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Sonntag, 28. Februar 2016

Sonntagstraum hoch überm Tegernsee - Ausflugstipp



Huhu, es ist wirklich mal wieder Zeit für einen kleinen Sonntagsgruß, heute mit mächtigem Muskelkater in den Beinen, das kommt davon, wenn man um vier Uhr Nachmittags noch beschließt, auf einen Berg zu steigen und dann im Stechschritt gehen muss, um nicht komplett in die Dunkelheit zu geraten.
Bergsteigen ist jetzt allerdings für meine gestrige Unternehmung ein sehr großartiger Ausdruck, eigentlich ist es ein besserer Bergspaziergang und da er im Tegernseer Tal war, wo sich ja doch mal der eine oder andere Reisende hin verirrt, lege ich ihn euch als Ausflugstipp sehr ans Herz. Wir waren recht spontan noch auf der Aueralm über Bad Wiessee.

Man nimmt mit dem Auto von Gmund kommend am Ortsende von Wiessee die Abzweigung nach rechts zum Sonnbichl. Für die ganz gemütliche Wandervariante nimmt man nicht den unteren Wanderparkplatz, sondern fährt die Straße rechts hinauf ganz bis ans Ende zum Wanderparkplatz Sonnbichl. Dort geht man am Ende des Parkplatzes einfach der Beschilderung zur Aueralm nach. Es geht über eine mäßig ansteigende Forststraße am Bach entlang in einer guten Stunde rauf zur Aueralm, das allerletzte Stückchen geht man einfach den Hügel hoch. Der Weg rauf ist eher ein gemütlicher Spaziergang als anspruchsvolle Bergtour und für wirklich jeden zu schaffen, dafür wird man oben mit grandiosem Bergfeeling abseits von Liftrummel belohnt. Und die Kuchen auf der Aueralm lohnen den Weg allemal. Wem es danach noch in den Füßen juckt, der kann noch weiter auf den Fockenstein gehen und ein kleines Gipfelglück genießen oder über den Höhenweg Bad Wiessee in einer großen Schleife zurückgehen.
Für Kinder, die ja nicht so gerne über Forststraßen gehen, ist der Aufstieg über den Sonnbichl geeigneter, einem der Skihänge meiner Kindheit. Der ist zwar etwas steiler, dafür ist man dann auch schneller oben :)))
Ganz besonders liebe ich die Wanderung im Winter, im Sommer kann es da oben nämlich ganz schon voll werden. Im Winter trifft man nur einige wenige Wanderer und bekommt auf der Hütte garantiert einen Tisch am warmen Kachelofen.






So, und nun wird Kuchen gebacken, hier gibt es heute nämlich einen Geburtstag zu feiern. 
Und ihr so?

xxx

Karin



Dienstag, 23. Juni 2015

be Gipsy oder warum ich Second Hand liebe



Ich habe euch ja schon vorgewarnt, dass ich in nächster Zeit ein paar meiner Lieblingsläden in München vorstellen will, und da ich aus euren Kommentaren eine gewisse Zustimmung heraushören konnte, geht's heute einfach munter weiter in der Reihe. Und leider ist es wieder ein Laden ohne Onlineshop, warum, liegt hier allerdings auf der Hand - es ist ein Second-Hand-Laden. Und zwar nicht irgendeine miefige dunkle Bude in der man Tante Elfriedes aufgetragene Faltenröcke bekommt, sondern der allerschönste allerglücklichmachenste Second Hand, den ich kenne - be Gipsy in der Maxvorstadt.







