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Mittwoch, 10. Dezember 2014

Über unfreiwillige Pausen & den alljährlichen Wahnsinn


Tjatja, meine Lieben, so kann's gehen im Leben. Nachdem ich letzte Woche noch in einer lustigen Freundinnenrunde geprahlt habe, dass ich eigentlich so gut nie krank bin, hat's mich im Laufe des Sonntags so richtig dicke erwischt, Husten, Schnupfen, Halsweh, alles eben. Und ich weiß auch noch, wo ich's her habe, beim Joggen bin ich nämlich mal wieder viel zu lange durchs Unterholz gekrochen, um mit dem Handy Bilder zu machen. Und zurück zuhause habe ich dann natürlich erst mal dies und das und jenes und überhaupt alles erledigt, statt erst mal aus den nassen Klamotten zu steigen und zu duschen. Jaja, was Hänschen nicht lernt....

Und als braves Mädchen bin ich natürlich Montag früh trotz Megaschnupfen arbeiten gegangen und gestern auch, aber an den Nachmittagen ging wirklich nichts mehr und ich lag nur noch erschlagen auf dem Sofa. Und da kommen einem dann natürlich die ganzen Horrorgedanken, Hilfe, nur noch zwei Wochen bis Weihnachten und ich habe so vieles noch nicht fertig gemacht und die Geschenke habe ich auch noch nicht beisammen und was soll ich mir eigentlich selber wünschen?






Eins gleich mal vorweg: Ich selbst wünsche mir nichts, und das schon seit Jahren. Als einer der Kandidaten, die auch noch so nah an Weihnachten Geburtstag haben, dass es eigentlich genauso ist, wie direkt an Weihnachten Geburtstag zu haben Wink mit dem Zaunpfahl, stehe ich auch noch vor dem Dilemma, alle Wünsche des Jahres auf einem Haufen haben zu müssen. Da mich das schon seit meiner Kindheit überfordert, wünsche ich mir nichts, wer mich überraschen will, kann das aber gerne tun.

Aber da gibt es ja auch noch die Partner, Omas, Opas, Tanten, Onkel, Freunde, die beschenkt werden wollen. Und vor allem die Kinder. Meine großen Kinder sind eigentlich relativ leicht zu beschenken, die wünschen sich Konzertkarten, neue Handys, Klamotten, den üblichen Kram eben. Und dann habe ich ja noch ein kleines Mädchen im besten Spielzeugalter, die aber in puncto Spielzeug eigenartig wunschlos ist und sehr glücklich mit den Spielsachen, die sie hat größtenteils von den großen Geschwistern geerbt.






Da lag ich nun also hustend auf dem Sofa und zermarterte mir den sowieso schon arg schmerzenden Kopf, was man dem Mädchen schenken kann. Und da kam mir eine Bemerkung in den Sinn, die ich mal in einem sehr schönen und sehr gut sortierten Spielzeugladen aufgeschnappt hatte, und zwar von der Besitzerin höchstpersönlich. Sie meinte, dass sie zu Weihnachten und zu Geburtstagen an ihre eigenen Kinder eher Bücher und praktische Sachen verschenkt, wie neue Bettwäsche oder schöne Stifte.

Natürlich kommt einem da erst mal das blanke Entsetzen hoch und man denkt an das Bügeleisen auf dem Gabentisch, aber ich fand ihre Argumentation absolut einleuchtend: Sie fand, dass es viel besser wäre, dem Kind ein neues Spielzeug zu schenken, wenn man bemerkt, dass gerade ein echtes Bedürfnis danach da ist oder das Kind einfach einen Entwicklungsschub gemacht hat und die vorhandenen Sachen uninteressant werden. Denn dann werden die Sachen auch wirklich geschätzt und benutzt. Natürlich sollte man nicht auf jeden Schrottwunsch eingehen, aber den Zeitpunkt, von großem auf kleines Lego umzusteigen, vielleicht nicht unbedingt am Geburtstag und Weihnachten festmachen. Seitdem verschenke ich an die Kinder auch eher nach diesem Prinzip und fahre damit eigentlich nicht schlecht.





