Hallo meine Lieben und erst mal sahnigen Dank an euch für die netten Anregungen, wie man noch mehr unsinnige Posttitel mit S machen kann, wartet mal auf nächsten Sonntag! Tja, und der Sonntag gestern... war leider gar nicht so sonnig und warm, wie erhofft, hier war's eher durchwachsen und vor allem s...kalt. Und was kann Frau da schon anderes machen, als in der Küche ein paar seelentröstende Kalorienbomben produzieren? Am Samstag gab es einen kurzen Fahrradausflug mit Tochter Groß in die Innenstadt, wo wir im allerherrlichsten Café Schneewittchen (unbedingt mal hingehen!) einen noch herrlicheren Heidelbeerkuchen aßen. Und da ich gestern so richtig in Backlaune war, habe ich gleich mal versucht, den nachzubacken.
Für den Mürbteig braucht man:
240g Mehl
60g Puderzucker
150g kalte Butter
1 ausgekratzte Vanilleschote bzw. 1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 Schuss Sahne
Alle Zutaten möglichst schnell verkneten, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern. Wer sich über die Sahne im Mürbteig wundert: Ich habe festgestellt, dass der Teig durch die Zugabe von Sahne einfach noch ein wenig mürber wird, was ich gerade zu solchen Kuchen oder klassischen Tartes sehr gerne mag. Sollte jemand den klassischen, etwas härteren Mürbteig bevorzugen, einfach die Sahne weglassen.
Für die Füllung braucht man:
300g Schmand
3 Eier
noch eine ausgekratzte Vanilleschote
1-2 TL Zucker
500g Heidelbeeren, können ruhig TK sein
Zucker
Den Schmand mit den Eiern und der Vanille verrühren, nach Geschmack Zucker zugeben. Ich habe hier absichtlich eine ungenaue Zuckermenge angegeben, da ich das immer frei nach Schnauze mache und manchmal mehr und manchmal weniger süße Tage habe, geht es euch auch so? Wer will, kann noch ein wenig abgeriebene Zitronenschale dazu tun. Die Heidelbeeren in Zucker wälzen.
Eine kleine Springform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. Den Mürbteig auf dem Boden verteilen und an den Rändern leicht nach oben drücken. Da ich mit Nudelhölzern auf Kriegsfuß stehe, teile ich den Teigbatzen immer in mehrere kleine Teile, die ich dann in die Form drücke. Sieht zwar nicht ganz so perfekt aus wie ausgerollter Teig, aber unter der Füllung bemerkt das ja niemand.
Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Heidelbeeren darauf verteilen. Dann noch den Schmand darüber gießen und ab in den Ofen bei 180°. Backzeiten gebe ich immer sehr ungerne an, da jeder Backofen anders ist, bei mir hat er ca. 40 Minuten gebraucht. Danach noch gut auskühlen lassen!
Leider habe ich heute nicht besonders viele Bilder vom Kuchen, in meiner Familie überlebt ein Kuchen selten die ersten 10 Minuten, nachdem er aus dem Backofen gekommen ist. Gestern gaben sie mir ganze zwei Minuten, um den Kuchen abzulichten, die Armen hatten nämlich gerade erst eine Stunde davor ihr Mittagsmahl beendet und der Hunger war schon wieder sooo groß, da muss man schon Verständnis haben, oder? Vielleicht sollte ich ab sofort nur noch heimlich backen....
Euch allen einen wunderschönen Wochenstart, es soll warm werden!
xxx
Karin



























