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Montag, 16. März 2015

Let's start the week with.... cake!! Heidelbeer-Schmandkuchen, gut für Leib und Seele


Hallo meine Lieben und erst mal sahnigen Dank an euch für die netten Anregungen, wie man noch mehr unsinnige Posttitel mit S machen kann, wartet mal auf nächsten Sonntag! Tja, und der Sonntag gestern... war leider gar nicht so sonnig und warm, wie erhofft, hier war's eher durchwachsen und vor allem s...kalt. Und was kann  Frau da schon anderes machen, als in der Küche ein paar seelentröstende Kalorienbomben produzieren? Am Samstag gab es einen kurzen Fahrradausflug mit Tochter Groß in die Innenstadt, wo wir im allerherrlichsten Café Schneewittchen (unbedingt mal hingehen!) einen noch herrlicheren Heidelbeerkuchen aßen. Und da ich gestern so richtig in Backlaune war, habe ich gleich mal versucht, den nachzubacken.





Für den Mürbteig braucht man:
240g Mehl
60g Puderzucker
150g kalte Butter
1 ausgekratzte Vanilleschote bzw. 1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 Schuss Sahne

Alle Zutaten möglichst schnell verkneten, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern. Wer sich über die Sahne im Mürbteig wundert: Ich habe festgestellt, dass der Teig durch die Zugabe von Sahne einfach noch ein wenig mürber wird, was ich gerade zu solchen Kuchen oder klassischen Tartes sehr gerne mag. Sollte jemand den klassischen, etwas härteren Mürbteig bevorzugen, einfach die Sahne weglassen.






Für die Füllung braucht man:

300g Schmand
3 Eier
noch eine ausgekratzte Vanilleschote
1-2 TL Zucker

500g Heidelbeeren, können ruhig TK sein
Zucker

Den Schmand mit den Eiern und der Vanille verrühren, nach Geschmack Zucker zugeben. Ich habe hier absichtlich eine ungenaue Zuckermenge angegeben, da ich das immer frei nach Schnauze mache und manchmal mehr und manchmal weniger süße Tage habe, geht es euch auch so? Wer will, kann noch ein wenig abgeriebene Zitronenschale dazu tun. Die Heidelbeeren in Zucker wälzen.






Eine kleine Springform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. Den Mürbteig auf dem Boden verteilen und an den Rändern leicht nach oben drücken. Da ich mit Nudelhölzern auf Kriegsfuß stehe, teile ich den Teigbatzen immer in mehrere kleine Teile, die ich dann in die Form drücke. Sieht zwar nicht ganz so perfekt aus wie ausgerollter Teig, aber unter der Füllung bemerkt das ja niemand.

Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Heidelbeeren darauf verteilen. Dann noch den Schmand darüber gießen und ab in den Ofen bei 180°. Backzeiten gebe ich immer sehr ungerne an, da jeder Backofen anders ist, bei mir hat er ca. 40 Minuten gebraucht. Danach noch gut auskühlen lassen!





Leider habe ich heute nicht besonders viele Bilder vom Kuchen, in meiner Familie überlebt ein Kuchen selten die ersten 10 Minuten, nachdem er aus dem Backofen gekommen ist. Gestern gaben sie mir ganze zwei Minuten, um den Kuchen abzulichten, die Armen hatten nämlich gerade erst eine Stunde davor ihr Mittagsmahl beendet und der Hunger war schon wieder sooo groß, da muss man schon Verständnis haben, oder? Vielleicht sollte ich ab sofort nur noch heimlich backen....

Euch allen einen wunderschönen Wochenstart, es soll warm werden!

xxx

Karin


Montag, 19. Januar 2015

Echter Kuchen für ganze Kerle


Hallo meine Lieben, pünktlich zum Wochenbeginn strahlt heute die Sonne vom Himmel, dass es eine wahre Freude ist, das bayrische Voralpenland glitzert unter einer zuckrigen Schneedecke und ich muss gleich zur Arbeit.....

