen meines Vertrauens hatte aber nur Bonbontöne auf Vorrat, also gibt es mal wieder eine von mir ja bereits gewohnte Farbmischung und das ist jetzt auch gut so, draußen ist es heute nämlich eher grau in grau.





Nebenher ist mir gestern beim Einparken vorm Blumenladen mal wieder Folgendes passiert: Ein älterer Herr blieb stehen und hat mir interessiert beim Rumrangieren zugeschaut. Sowas gibt's ja häufig, aber ich frage mich doch jedes Mal: Was wollen die? Darüber staunen, dass auch eine Frau in der Lage ist, ein Auto unfallfrei in eine Parklücke zu bugsieren? Mir applaudieren, wenn ich's geschafft habe? Helfend eingreifen, wenn ich scheitere? Oder einfach nur den Tag irgendwie rumbringen?

Ihr lieben alten Männer, egal, was euch dazu bewegt, Frauen beim Einparken zuzuschauen, lasst es doch bitte einfach sein, ich fühle mich nämlich immer reichlich dämlich in solchen Situationen. Ich hätte da ein paar Vorschläge, was ihr stattdessen machen könnt, zum Beispiel Türen aufhalten oder auf dem Parkplatz vom Baumarkt mal helfen, die schweren Humussäcke in den Kofferraum zu hiefen, sowas mögen wir Frauen trotz aller Emanzipation nämlich ganz gerne. Vielleicht habt ihr, geneigte Leserinnen, da auch noch ein paar Vorschläge, ich würde dann eine Liste erstellen und im Auto deponieren, um sie bei Bedarf an die alten Herren weiterzureichen.






Nun aber genug schwadroniert, meine Blumen wandern jetzt noch schnell zu Holunderblütchen und Euch allen wünsche ich ein schönes Wochenende!

xxx

Karin


Dienstag, 11. November 2014

Ganz große Stoffliebe


Huhu, ich bin's, die kopflose Klickerin. Als erstes muss ich mich mal bei Euch allen für die nette Anteilnahme an meiner Virus-Misere bedanken, es tut so gut, zu hören, dass man nicht als Einzige mal gedankenlos durchs Weltgeschehen klickt. Und vor allem auch, dass man nicht als Einzige nicht in der Lage ist, solche Probleme alleine aus der Welt zu schaffen **.

Aber die letzte Woche hat mir nicht nur unerwünschte Viren ins Haus gespült, sondern auch ein paar außerordentlich schöne und schon lang erwartete Stöffchen, die natürlich auch gleich in den Shop wandern..

Diese traumhafte Serie der Copenhagen Print Factory war schon auf der Stoffmesse Liebe auf den ersten Blick und nun ist sie endlich angekommen. Die Stoffe haben eine herrlich weiche Textur und sind noch dazu in Bio-Qualität, aber hallo!





Außerdem konnte ich es mir nicht verkneifen, Euch noch ein paar Bildchen von unserem Spätnachmittagsspaziergang am Kirchsee unterzujubeln. Bis jetzt hatten wir ja wirklich einen Bilderbuchherbst und auch am Sonntag war es wieder so warm, dass die Leute bis zum Sonnenuntergang auf den Stegen saßen. Der Kirchsee liegt auf halbem Wege zwischen Holzkirchen und Tegernsee, aber im Gegensatz zu seinem bekannteren Nachbarn ist dort wesentlich weniger los und rundherum gibt es eine ganz grandiose Moorlandschaft zu durchwandern. Und direkt daneben liegt das Kloster Reutberg, in dem nicht nur vorzüglich speisen kann, sondern auch den Biergarten mit dem schönsten Alpenpanorama weit und breit hat. Leider wissen das auch fast alle Münchner, weswegen es dort oft ziemlich voll ist. Trotzdem, ein Abstecher dort hin lohnt sich immer,





Ich verziehe mich jetzt in meine Nähgemächer, die Stoffe warten....
Euch allen eine entspannte Woche!

xxx

Karin



Sonntag, 9. November 2014

Glück gehabt


Jetzt sah es die ganze Woche so aus, als könnte ich Euch heute keinen Sonntagsgruß schicken - beim Anklicken von ich-weiß-nicht-was habe ich mir einen üblen Computervirus geholt, der erst mal meinen gesamten Mail-Account gelöscht hat und dann gings erst richtig los hierüber schweige ich lieber. Aber mein Mann, allergrößter Alltagsheld aller Alltagshelden, hat das nun alles repariert und in Zukunft klicke ich etwas vorsichtiger herum.

Deswegen schicke ich Euch heute auch einen fast analogen Alltagsgruß mit der frei erfundenen Telefonnummer von Tochter Klein, verewigt auf unserer mit Tafellack gestrichenen Küchenwand. Dort anrufen ist wahrscheinlich genauso sinnlos wie meine Versuche letzte Woche, den Rechner ohne fremde Hilfe wieder virenfrei zu bekommen. Aber wer weiß?





So oder so wünsche ich Euch allen einen weltallerschönsten Sonntag, wonnig, sonnig und frei von Viren aller Art.

xxx

Karin


Dienstag, 4. November 2014

Neue Sternenkissen & die liebe Ordnung



In letzter Zeit habe ich die faulen Herbstabende genutzt, um Hüllen für neue Sternenkissen zu stricken, ich hatte ja fest vor, endlich mal eine nicht rosafarbene Version zu machen et voilà, das kann ich auch! Hätte man gar nicht gedacht, oder? Und zur Feier des Tages wandern sie auch gleich noch in den Shop.