Und warum zeigt sie dazu irgendwelches wirres Strickzeug? Äh, ja, ich wollte das kleine Töchterlein nämlich mit einer selbstgestrickten Mütze mit Pompoms auf dem Gabentisch überraschen, habe aber irgendwie den Kopfumfang falsch gemessen und die Mütze erst mal viel zu klein gestrickt. Hätte schlimmer kommen können, stellt Euch mal vor, ich hätte einen Strickmantel für Tochter Groß (aktuelle Körperlänge 1,80m) geplant und erst nach Fertigstellung des Rückenteils bemerkt, dass alles viel zu schmal geworden ist.





Wie haltet Ihr es mit der Schenkerei? Schenkt Ihr eher wenig oder gibt es Geschenke satt? Und lasst Ihr Euch vom Vorweihnachtstrubel eher stressen oder seid Ihr ganz gelassen?

xxx

Karin


Dienstag, 23. September 2014

It's knitting time



Ich weiß, ich ernte jetzt gleich einen Aufschrei des Entsetzens, aber ich mag Regenwetter. Natürlich nicht diesen fiesen, sich über Wochen hinziehenden Dauerregen, aber gerade zu dieser goldenen Jahreszeit passt mir so ein kleines Regenintermezzo zwischendrin ganz gut in den Kram. Nicht nur, weil man mal in Ruhe den Keller aufräumen kann ohne Angst zu haben, draußen den herrlichsten Sonnenschein zu verpassen. Sondern auch und vor allem, weil man sich so schön klischeehaft bei Kerzenschein mit einer Tasse Tee aufs Sofa werfen kann, um dort hemmungslos zu stricken.






Im Frühsommer habe ich ja eine Decke aus einem Seiden-Mohair-Gemisch gestrickt, die ich Euch hier schon einmal kurz vorgestellt habe. Aber ich kam mir teilweise schon reichlich dämlich vor, bei fast 30° unter einer riesigen Strickarbeit vergraben im Garten zu sitzen und schwitzend Maschen zu zählen. An alle meine Leserinnen aus dem Süden: Ja, wir hatten dieses Jahr auch einen Sommer, versucht euch mal zu erinnern, Anfang Juni war es echt mal brülleheiß. Als einmal unangekündigt eine Nachbarin vorbei kam, konnte man ihr deutlich ansehen, dass sie ernsthaft an meinem Verstand zweifelte. Neenee, Stricken ist Schlechtwettersache.






Und da es ja nun in letzter Zeit öfters so richtig grausig war, habe ich die ganz dicke Wolle wieder ausgepackt und endlich einen neuen Schwung Sternenkissen produziert.







Da die Strickerei so viel Spaß gemacht hat, mache ich jetzt noch ein paar Kissen in Jungsfarben, die dann alle zusammen in den Shop wandern werden. Auch wenn man bei mir durchaus den Eindruck gewinnen könnte, dass ich ausschließlich in rosa produziere, muss ich hier ganz vehement widersprechen. Ich kann auch Jungsfarben!






Und ihr so? Mögt ihr auch zwischendrin ein paar Regentage? Vielleicht sogar Regenspaziergänge?

xxx

Karin


Mittwoch, 25. Juni 2014

verstrickt und zugenäht



Hallo und guten Morgen meine Lieben, bei meinem letzten Sonntagsgruß habe ich ja schon von meinem aktuellen Strickprojekt gesprochen, das ich Euch natürlich nicht vorenthalten will. Wobei ich darum bitte, meine Wortwahl Projekt  besonders zu würdigen, das hört sich doch gleich viel bedeutender an als 'ich strick da gerade was'.





Vor einiger Zeit habe ich mir nämlich mal wieder ein Filati-Heft gekauft und sowas ist ja immer ein großer Fehler, weil einfach immer viel zu viele schöne Projekte (da! Schon wieder Projekte!) vorgestellt werden, und es geht ja nicht an, die Sachen immer nur im Heft zu bewundern. Und diese Decke mit Ajourmuster ging mir einfach nicht aus dem Kopf und was soll ich sagen? Letzte Woche kam ich zu gefährlich in die Nähe meines Lieblingswollgeschäfts und es ging einfach nicht mehr anders. 

Im Heft ist die Decke in einem kräftigen Curryton gestrickt, eine Farbe, die ich am Essen zwar liebe, auf dem Sofa aber nicht unbedingt haben will. Also habe ich mich für ein helles zitroniges Grün entschieden, schön sommerlich frisch. Jetzt muss ich mich bloß ranhalten, dass die Decke auch noch im Sommer fertig wird. Aber einen gewaltigen Vorteil hat die Strickerei ja gegenüber der Nähmaschine: Man kann es wunderbar bei einem Tässchen auf der Terrasse machen, oder abends vor der Glotze....