Deswegen heute nur ein ganz kleiner Minipost mit dem weltbesten aller Schokoladenkuchenrezepte. Am Wochenende hatte mein Mann Geburtstag und für richtige Kerle geht natürlich kein so Mädchenkuchen mit Zuckerguß und Liebesperlen, da muss schon was anderes her, so ein richtig erwachsener Kuchen eben. Bei solchen Gelegenheiten mache ich gerne einen klassischen französischen Gâteau au Chocolat, der nach meinem Rezept einfacher geht, als man denkt und einfach nur göttlich schmeckt.







Dazu braucht man

230g dunkle Schokolade
4 Eier
50g Zucker
60g Mehl
50ml Milch
100g Crème fraîche
160g Butter

Den Backofen auf 150° Umluft vorheizen. Die Eier trennen und das Eiweiß anderweitig verwenden. Die Eigelbe mit dem Zucker schön luftig weiß aufschlagen, wenn eine schön cremige Masse entstanden ist, das Mehl einrühren. In einem Topf die Milch zusammen mit der Butter und der Crème fraîche kurz aufkochen, von der Flamme nehmen und die Schokolade darin auflösen, dann die Masse mit dem Schneebesen ebenfalls schön cremig aufschlagen. Die Schokomasse unter die Eigelbmasse heben und alles in eine gut gebutterte kleine Springform füllen.

Mit der Angabe von Backzeiten tue ich mich immer schwer, da jeder Backofen anders ist. Bei mir braucht der Kuchen immer ca. 20 Minuten. Am besten, ihr macht eine Stäbchenprobe. Ich mag den Kuchen am liebsten, wenn er innen noch feucht ist, deswegen darf ruhig noch was hängenbleiben. Dann den Kuchen in der Form gut auskühlen lassen und vorsichtig aus der Form lösen, das ist immer das Allerschwierigste an der ganzen Unternehmung :)

Ich verwende zum Backen gerne hochwertige Schokolade, weil sie einfach auch im Kuchen um Klassen besser schmeckt als Blockschokolade. Mein Backfavorit ist dabei die 70%ige Edelbitter von Gepa. Damit es nicht ganz so herb schmeckt, mische ich gerne noch ein wenig 55%ige dazu.

Ganz sensationell passt übrigens eine säuerliche Fruchtsauce zum Kuchen, auf ambitionierten Speisekarten würde das wohl Fruchtspiegel heißen. Meine Lieblingsmischung ist dabei eine sehr reife Mango mit Himbeeren, die ich einfach zusammen püriere. Am Wochenende habe ich aber leider eine zu reife Mango erwischt, die innen einfach nur noch braun war, deswegen gabs nur eine paar schnöde TK-Himbeeren dazu....

Und da ich gerade feststelle, dass das nun doch alles textlastiger wurde als geplant und ich leider nur ein einziges Bildchen vom Kuchen gemacht habe, gibts jetzt noch ein kleines Stückchen Glück für euch, kann man immer mal brauchen.






Einen schönen Wochenstart euch allen, macht es gut!

xxx

Karin



Ich habe mal wieder mit der Grauschleierproblematik zu kämpfen. Welches Häkchen muss man da noch mal rausnehmen? Hilfe!

Dienstag, 2. Dezember 2014

I'm dreaming of a pink christmas...


Hallo meine Lieben, eigentlich ist es ja ein Wunder, dass ich überhaupt zum Posten komme, versinke ich doch im Plätzchenteig, weil ich natürlich alle Eure Rezepte ausprobieren muss.... Spaß beiseite, ich danke Euch allen sehr herzlich für die vielen lieben Plätzchentipps, und hoffe, damit endlich eine Ära einläuten zu können, in der auch ich genießbares Weihnachtsgebäck produziere.