Dass ich eine große Schwäche für Second Hand habe, habe ich euch hier schon mal berichtet, und jetzt rücke ich auch noch damit raus, dass ich eigentlich ein ziemliches Fashion Victim bin. Schon als Kind habe ich mich gerne besonders angezogen und je älter ich wurde, desto schlimmer wurde das. Und da ich bis heute weder den entsprechenden Geldbeutel habe noch wirklich willens bin, Unsummen für teure Designermode auszugeben obwohl ich die natürlich am Tollsten finde, war Second Hand eigentlich die logische Konsequenz. Um eins gleich mal vorwegzunehmen: wer sich bestimmte Looks nachkaufen will und immer auf der Suche nach was ganz bestimmten ist, ist in solchen Läden fehl am Platz. Hier geht man eher rein, um nur mal so zu schauen und kommt dann ganz versehentlich mit einer Riesentüte voller seeligmachender Wahnsinnschnäppchen wieder raus.






Und von all den wunderschönen Second Hands, die ich in München kenne, ist be Gipsy einfach der allerschönste - hell, weiß, großzügig, die Sachen wunderschön nach Farben geordnet, offen gestanden dachte ich lange im Vorbeigehen, dass das ein wahnsinnig teurer Designerladen ist, den ich mir eh nicht leisten kann. Und irgendwann dachte ich mir, dass man ja wenigstens mal schauen kann, hach, war das eine Überraschung.






Am Allererstaunlichsten finde ich ja, dass Dani, die Betreiberin, ganz im Gegensatz zu mir am Liebsten einen gepflegten Hippiestyle trägt, was man vor allem am Schmuck im Laden merkt, da gibt es nämlich auch viele neue Sachen von kleinen Münchner Designern.

Ich mags eher skandinavisch lässig und bevorzuge schwarz, weiß und Erdtöne dazu Neon!, aber trotzdem werde ich bei be Gipsy immer fündig, die Bandbreite des Ladens ist einfach unheimlich groß, von der Basic-Strickjacke bis zum Yves-Saint-Laurent-Kleid hier erschwinglich ist alles dabei, aber immer besonders und immer mit Klasse. Besonders ärgert mich übrigens, dass mir die Kundin auf dem Bild oben das Kleid vor der Nase weggeschnappt hat, das wäre so ziemlich mein Stil. Die war auch so ein typischer Fall, fünf Teile gebracht, drei dafür mitgenommen. Dafür gehören die Gummistiefel vom Bild unten jetzt mir, ha.

Im August und September wird dann immer alles total anders, da räumt Dani den Laden komplett aus und ein zieht die große Second-Hand-Trachtensause. Und auch wenn ich weder zu den passionierten Wiesngängern zähle, noch ein Dirndltyp bin, allein die tollen Jacken und Accessoires sind in dieser Zeit einen Besuch wert.






Und übrigens: ich finde ein Interesse an Mode und sich schön zu machen überhaupt nicht oberflächlich. Wer sich selbst wertschätzt bitte nicht mit Egoismus verwechseln, der schätzt auch alle anderen schönen Dinge, seien es gute Bücher, Kunst, Musik, ein schönes Essen und ein gutes Gespräch, oder wie seht ihr das? Natürlich gibt es Leute, die mit ihren Klamotten nur zeigen wollen, wie toll sie sind und was sie sich leisten können, aber die findet man in solchen Läden nicht, weil die immer jemanden brauchen, der ihnen sagt, was gerade das angesagteste und teuerste Teil ist, mit dem man den meisten Eindruck schinden kann. Und mit solchen Leuten wollen wir sowieso nichts zu tun haben, oder?






Das Allerschlimmste habe ich mir aber bis zum Schluss aufgespart: direkt daneben ist auch noch das weltallerschönste Wollgeschäft, schon allein der Name ist Programm, Wolladiho! Ich nehme mir inzwischen schon sicherheitshalber einen Vormittag frei, wenn ich in die Ecke fahre. Und bin eigentlich heilfroh, dass nicht auch noch ein Stoffgeschäft und ein Buchladen daneben liegen. Da ich den nicht nur in einem Nebensatz abspeisen will, werde ich euch den in nächster Zeit auch vorstellen, da müsst ihr jetzt durch. Wie sieht's bei euch aus, eher Wolle oder eher Mode? Oder beides?

xxx

Karin



be Gipsy und Wolladiho in der Gabelsberger Straße zwischen Schleißheimer- und Augustenstraße


Samstag, 20. Juni 2015

Samstagsallerlei oder: was ist für dich Kultur? #KultDef


Dieser Tage war ich mit meiner Freundin Petra unterwegs, um ein paar Bilder für ihr bezauberndes Baby-Accessoire-Label Mille Marille zu machen.