Außerdem habe ich zur Zeit noch ein anderes Real-Life-Projekt, nämlich die Aufrüstung meines Gartens, deswegen gibt es heute ein paar minimale Einblicke in den Garten. Ich gehöre ja nicht unbedingt zu den passionierten Gärtnern, offen gestanden sitze ich am Liebsten im Liegestuhl und stelle mir vor, wie alles sein könnte, wenn ich mich endlich mal aufraffen würde, mehr im Garten zu tun. Nun habe ich aber einige Freunde, die ganz gigantisch schöne Gärten haben und bei denen sitze ich irgendwie viel lieber auf der Terrasse als bei mir. Aber ich kann ja nicht ständig meinen Freundinnen auf die Nerven gehen.




Also habe ich mich in letzter Zeit an meinen freien Nachmittagen viel in Gärtnereien rumgetrieben, mich beraten lassen, was pflegeleicht und schneckenresistent ist und mir vor allem ganz viele Anregungen bei Euch geholt, bloggen ist einfach eine feine Sache.

Und dann wurde in den Ferien losgebuddelt, was das Zeug hält und ich gebe jetzt hier ganz offiziell zu, dass es mir sogar Spaß gemacht hat. Noch mehr Spaß hat mir allerdings der abendlich Hugo auf der Terrasse gemacht, jetzt eben mit wesentlich schönerem Ausblick als bisher. 




Wie siehts bei Euch aus? Gärtnert ihr gerne? Und hat jemand gute Pflanztipps für mich?

xxx

Karin




Dienstag, 13. Mai 2014

Neue Pompomkissen!


Hallo meine Lieben, jetzt habe ich am Sonntag doch glatt übersehen, dass Muttertag ist und einen komplett muttertagsfreien Gruß an Euch geschickt. Also wünsche ich hiermit nachträglich allen Mamas unter Euch einen schönen Muttertag, ich hoffe, ihr habt den Tag genossen und wurdet von Euren Lieben verwöhnt. Und obwohl ich ja selbst Mama bin, habe ich den Tag komplett verschwitzt. Herr Sohn schreibt heute Mathe-Abitur bitte Daumen drücken und die letzte Lernrunde stand einfach im Vordergrund. Und Tochter Klein hat heute Geburtstag und für die musste natürlich eine kleine Überraschung im Nähgemach gefertigt werden. Nebenher habe ich im Rahmen meines Stoffabbauprojekts endlich wieder neue Pompomkissen genäht.




Einen Teil der Geburtstagsgeschenke habe ich mir gleich mal für die Bilder gemopst. Wer schon länger bei mir liest, weiß, dass ich ein ganz großer Schleichtier-Fan bin. Also, ich spiele nicht damit ehrlich, aber sie stehen bei uns wirklich an allen Ecken und Enden als Deko rum. Oft muss ich mir deswegen erbitterte Kämpfe mit Tochter Klein liefern, weil sie nämlich wirklich damit spielt und natürlich gerade die Tiere, die ich dekorativ auf den Esstisch drapiere, für ihren aktuellen Bauernhof braucht. So habe ich zumindest immer einen Grund, neue Tiere zu kaufen und irgendwann haben wir vielleicht wirklich genug, damit sie für alle Familienmitglieder reichen.




Außerdem habe ich auch mal wieder ein neues Sternenkissen gestrickt. Ich liebe diese Kombination aus dicker Strickwolle und zartem Stoff.