Obwohl ich ja am Sonntag schon wieder ein niederschmetterndes Erlebnis hatte: Letzte Woche habe ich bei einer Freundin ganz außergewöhnlich köstliche Plätzchen gegessen und sie natürlich gleich nach dem Rezept gefragt. Meine Plätzchen nach dem selben Rezept waren dann die schiere Katastrophe, hart, häßlich, nach nichts schmeckend. Da ich meiner Freundin jetzt mal nicht unterstelle, dass sie mir ein falsches Rezept gegeben hat, vermute ich bei mir mittlerweile schon fast eine Art psychologische Blockade in puncto Plätzchenbacken, Kuchen kann ich wie gesagt richtig gut bilde ich mir zumindest ein. Vielleicht befolge ich einfach ab sofort den Rat von Astrid und überlasse die Weihnachtsbäckerei einfach den Herren des Hauses.






Nicht ganz so dämlich habe ich mich dafür beim Bestücken der Adventskalender und Gestalten des Kranzes angestellt, obwohl mir beim Kranz dieses Jahr etwas arg und eigentlich komplett ungewollt die pinkfarbenen Gäule durchgegangen sind. Ich mache schon seit einigen Jahren keinen Adventskranz mit Zweigen mehr, das hat einen ganz einfachen Grund: Wir legen den Kranz je nach Lust und Laune mal hierhin, mal dorthin, und da er mit zunehmenden Alter immer schlimmer nadelt, müsste ich bei jeder Umparkaktion gleich den Staubsauger mit auspacken. Also ist es seit ein paar Jahren ein Tablett oder ein schöner Teller, auf dem alles dekoriert wird. Und da ich ja eher zu den schlichten Gemütern zähle, finde ich vier Kerzen in einem Meer von kleinen Kugeln sehr schön.

Die letzten beiden Jahre waren wir da sehr in der Lila- und Rot-Richtung unterwegs, dieses Jahr war mir nach einem lichten und hellen Kranz, also habe ich bei D*pt vier große weiße Kerzen gekauft. Zu den vorhandenen silbernen Kugeln kamen noch ein paar weiße und durchsichtige dazu und ich weiß immer noch nicht wie, mir sind dann noch ein paar pinkfarbene in den Einkaufskorb gerutscht. Um die Kerzen wurde dann noch übrig gebliebenes Häkelgarn in Neonpink gewickelt und fertig war die Sache.






Ja, und die Adventskalender. Während der Herr Sohn weiterhin mit Schokolade satt zufrieden ist, mache ich für die Töchter gerne Säckchen mit kleinen Überraschungen. Oder wie in diesem Jahr Butterbrottüten, auf die ich aus Geschenkpapier ausgeschnittene Sterne und Tannen geklebt habe, die Zahlen wurden dann einfach drauf gestempelt.

Für Mädchen gibt es da natürlich gigantische Möglichkeiten, was man so alles reinfüllen kann, Haarspangen und -gummis, Nagellack, kleine Notizblocks, schöne Radiergummis, Stempel, Stifte, Buttons, Masking Tape. Ehrlich, ich liebe es immer, Kleinigkeiten für die Adventskalender zusammen zu sammeln. Meistens ist es wirklich nur Kleinkram, den ich reintue (Tipp: in Parfümerien nach Proben fragen), aber die Emergency Crown, die ich im Dopplershop gefunden habe, wollte ich Euch doch nicht vorenthalten. Die war zwar etwas teuer für eine Adventskalenderüberraschung, aber am Morgen der gefürchteten Lateinschulaufgabe darf die schon mal sein, oder? Motiviert meiner Meinung nach mehr als um 7 Uhr morgens nochmal die wichtigsten Vokabeln abfragen, siehe mein Post letzte Woche.