Da wir einen urbanen Hintergrund haben wollten, machten wir einen ausgedehnten Spaziergang durch Haidhausen, eines meiner großen Leib- und Magen-Viertel in München. Und da ich die vielen Bilder, die ich nebenher gemacht habe, nicht verkommen lassen wollte, nehme ich euch einfach kurz mit.






Da ich jetzt gar nicht weiter weiß, was ich über unseren Spaziergang schreiben soll - Haidhausen wird auch das französische Viertel genannt, alle Straßen sind hier nach Städten in Frankreich benannt, dieselben Straßenlaternen wie in Paris, ehemaliges Glasscherbenviertel welches Viertel war das eigentlich mal nicht? usw usw usw, schreibe ich lieber über ein Thema, über das ich heute zufällig bei Astrid gestolpert bin, nämlich die Frage: Was ist für dich Kultur? Diese Frage stellt diesen Monat Tanja Praske  und nach kurzem Reinlesen in die bisher verlinkten Beiträge habe ich schon gesehen, dass es hier viel um den Begriff der Hochkultur geht und ich da eigentlich herzlich wenig zu suchen habe.

Für mich fängt der Kulturbegriff eigentlich schon viel weiter unten an und gerade merke ich, dass die Bilder von meinem Spaziergang vielleicht sogar ganz gut zum Thema passen.






Kultur fängt in meinen Augen schon im menschlichen Miteinander an, bei der Frage, wie man mit seinen Mitmenschen umgeht, und ja, auch mit Toleranz. Grüße ich den Nachbarn aus dem dritten Stock, obwohl er nicht der sympatischste aller Zeitgenossen ist? Mecker ich sofort los, wenn die Kassiererin im Supermarkt schusselig und nicht die Schnellste ist? Trage ich einer alten Frau mal die Taschen, mache ich einer Hochschwangeren in der U-Bahn den Sitzplatz frei?

Äh, halt, die spricht doch gerade von gutem Benehmen, was hat das denn mit Kultur zu tun? Sehr viel, finde ich, überlegt mal, miesepetrige Dauernörgler bezeichnet nicht ganz umsonst als kulturlos. Und man geht ja wohl eindeutig glücklicher durchs Leben, wenn man nicht ständig in allem nur das Schlechte sucht und sich eben, genau, kultiviert verhält.






Oder Essen, da gibt es auch nicht ganz umsonst den Begriff der Esskultur. Stimmt ja auch, denn wovon zehre ich länger, vom schönen Abendessen mit Freunden und guten Gesprächen oder vom eilig im Stehen am Kühlschrank reingeschaufelten Mampf, schnell mal die Alufolie über der kalten Lasagne von Gestern halb zur Seite gezogen und mit den Fingern reingefasst? Zugegeben, es macht mir gerade mehr Spaß, vorm inneren Auge das Kühlschrankbild entstehen zu lassen, aber unterm Strich hatte ich in meinem Leben mehr gute Gespräche bei Koch- und Essenstreffen mit Freunden als alleine mit meinem Kühlschrank, der sagt nämlich einfach nix, der verstockte Kerl.






Und Kultur bedeutet für mich, sich einfach mal dem Augenblick hingeben zu können, und da haben wir dann doch die Verbindung zur Hochkultur. Ich kann mich im Kleinen dem Augenblick hingeben, indem ich es einfach genieße, der Tochter Klein beim Blumenpflücken zuzusehen. Mich in eine Wiese legen und einfach spüren, wie der Wind um die Nase streift. Beim Pausenkaffee auf der Bank hinterm Haus kurz mal die Augen zu machen und das Draußen ausblenden.