Und nun muss ich noch schnell den Waffelteig anrühren. Wegen des Abitur-Ausnahmezustands haben wir den eigentlichen Kindergeburtstag auf übernächste Woche verlegt und heute kommt nur die beste Freundin samt Mama zum Tratschen Kaffee trinken Spielen. Gestern Abend habe ich noch gefühlte 100 Minigugl für den Kindergarten gebacken und in dem Zuge endlich mal wieder den Küchenschrank mit den Backzutaten, Müeslipackungen, Marmeladevorräten usw. ausgemistet und saubergemacht. Eigentlich habe ich nur im obersten Fach nach Zuckerperlen gesucht, aber das Chaos dort war mir dann doch zu gewaltig meine großen Kinder backen auch und haben eine andere Auffassung von Ordnung als ich, also habe ich kurzerhand den ganzen Schrank ausgeräumt und losgeputzt. Passiert Euch das auch öfter, dass Ihr eigentlich was ganz anderes vor hattet und Euch dann komplett in anderen Dingen verzettelt? Ich versuche ja wirklich immer, eine Sache nach der anderen konsequent durchzuziehen, aber in dem Fall konnte ich einfach nicht anders. Jetzt bin ich aber auch sowas von stolz, das endlich mal wieder gemacht zu haben, obwohl meine Backaktion dadurch um eine gute Stunde verlängert wurde und ich ziemlich spät ins Bett kam einen Hugo zur Belohnung musste ich mir natürlich auch noch gönnen, räusper.





Und ein kleines Geschenkchen habe ich mir auch gegönnt, und zwar bei meiner lieben Freundin Kathi vom Platzhirsch Holzkirchen. Ich wollte nämlich schon lange ein zweites Cookies-Glas haben. Man kann natürlich auch Kekse darin aufbewahren, aber als alter Woll- und Stoffjunkie hebe ich darin Wolle und Stoffherzen auf.




Euch allen einen sonnigen und weltallerschönsten Tag!

xxx

Karin


Pompom- und Sternenkissen hier *klick*

Donnerstag, 23. Januar 2014

Two in One


Mein armer Rechner war die letzten Tage sehr schwach und kränkelnd und da weder Suppe kochen noch Magen-Darm-Tee wirklich etwas brachten, habe ich doch noch den Onkel Doktor geholt, der dann auch schnell eine eindeutige Diagnose hatte: Fieser Computervirus. Aber ein gezielt verabreichtes Antibiotikum hat dann doch erstaunlich schnell Wirkung gezeigt und ich bin endlich wieder online. Es geht doch nichts über die Errungenschaften moderner Medizin.




Wenn ich dem kleinen Patienten gerade mal nicht vorlesen oder Suppe kochen musste, habe ich Kissenhüllen gestrickt. Dabei habe ich mich von dem Buch Shabby Strick, das ich Euch ja vor kurzem schon vorgestellt habe, inspirieren lassen.


 


Für die Vorderseiten habe ich eine sehr dicke Baumwolle genommen und einfach Quadrate in glatt rechts gestrickt. Dann mit der Nähmaschine Herzen und Sterne drauf appliziert. Es war zwar nicht gerade einfach, die dicke Wolle unter das Nähmaschinenfüßchen zu bekommen, aber dann ging es eigentlich sehr einfach.




Für die Rückseite habe ich einfachen gepunkteten Baumwollstoff genommen. Auch hier war das Schwierigste, das voluminöse Strickstück unters Füßchen zu bekommen, genäht war es dann ganz schnell.




Und da ich endlich wieder online bin, muss ich jetzt mal mein Outlook-Fach öffnen, ein Moment, den ich schon den ganzen Tag hinauszögere. Und dann muss ich mich mit der Grauschleier-Problematik auseinandersetzen, die leider auch ich seit der Genesung des Rechners habe. UND DANN kann ich mir endlich mal wieder eine Blogrunde gönnen. Ich freu mich schon auf Euch!

xoxo

Karin



Samstag, 9. November 2013

Kleine Strickerei


Nachdem ich gestern Vormittag gearbeitet, nachmittags gefühlte fünf Tonnen Laub im Garten zusammengerecht, weggefahren und einen Großeinkauf erledigt habe, gönnte ich mir am Abend eine kleine Entspannungsstrickerei. Es wurden die zuckersüßen Eulenstulpen aus der aktuellen Mollie Makes, ehrlich gesagt ist erst eine fertig, man soll ja nichts überstürzen.




Das Muster ist total einfach und eigentlich sind sie blitzschnell gestrickt. Als Augen habe ich statt Knöpfen dicke Perlen genommen.




Bloß habe ich leider statt der in der Anleitung empfohlenen Wolle für Sechsernadeln eine für 4,5er-Nadeln genommen, jetzt sind sie etwas schmal geworden. Naja, dann habe ich zumindest schon ein Weihnachtsgeschenk für eine meiner Freundinnentöchter.


Ein schön faules Wochenende wünscht Euch
 
Karin