Außerdem wollte ich hier unbedingt noch ein paar Nebelbilder einbauen. Eigentlich wohnen wir hier in einer Ecke, die mit ganzjährigem Sonnenschein gesegnet ist, aber nun hatten wir eine Woche lang Nebel satt. Mein täglicher Radweg in die Stadt war zwar eine echte Qual, ich bilde mir wirklich ein, dass der Luftwiderstand stärker war als sonst oder ich einfach nur mäßig fit?, aber so eine dicke Nebelsuppe ist natürlich ein absoluter Fotografentraum, da wird selbst die profanste Landstraße zur Dramakulisse. Leider musste ich jeden Tag ziemlich lange arbeiten, so dass es zum Fotografieren meistens zu dunkel war, aber ein paar Bildchen konnte ich doch machen.






Und eigentlich wollte ich das Ganze schon letzte Woche posten, aber dann kam ständig was dazwischen und ich habe es erst jetzt geschafft, die Bilder zu sortieren. Und wie siehts bei Euch aus? Seid ihr schon extremst im Weihnachtsstress oder noch ganz entspannt?

xxx

Karin



Freitag, 19. September 2014

Ein Leben ohne Kuchen....


... ist möglich, aber sinnlos. Und da ich diesen Spruch nur unterschreiben kann, gibt es bei uns neuerdings täglich Kuchen. Naja, ganz so heftig ist es dann doch nicht, aber so eine neue Küche mit neuem Backofen weckt dann doch bisher ungeahnte Kochlaunen in mir. Da die Küche nun den Platz bekommen hat, der eigentlich jeder Küche zusteht, nämlich den schönsten Platz im Haus an der Südseite, backe ich ständig irgendwelche Kuchen und andere kleine Naschereien. Und als ob sie es geahnt hätte, hat mir eine liebe Nachbarin gestern einen Riesenkorb Zwetschgen vor die Tür gestellt, ganz frisch geerntet. Da ich den klassischen Zwetschgendatschi (heißt der eigentlich überall so oder nur hier in Bayern?) mit Hefeteig nicht so sehr mag, wurden die süßen Früchtchen in einen saftigen Rührteig versenkt.




Für eine kleine Springform bzw. 6 kleine Weckgläschen brauche ich

150g Butter
150g braunen Zucker
4 Eier
2 großzügige EL Vanillejoghurt
150g Mehl
1 Prise Salz





Den Backofen auf 180° vorheizen. Die Eier trennen und die Eiweiße mit einer Prise Salz steif schlagen. Die Butter zunächst kurz cremig aufschlagen, dann zusammen mit den Eigelben, dem Zucker und dem Joghurt zu einer weichen Masse schlagen und ruhig ein paar Minuten kräftig rühren, deswegen heißt das ja auch Rührteig. Dann zügig das Mehl und danach den Eischnee unterheben und fertig ist der Teig.

Entweder in eine kleine gebutterte Springform füllen oder auf 6 kleine Weckgläser verteilen. So viele Zwetschgen wie möglich hineindrücken und dann noch eine ordentlich dicke Schicht braunen Zucker darüberstreuen (bei Kuchen muss man unvernünftig sein, finde ich).

Die Springform habe ich ca. 35 Minuten gebacken, die Gläser waren nach knapp 30 Minuten fertig. Aber da jeder Backofen anders ist, macht einfach die Stäbchenprobe. Ich mag Kuchen gerne innen noch ein wenig feucht, die Liebhaber gut durchgebackener Kuchen sollten die Backzeit also dementsprechend verlängern.






Außerdem wollte ich mich noch mal bei euch allen bedanken, dass ihr nach so langer Abwesenheit so zahlreich bei mir gelesen und mich so herzlich begrüßt habt. Nach einer langen Blogpause macht man sich natürlich so seine Gedanken, ob sich überhaupt noch jemand erinnert, deswegen haben mich Eure lieben Kommentare umso mehr gefreut. Und ja, ich habe Euch wirklich auch alle vermisst und muss die nächsten Tage ganz viel bei Euch lesen. Es ist schon seltsam, wie einem die Bloggerwelt ans Herz wächst.