Gehe ich dann ins Konzert, mache ich es einfach genauso, ich genieße die Musik und gehe nicht nebenher im Kopf schon meine to-do-Liste für Morgen durch.




Jetzt bin ich aber ganz schön abgeschweift bei meinem kleinen Samstagsspaziergang. Es ist schon interessant, was einem alles an Gedanken kommt, wenn man mal anfängt, sich zu überlegen, was Kultur eigentlich ist. Wie sieht es bei euch aus, bedeutet für euch Kultur nur Oper, Museum, Theater und Ähnliches oder seht ihr auch im Alltag eine Menge Kultur?

xxx

Karin




Für alle, die unseren kleinen Spaziergang mal nachspazieren wollen: Unsere Runde ging vom Pariser Platz durch die Pariser Straße zum Bordeauxplatz. Von dort durch die Wörthstraße in die Preysingstraße, wo es es zwischen den Häusern einen kleinen Durchgang zum Johannisplatz gibt. Durch die Chorherrstraße zum Wiener Platz und über Steinstraße und Preysingstraße zurück zur Wörthstraße. Dort rechts in die Comeniusstraße, gleich wieder links in die Sedanstraße und rechts durch die Metzstraße zum Weißenburger Platz, durch die Weißenburger Straße zurück zum Pariser Platz. Hört sich kompliziert an, ist aber mit Stadtplan oder GPS einer der schönsten Stadtspaziergänge in München.

Die Lokalitäten und Läden, in denen wir fotografiert haben, sind das Café Fortuna in der Metzstraße, die Kaffeeküche in der Weißenburger Straße, das Kochhaus in der Weißenburger Straße und das Fresh House in der Pariser Straße. Danke nochmal, dass wir dort fotografieren durften!

Dienstag, 16. Juni 2015

mein allerliebster Lieblingsladen


Heute muss ich euch leider eine gewaltige Bilderflut zumuten, ich stelle euch nämlich endlich endlich einen meiner allerliebsten Lieblingsläden in München vor. Unter den Kinderläden ist er definitiv meine Nr. 1 und unter Läden allgemein rangiert er auf jeden Fall unter den Top 5, ach was, unter den Top 3.
Also Vorhang auf für Chika - so kind.






Entdeckt habe ich dieses Kinderparadies vor drei oder vier Jahren, kurz nachdem Karolina, die Betreiberin, einen relativ runtergerockten Geschenkeladen in Haidhausen übernahm. Und das auch nur durch einen völligen Zufall, weil er auf dem Fußweg zwischen meinem Friseur und meinem Lieblings-Kindersecondhand den muss ich euch eigentlich auch unbedingt mal vorstellen lag und mich der Postkartenständer vor der Tür magisch in den Laden zog. Ich hab euch ja schon mal erzählt, es gibt drei Dinge, an denen ich nur schwer vorbeikomme: schöne Postkarten, Masking Tape und tolle Notizblocks- und -hefte. 

Um es gleich mal vorweg zu sagen: bei Chika gibt es das alles, und zwar nur vom Allerschönsten. Und ich Dummie habe beim Sichten der Bilder gerade erst gemerkt, dass ich euch nicht ein einziges Bild mit Postkartenständer und Blick in den ganzen Laden mitgebracht habe, also muss ich wohl nochmal hin, um noch mehr Bilder zu machen. Leider bedeutet das wohl zwangsläufig, wieder drei Rollen Masking Tape mitzunehmen, den Notizblock mit dem Ameisenbär drauf endlich auch und wahrscheinlich gibt es schon wieder neue Postkarten, die ich unbedingt verschicken will. Puh, Pause, Bild.