Da ich jetzt furchtbar viele Bilder habe, aber schlecht eine ganzen Post lang über die Freuden des abendlichen Strickens schreiben kann das ginge natürlich schon, ich stricke nämlich ausgesprochen gerne, schreibe ich heute mal über ein ganz anderes Thema, nämlich die liebe Ordnung. Da heute doch glatt mal ein klitzekleines bisschen meines Wohnzimmers zu sehen ist, kam ich beim Fotografieren über das Thema ins Grübeln. Auf vielen Blogs sind ja ganz wunderbar aufgeräumte Zimmer zu sehen, oft noch mit wunderbar aufgeräumten Menschen darin. Das das alles nicht gerade der Realität entspricht, wissen wir alle, und dass es sehr sehr viel Arbeit bedeutet, alles immer so herzurichten, wissen wir auch. Ich will in Blogs auch gar nicht die Realität sehen, sondern freue mich einfach über schöne Bilder und Anregungen.






Aber neben den schönen Wohnzimmern, Küchen, Kinderzimmern gibt es ja immer noch die ganz üblen Ecken im Haus, Achtung, jetzt kommt's, wie zum Beispiel den Keller. Oder den berüchtigten Schrank unter der Spüle. Da rümpelt sich gerne so einiges zusammen, alle, die Kinder haben, kennen sicher die Berge an ausrangierten Kinderklamotten, altem Spielzeug, Bilderbüchern, Sportgeräten. Das wandert dann alles in den Keller und leider auch in den Hinterkopf, wo es lauert und sagt 'heb mich auf, vielleicht kannst Du mich noch mal brauchen'. Leute, nach drei Kindern sag ich euch eins: Ihr braucht es nie. Das einzige, was es mit euch macht, ist ein schlechtes Gewissen, weil die Berge wachsen und wachsen und ihr ständig denkt, das es jetzt doch endlich an der Zeit für einen Flohmarktstand wäre. Und vor dem steht natürlich auch ein gewaltiger Schweinehund.







Im Laufe der Zeit habe ich mir angewöhnt, sehr schnell und sehr radikal auszusortieren. Natürlich bin ich dabei nicht herzlos, Dinge wie die ersten Schuhe, die liebsten Kuscheltiere und Bilderbücher und ein paar absolute Lieblingskleidungsstücke wurden natürlich aufgehoben (Tochter Groß hat ein Rosenkleid, das sie mit zwei Jahren bis zum Gehtnichtmehr trug, an die Wand gehängt) und auch die schönsten Kinderkunstwerke werden in einer Kiste verwahrt, ein paar besonders schöne hängen bei uns auch zwischen echter Kunst an der Wand. Aber beim Rest habe ich die Erfahrung gemacht: Was nicht sofort entsorgt wird, verstaubt unnötig im Keller. Und wächst im Inneren zu einem immer größeren schlechten Gedanken namens  'ich müsste jetzt endlich mal...' heran. Unnötig, belastend, überflüssig.






Wer die Gelegenheit hat, kann einen Flohmarktstand machen, wo aber erfahrungsgemäß nur ein Bruchteil weg geht. Und natürlich gibt es noch Internetportale, wo man die Sachen einstellen kann, aber ich persönlich finde das zu mühsam und im Endeffekt ist der Aufwand größer als die paar Euro, die man bekommt.

Wenn ihr Leute im Bekanntenkreis habt, die etwas brauchen können, nur zu, verschenkt großzügig, es tut in der Seele gut und macht den Kopf frei. Es gibt so viele hilfsbedürftige Menschen, gerade in Flüchtlingsheimen herrscht bittere Not. Wenn ihr keine Anlaufstelle in der Nähe habt, nehmen oft kirchliche Einrichtungen Sachen an und leiten sie weiter. Und es gibt auch noch mehr Kinderheime, als man denkt.






Wie macht ihr es mit ausrangierten Sachen? Hebt ihr eher auf oder entsorgt ihr schnell?

xxx

Karin





Sonntag, 2. November 2014

Sonntagskarten



Hallo meine Lieben und vielen Dank für die vielen netten Genesungswünsche die auch ganz klasse geholfen haben, da wünsche ich Euch doch gleich eine schönen Sonntag zurück, geschmückt mit buntem Näh- und Blätterwerk.

Und ein noch kleines Wort zu den vielen Postkartenfotos, die ich in letzter Zeit in meine Sonntagsgrüße einbaue: Es gibt drei Dinge, an denen ich in Firlefanzläden die es in München leider in rauhen Mengen gibt nur schwer vorbeigehen kann, nämlich schöne Notizbücher, Masking Tape und eben bunte Postkarten. So habe ich zwar immer einen Vorrat an Postkarten für jeden Anlass, aber ich finde es viel zu schade, sie in bis zu ihrem Einsatz in Kisten verstauben zu lassen. Also pinne ich sie zur Inspiration ans Moodboard in meinem Arbeitszimmer, oft zusammen mit Stoffstreifen. Das ist nämlich ein anderer Spleen von mir, wenn einer meiner Lieblingsstoffe zur Neige geht, hebe ich mir immer einen Streifen auf und pinne ihn ans Moodboard. So kann man auch immer ganz gut wandelnde Gemütszustände rekapitulieren, Phasen, in denen man auf Wildes steht und Phasen, in denen man ruhigere Muster und Farben braucht.







Und ihr? Habt Ihr auch solche visuellen Tagebücher Eures Lebens?

xxx

Karin