Aber heute scheint die Sonne, was ja hier in München zur Rarität geworden ist, deswegen gehts jetzt erst mal ab aufs Blumenfeld, wo ich mir einen dicken Herbststrauß hole. Euch allen einen schönen sonnigen Freitag und ein ebensolches Wochenende!

xxx

Karin


Donnerstag, 27. März 2014

Trifle oder was mache ich mit dem misslungenen Kuchen?


Hallo meine Lieben, heute zeige ich Euch endlich, was ich mit dem misslungenen Geburtstagskuchen für Tochter Groß angefangen habe. Und auch wenn man beim regelmäßigen Lesen bei mir fast den Eindruck gewinnen könnte, dass ich Backwerk grundsätzlich erst beim zweiten oder dritten Anlauf hinbekomme: Das stimmt gar nicht, Leute!




Das Unglück mit dem Geburtstagskuchen kam so: Als der Kuchen gerade in der heißen Phase im Backofen war, klingelte das Telefon, und leider leider (was heißt leider? Die Freude war gigantisch!) war eine meiner ganz großen Herzensfreundinnen dran, die in einer anderen Stadt wohnt und die ich leider nur sehr selten sehe. Ihr ahnt es schon, die Gugl im Ofen waren kurzfristig vergessen, und als ich sie dann doch schnell aus dem Ofen zog, hatten sie sich schon derart in der Form festgebacken, dass ich sie nur noch als Brösel aus der Form bekam.

Da ich Tochter Groß schlecht einen Teller voller zerbrochener Kuchenstücke zum Geburtstag kredenzen kann weiblicheTeenies reagieren da mitunter äußerst hysterisch, habe ich kurzerhand einen zweiten Kuchen gebacken. Aber ich bringe es dann doch nicht über mich, einen ganzen Kuchen einfach wegzuwerfen, nur weil er zerbrochen ist. Also gabs nicht nur einen Geburtstagskuchen, sondern auch ein Geburtstagstrifle.





Trifle hat ja den großen Vorteil, dass man es in unzähligen Variationen machen kann, die relativ klassische englische Variante geht mit Schichten aus Bisquit, geschlagener Sahne und Beeren. Ganz Faule können einfach einen fertigen Tortenboden kaufen und zerbröseln oder Löffelbisquits verwenden, ich finde aber, dass gerade ein selbstgebackener Boden mit weißer Schokolade einen tollen Kontrast zu den säuerlichen Beeren abgibt. Das Rezept habe ich Euch ja schon hier vorgestellt. Für den Trifle (oder heißt es das Trifle? Vielleicht sogar die Trifle? Keine Ahnung...) im Bild habe ich statt geschmolzener Schokolade und Ingwer die abgeriebene Schale von zwei Zitronen mit in den Teig gerührt.




Schlagsahne allein ist natürlich auch ein wenig langweilig, ich vermische die Sahne immer mit ein wenig Quark oder Joghurt und rühre noch ein Päckchen Vanillezucker mit ein. Noch besser wirds natürlich mit einer ausgekratzten Vanilleschote.




Da die Jahreszeit noch nichts anderes hergibt, gabs diesmal schnöde Tiefkühlbeeren. Ganz gigantisch ist natürlich die Variante mit frischen Erdbeeren. Zwei meiner persönlichen Favoriten sind im Sommer reife weiße Pfirsiche und Mango mit Passionsfrucht. Wichtig ist eigentlich nur, möglichst saftiges und reifes Obst zu verwenden, damit der Bisquit sich ein wenig vollsaugen kann. Man kann das Ganze natürlich auch in einer alkoholischen Version herstellen. Ihr seht schon, die Variationsmöglichkeiten sind unendlich.




Und da wir hier heute endlich mal wieder Temperaturen in erträglichem Maße haben und noch dazu die Sonne scheint, gibts später ein kleines Triflepäuschen im Garten. Mmmmmh.

xxx

Karin


Mittwoch, 12. März 2014

Minigugl & die Frage, wie ich meinen Urlaub verbringen will


Hallo meine lieben alten und neuen Leser, erst einmal vielen Dank, dass Ihr auch während meiner Abwesenheit weiter bei mir gelesen habt und auch noch den einen oder anderen lieben Kommentar da gelassen habt. Es ist eine Freude, aus dem Urlaub heimzukehren und zu sehen, dass man nicht komplett vergessen wurde. Danke, Ihr seid die Besten!