Und nachdem die Geschichte des Ladens erzählenswert ist, erzähle ich jetzt einfach mal. Wie gesagt, Karolina hatte einen zwar recht netten, aber nicht weiter besonderen Geschenkeladen für Kinder übernommen mit Altbestand, den sie innerhalb kürzester Zeit in ihre komplett eigene kleine Chika-Welt verwandelte. Was ich daran so besonders finde: es gibt in München sehr sehr viele sehr sehr schöne Kindergeschäfte, aber im Grunde gibt es dort überall die gleichen Sachen, mal etwas bunter, mal etwas monochromer, aber im Prinzip ist es meistens der Reigen derselben zehn Marken, die man auch bei den üblichen Onlineshops bestellen kann. Ich mag zwar vieles davon sehr gerne, aber schließlich will man ja auch mal Neues entdecken.

Karolina reist sehr viel durch Europa und auch durch Asien und besucht dort Kleinmanufakturen, die wunderschönste Kleinigkeiten in Miniauflage herstellen. Besonders die Papeterie hat es mir dabei angetan und ich muss mich schwer zusammenreissen, nicht jedesmal wieder einen Schwung neuer Stempel, Notizblocks und schöner Stifte mitzunehmen.






Dann hat auch noch so ein tolles türkisfarbenes Rad vor dem Laden geparkt, passt doch perfekt, oder? Aber weiter: diese Linie zieht sich durch den ganzen Laden: Kinderkleider aus Frankreich, die es sonst nirgends gibt, knuffelige Bärenkissen einer Berliner Manufaktur, gestrickte Rasseldonuts aus Thailand, Melamin-Geschirr mal nicht von Rice, Babybodies eines kleinen skandinavischen Labels und und und






Tja, und dann musste dieses Kleinod von einem Laden Anfang des Jahres, haltet euch fest, einer Tiefgarageneinfahrt weichen. Die dicken Autos der Mieter haben nicht mehr durch die Einfahrt gepasst und um sie breiter zu machen, mussten Karolinas Laden und auch der daneben eingerissen werden. Verkehrte Welt, oder?

Nach langer Suche fand der Laden eine neue Heimat im Glockenbachviertel, und zwar genauer gesagt in der Müllerstraße Ecke Cornelius. Und da der Laden mehr als doppelt so groß ist wie der alte, gibt es auch mehr als doppelt so viele schöne Dinge. Leider bedeutet das für mich auch die doppelte Gefahr, mich in den Ruin zu kaufen :)






Leider hat der Laden keinen Onlineshop und ich weiß auch nicht, ob einer in Planung ist, deswegen ist dieser Post für die meisten von euch eher was zum Anschauen. Aber ich finde, das Besondere sollte auch mal gezeigt werden, egal, ob man dabei gleich noch einen Link zum Shoppen hat oder nicht. Aber solltet ihr mal in München sein, schaut unbedingt rein!

Und für alle Shoppingmaniacs: mit dem Umzug ist der Laden noch dazu in einer der bestbestückten Einkaufsecken der Stadt gelandet, in Münchens Bermudadreieck der kleinen besonderen Läden quasi. Das Glockenbachviertel ist wirklich gespickt mit schönen kleinen Läden jeglicher Couleur, tollen Cafés und zur Not kann man sich auch einfach am Gärtnerplatz auf eine Bank setzen und Leute gucken, interessante Gestalten laufen hier nämlich haufenweise rum und das mache ich in fremden Städten oft am liebsten, einfach sitzen und das Leben an mir vorüberziehen lassen in meiner eigenen übrigens auch. Nur Parkplätze bekommt man hier ziemlich schwer.






