Freitag, 5. Februar 2016

hoher Lobgesang auf die Welt der Technik



So, wirklich genau so habe ich mir meinen Wiedereinstieg in die Bloggerwelt vorgestellt. Berstend vor Ideen setze ich mich letzte Woche an den Rechner und will mit zappligen Fingern loslegen, aber einmal mehr wollte die Technik mal wieder so völlig anders als ich, nämlich streng genommen überhauptgarnichtkeinbisschenmehr.







Wer schon länger bei mir liest, weiß, dass zwischen technischen Geräten und mir eine ganz besonders innige Beziehung besteht und auch letzte Woche drücke ich frohgemut den An-Knopf meines Rechners und was macht der? Äh, Ähem, schwer zu beschreiben, irgendwas ist schon passiert, bloß leider nicht das, was ich wollte, nämlich simpel mein Gerät anwerfen und loslegen. Stattdessen kamen irgendwelche Meldungen im üblichen Computerkauderwelsch, bei dem ich zwar dunkle Ahnungen habe, was gerade gemeint sein könnte (zurücksetzen, konfigurieren, synchronisieren, updaten, ihr wisst schon), sich aber doch in erster Linie die nackte Hilflosigkeit in mir breitmacht. Ich fühle mich dann immer ähnlich klein wie damals im Mathe-Grundkurs, als ich verzweifelt versucht habe, einen Zusammenhang zwischen dem, was auf den Blättern vor mir steht und dem, was der Lehrer vorne erklärt, herzustellen. Letztes Jahr saßen mir gegenüber in der U-Bahn mal zwei Mathestudenten, die darüber diskutierten, ob man den Beweis für die Formel xy mit Zuhilfenahme der Variablen r in unter hundert Seiten hinbekommt. Gegenargument des einen Studenten war, dass die Variable r-Lösung doch arg unelegant sei und ein bestimmter Professor so holprige Herleitungen ja gar nicht goutiert und weiter ging die Diskussion, ob die Sache vielleicht mit der Konstante f geschickt zu bewerkstelligen sei. Ich hatte schon Kopfrauchen vom Zuhören und an den leeren Blicken meiner Mitfahrer konnte ich sehen, dass sich gerade alle genauso ausgeliefert fühlten wie damals vorne an der Tafel beim Ausfragen.

Aber zurück zu meinem Rechner, da war die Beweislage ganz einfach, der hatte sich in eine Endlos-Update-Schleife geschossen, aus der ihn nur mein Mann retten konnte, der Gute, der war bloß leider die ganze Woche nicht da.







So eine Woche ohne Rechner ist aber genauso ratzfatz rum wie mit, unter anderem war ich in der Mercerie, einem Wollgeschäft, das bei mir immer absolutes Suchtpotential hervorruft. Nicht nur, weil es eines der schönste Wollgeschäfte ist, das ich kenne und man sich dort wunderbar an einem der Cafétische durch Anleitungen und Strickbücher blättern kann, sondern auch, weil es dort Wolle gibt, die es nirgendwo sonst gibt. Merinowollen aus Patagonien, die weich wie Alpaka sind, feinste Kaschmirqualitäten, Seidengemische, hach. Alles traumhaft präsentiert in alten Kontorregalen und wunderbar nach Farben sortiert.

Überhaupt, die Farben. Nicht nur die Färbungen der einzelnen Stränge sind ein einziger Farbrausch, dazu die Wände in wunderschönen Off-Tönen, die Möbel in wunderbar sanften Farben, irgendwie fällt immer jeglicher Stress von mir ab, wenn ich den Laden betrete und ein kurzer Kaffee dort ist wie eine halbe Stunde Urlaub. Leider schaffe ich es bloß fast nie, wirklich NUR auf einen Kaffee zu bleiben und nehme so gut wie immer ein paar Stränge und ein neues Projekt im Kopf mit, so ein Schal geht schließlich immer, oder?

Absolut klasse finde ich übrigens auch den Aufwickel-Service, da sie ja fast nur Strangware führen. Ich stehe nämlich wirklich vor dem Dilemma, dass ich nicht einen Stuhl besitze, der zum Aufwickeln geeignet ist und Kinder, Freundinnen oder den Gatten spanne ich dafür äußerst ungern ein.









Wettertechnisch durchleben wir hier gerade die interessantesten Kapriolen, letzten Sonntag war der unangefochten scheußlichste Tag aller Zeiten klar, war ja auch Sonntag, dann ist es wieder frühlingshaft warm, alle strömen in die Straßencafés und an die Isar und am nächsten Tag sind die Bäume schon wieder frostüberzogen und wir dürfen Schnee schaufeln. Dementsprechend durcheinander sind heute meine Bilder, die ich aber wirklich alle während der letzten zwei Wochen gemacht habe. Wie ihr alle wisst, bin ich große Schneeliebhaberin und bin natürlich an einem der Schneetage sofort losgezogen, um Bilder zu machen, da müsst ihr jetzt leider durch. Und ich muss nächste Woche ganz dringend in den Skiurlaub, verabschiede mich also gleich wieder für eine ganze Woche. 

Und was macht ihr so? Nochmal Schnee oder ist schon alles auf Frühling?

xxx

Karin





Kommentare:

  1. Hi Süße, hast Du wieder super geschrieben :)) Der Mix aus Allem und dazu die Erklärung MIT der Zeitangabe, ich smile grad immer noch vor mich hin :))) Viel Spaß beim Skifahren wünsch ich Euch. Drücker, Lina ♥

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  2. Nach so einem Wetter sehnen wir hier uns, denn hier gibt es nur eines Regen! Dir Wünsche ich Schnee und mir für Karnevalssonntag KEINEN Regen.
    Mach et joot!
    Astrid

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  3. bunte wolle und viel schöne bunte ideen...
    HIER nur bunte wolle in kataloge die ich gerne mit ihren poetischen namen für kollage in meine reisebücher klebe.
    heute ist hier windsturm angesagt, da müssen wir uns festhalten und alles in sicherheit bringen ;)

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  4. Ich wäre jetzt eigentlich auf Frühling eingestellt...lach. Da wir keine Skifahrer sind, ist das auch ok... Oh du Arme, kaputter Rechner... wie ich das auch hasse, wenn es nicht so tut wie es soll...
    Wünsch dir ein schönes Wochenende liebe Karin, drück dich lieb
    Christel

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    1. ... und deine Bilder wunderschön!! ♥ wollte ich noch sagen.... bin ja auch gerade im Wollfieber...lach

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  5. Liebe Karin,
    was für tolle Fotos, und der Laden schaut ja super aus, fast wollte ich seufzen, wie schön wenn man so ein Geschäft in der Nähe hat. Wenn hier in der Bloggerwelt so was vorgestellt wird, sind die Geschäfte meißt alle weit weit weg von mir, hoch droben im Norden, oder tief im Westen oder Osten, oh nein, ich vergaß, du bist ja auch aus dem schönen Süden, sprich, der Laden ist nicht weit weg von mir :-)), wie schön, kommt sofort auf die Liste für meinen nächsten Münchentrip.
    Danke für den Tipp und die schönen Fotos.
    Liebe Grüße vom Reserl

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