Aus meiner Skiwoche komme ich mit eher gemischten Gefühlen zurück. Das Skifahren war zwar wirklich toll, aber braucht man wirklich einen künstlich angelegten Erlebnisparcours für Kinder am Berg, mit sprechenden Plastiktieren und einer Filmvorführung? Braucht man einen (zugegeben architektonisch sehr interessanten) futuristischen Glasklotz inmitten einer an sich schon atemberaubend schönen hochalpinen Ebene, in dem Sternemenues serviert werden? Braucht man eine Gondel, in der ein Hörspiel über Bergtiere losgeht, sobald man eingestiegen ist, und das auch noch in zwei Sprachen? Vielleicht bin ich da ein wenig altmodisch, aber ich brauche das alles nicht. In den Bergen suche ich vor allem die Natur, die gute Luft und ja, die Stille.

Das alles hatte ich letzte Woche eher nicht, aber wie gesagt, das Skifahren war trotzdem gigantisch, nächstes Mal geht's woanders hin und Schwamm drüber. Und um keine schlechte Stimmung aufkommen zu lassen gibt's jetzt erstmal ein buntes Bildchen.






Am Tag vor der Abfahrt hatte Tochter Groß Geburtstag und ich wollte ihr eine Ladung Minigugl backen. Extra zu diesem Zwecke habe ich einen gut sortierten Haushaltswarenladen in der Münchner Innenstadt aufgesucht, um eine Miniguglform zu erstehen. Ich sag jetzt mal lieber nicht, wie viel ich dafür gezahlt habe, aber Anfang dieser Woche hätte ich mir dann doch die Haare ausreißen können, als ich im Supermarkt bei einem bekannten deutschen Kaffeeanbieter die fast identische Form für ca. ein Drittel des Preises gesehen habe. Grrrrr.




Gebacken habe ich die Gugl dann mit einem leicht abgewandelten Rezept von Leila Lindholm, die eines meiner absoluten Back- und Stylingidole ist. Mein Lieblingsbackbuch von ihr ist inzwischen schon so verschmiert und abgegriffen, dass ich es fast noch einmal kaufen müsste. Für ca. 30 Minigugl braucht man

3 Eier
150g Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
50g geschmolzene Butter
100ml Milch
200g Mehl
2TL Backpulver
1 Prise Salz
150g geschmolzene weiße Schokolade
abgeriebene Schale und Saft einer Limette

Die Eier, den Zucker & Vanillezucker sehr cremig schlagen, die geschmolzene Butter mit der Milch verrühren und untermengen. Dann schnell das Mehl mit dem Backpulver und der Prise Salz einrühren und zum Schluss kommen noch die Schokolade, Limettensaft und -Schale dazu. Die Guglformen bis ca. zur Hälfte befüllen und bei 170° Umluft backen. Da jeder Backofen anders ist, immer wieder die Stäbchenprobe machen.

Ganz genial schmeckt übrigens auch die Variante mit weißer Schokolade und Ingwer. Dafür die Limette durch ein nicht ganz daumengroßes Stück geriebenen Ingwer ersetzen.




Aber ich wäre natürlich nicht ich, wenn mir beim Backen nicht erst einmal ein böses Missgeschick passiert wäre. Deswegen musste ich die Gugl zweimal backen und konnte so auch noch die Variante mit Ingwer ausprobieren. Also hat doch alles auch seine guten Seiten, oder? Was ich mit den misslungenen ersten Gugln angestellt habe, zeige ich Euch in nächster Zeit.