Da ich in nächster Zeit aus gesundheitlichen Gründen etwas kürzer treten muss, würde ich euch gerne ein paar mehr von meinen Lieblingsläden in der Stadt vorstellen, obwohl die meisten davon keinen Onlineshop haben. Interessiert euch das überhaupt, gepaart mit ein bisschen Sightseeing? Über ein Echo von euch würde ich mich freuen :)

xxx

Karin



Donnerstag, 26. Februar 2015

Urlaub Alltag Alltag Urlaub


Zu meiner Schande muss ich gestehen, dass mein vorgeplanter Sonntagsgruß letztes Wochenende nicht geklappt hat. Obwohl ich letzten Sonntag noch auf der Skipiste weilte und wir für den Heimweg den größtmöglichen Umweg vom Bregenzer Wald nach München eingeplant hatten, wollte ich euch natürlich nicht ohne Sonntagsgruß stehen lassen und habe ganz ausgefuchst schon vor unserer Abreise einen Gruß gebastelt und zur Veröffentlichung für Sonntag Früh vorgeplant. Bei meiner ungeheuren Begabung am Rechner hätte ich mir eigentlich schon vorher denken können, dass es nicht klappt und genau so war es dann auch. Und aus einem Sonntagsgruß kurzerhand einen Montagsgruß machen und das Ganze einfach einen Tag später posten, das geht ja nun wirklich nicht.....






In der Faschingswoche hatten wir Bayern Ferien, die ich diesmal mehr als weidlich ausgenutzt habe. Als altes Wintertier war ich fast jeden Tag mit den Damen Töchtern entweder auf wunderschönen Wanderungen hier in der Umgebung oder auf der Skipiste. Besonders schön war dabei die Rundwanderung von Dietramszell über den Hackensee und den Dietramszeller Waldweiher mit abschließender Einkehr in der Klosterschänke Dietramszell. Es gibt eigentlich keine Wirtschaft (ich bleib jetzt mal im bayrischen Idiom) im Oberland, die ich so sehr liebe wie die. Seit Jahren schaffen sie dort bravourös den Spagat zwischen bayrisch-deftiger Küche und fleischloser Leichtigkeit, das einvernehmliche Miteinander des Stammtischs der umliegenden Bauern mit schickem Münchner Großstadtpublikum. Und die traumhafte Tischdeko würde ich am Liebsten jedesmal mitnehmen. Wenn ihr mal auf der Durchreise in der Gegend seid, unbedingt reinschauen!






Aber es gab natürlich nicht nur dolce far niente, mein Arbeitszimmer wurde endlich mal wieder gründlich generalüberholt und nebenher konnte ich es mir nicht verbeißen, im Rahmen meines endlos währenden Stoffabbauprojekts ein paar neue Minikuschelkissen und Herzen zu nähen. Ach ja, der Stoffabbau, das ist bei mir so ein Ewigkeitsthema. Inzwischen versuche ich mich wirklich beim Stoffeinkauf strengstens zu maßregeln, aber dann sehe ich doch immer wieder so viele schöne Muster und unweigerlich setzt bei mir ein Pawlowscher Haben-Will-Reflex ein, kennt ihr das auch? Ich habe mich da in letzter Zeit schon gewaltig gebessert, aber trotzdem, der Berg wird nicht wirklich kleiner. Deswegen werde ich in nächster Zeit statt vieler Mädchenkleider eher ein paar Kleinstprojekte realisieren, mal sehen, ob ich's durchhalte.







Und dann gings eben noch spontan für vier Tage nach Damüls im Bregenzer Wald, was ich auch nur durchweg empfehlen kann. Ein landschaftlich absolut traumhaftes Skigebiet mit vielen mittelschweren Genußpisten. Und was mein Skifahrerherz natürlich höher schlagen ließ, waren die vielen ausgewiesenen Skirouten, also lawinengesicherte Tiefschneehänge. Und da wir Sonntag auch noch Neuschnee hatten, wurden die Routen bis zum Umfallen durchpflügt. Der Ort selbst ist eigentlich gar kein Ort sondern eher eine lockere Ansammlung ehemaliger Bergbauernhöfe, aber genau das macht den landschaftlichen Reiz aus. Und für Nicht-Skifahrer gibt es unzählige idyllische Wanderwege. Allerdings habe ich die vier Tage kein einziges Bild gemacht, schäm.