Außerdem habe ich auch noch gewonnen, nämlich bei Tanja von Ideenreich. Ich habe mich so gefreut, nicht nur, weil ich ein großer Fan von Tanjas Blog bin, sondern auch, weil es ein wirklich toller Gewinn ist. Ich mache eigentlich nur bei Verlosungen mit, bei denen es Sachen gibt, die ich wirklich gerne hätte. Und die unglaublich wohlriechenden und noch dazu wunderschönen Duftkerzen von Zeitgeist Living (absolut empfehlenswerter Onlineshop übrigens, schlimme Geldbeutelfalle) haben mir auf Anhieb gefallen. Was hab ich mich gefreut, als die auch noch von Tonja liebevoll verpackten Kerzen hier ankamen. Bilder davon gibt's in nächster Zeit!




So, nun aber genug für heute, ich genieße heute Nachmittag das schöne Wetter und pflanze ein paar Frühjahrsblümchen in meine noch verwaisten Töpfe. Habt Ihr auch so herrlichen Sonnenschein?

xxx

Karin


Dienstag, 11. Februar 2014

Geht doch - gelungene Kekse & ein Loblied auf den Kindergarten


Hallo meine Lieben, ich hoffe, Ihr hattet alle einen schönen Wochenstart. Ich war gestern so schwungvoll, dass ich mich abends mal wieder an einen neuen Versuch gestempelter Kekse gewagt habe. Ich backe eigentlich ganz gerne, aber mit Keksen stand ich schon immer auf Kriegsfuß, weswegen ich die Weihnachtsbäckerei inzwischen auch lieber meinen Kindern überlasse, wofür hat man sie denn? Dass ich aber nicht in der Lage war, halbwegs ansehnliche und vielleicht auch noch wohlschmeckende Stempelkekse auf die Reihe zu bringen, hat mich dann doch gewurmt. Aber wozu hat man denn die Bloggerwelt, da finden sich ja Rezepte in Hülle und Fülle und auch genügend Tipps für Keksbackversager wie mich.




Erfolgreich war ich schließlich mit diesem Rezept:

250g Butter
1 Ei
150g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
400g Mehl
2TL Backpulver
1 Prise Salz
abgeriebene Schale und ein wenig Saft einer Zitrone

Wie man einen Mürbteig zusammenknetet, muss ich ja nicht extra erklären, danach den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, ca. 5mm dick ausrollen und stempeln/ausstechen. Ich habe sie bei 190° Umluft ca. 12 Minuten gebacken, aber jeder Backofen ist anders, probiert es einfach aus. Die ganzen Unfälle, die mir noch auf dem Weg zu den fertigen Keksen passiert sind, sind schon fast einen eigenen Post wert, aber das lassen wir heute lieber.




Bei meinem letzten (Beinahe-)Kekspost habe ich mir ja großartig ausgemalt, wie ich meine Kollegen mit den Keksen beglücke, aber diesmal beschenke ich doch lieber meine größten Heldinnen des Alltags damit, nämlich die Kindergärtnerinnen meiner Jüngsten.

Gute Kindergärtnerinnen sind für mich die wahren Stützen unserer Gesellschaft und ich halte es für eine Schande, dass ihr Beruf so wenig anerkannt ist und auch dementsprechend schlecht entlohnt wird. Sie machen so viel mehr als Nasen putzen und Pflaster auf aufgeschlagene Knie kleben. Mit meinen drei Kindern habe ich drei verschiedene Kindergärten erlebt und vor allem gesehen, wie sehr sich ein guter von einem schlechten Kindergarten unterscheidet und auch, wie positiv sich das Wirken einer engagierten Kindergärtnerin auf die Schullaufbahn auswirkt.

Und da meine Jüngste mit großer Begeisterung einen unglaublich guten Kindergarten besucht, mache ich ihren Kindergärtnerinnen gerne ab und zu eine kleine Freude. Und der Vorleseoma, einmal die Woche kommt nämlich eine silberhaarige alte Dame und liest den Kleinen vor, einfach so, ist das nicht süß?




So, und jetzt werden Kekse verpackt.

xxx

Karin