Und die Frau Tochter Groß hat ihr Zimmer auf sagen wir mal sehr kreative Weise tapeziert, nämlich mit Seiten aus alten Lexika, was uns auch noch im Vorfeld einen sehr gemütlichen Vormittag in diversen Antiquariaten in der Münchner Maxvorstadt beschert hat. Da ich das Ergebnis wirklich ganz erstaunlich gut finde, versuche ich, von der Frau Tochter die Genehmigung für ein paar Bilder zu erwirken, sie ist da nämlich ein wenig eigen. Aber als Anregung wollte ich es einfach schon mal anbringen.






So, das war jetzt ein relativ wuseliger Post mit allem Möglichen, aber es passiert eben auch eine Menge in fast zwei Wochen. Und wie sieht's bei euch so aus?

xxx

Karin


Dienstag, 11. November 2014

Ganz große Stoffliebe


Huhu, ich bin's, die kopflose Klickerin. Als erstes muss ich mich mal bei Euch allen für die nette Anteilnahme an meiner Virus-Misere bedanken, es tut so gut, zu hören, dass man nicht als Einzige mal gedankenlos durchs Weltgeschehen klickt. Und vor allem auch, dass man nicht als Einzige nicht in der Lage ist, solche Probleme alleine aus der Welt zu schaffen **.

Aber die letzte Woche hat mir nicht nur unerwünschte Viren ins Haus gespült, sondern auch ein paar außerordentlich schöne und schon lang erwartete Stöffchen, die natürlich auch gleich in den Shop wandern..

Diese traumhafte Serie der Copenhagen Print Factory war schon auf der Stoffmesse Liebe auf den ersten Blick und nun ist sie endlich angekommen. Die Stoffe haben eine herrlich weiche Textur und sind noch dazu in Bio-Qualität, aber hallo!





Außerdem konnte ich es mir nicht verkneifen, Euch noch ein paar Bildchen von unserem Spätnachmittagsspaziergang am Kirchsee unterzujubeln. Bis jetzt hatten wir ja wirklich einen Bilderbuchherbst und auch am Sonntag war es wieder so warm, dass die Leute bis zum Sonnenuntergang auf den Stegen saßen. Der Kirchsee liegt auf halbem Wege zwischen Holzkirchen und Tegernsee, aber im Gegensatz zu seinem bekannteren Nachbarn ist dort wesentlich weniger los und rundherum gibt es eine ganz grandiose Moorlandschaft zu durchwandern. Und direkt daneben liegt das Kloster Reutberg, in dem nicht nur vorzüglich speisen kann, sondern auch den Biergarten mit dem schönsten Alpenpanorama weit und breit hat. Leider wissen das auch fast alle Münchner, weswegen es dort oft ziemlich voll ist. Trotzdem, ein Abstecher dort hin lohnt sich immer,





Ich verziehe mich jetzt in meine Nähgemächer, die Stoffe warten....
Euch allen eine entspannte Woche!

xxx

Karin



Donnerstag, 12. Juni 2014

Abenteuer in Oberbayern oder warum einfach, wenn's auch umständlich geht?


Hallo meine Lieben, zur Zeit ist es ja eher ruhig bei mir und ich muss mich mal wieder tausendmal entschuldigen, dass ich zur Zeit so wenig kommentiere, aber wir haben hier gerade Ferien und obwohl ich trotzdem einigermaßen regelmäßig arbeite, ist das bei uns immer ein kleiner Ausnahmezustand. Damit ihr seht, wo ich mich gerade so rumtreibe, kommen heute mal ein paar für mich eher ungewöhnliche Bilder, hoffentlich gefällts Euch.




Wir haben es von uns ja nicht wirklich weit zu den ersten 'richtigen' Bergen, und ach, ich liebe sie einfach, im Sommer ist mir so ein eisiger klarer Bergsee oft lieber als die vergleichsweise warmen Seen in der unmittelbaren Umgebung. Und am Wochenende waren wir mal wieder in der Nähe vom Sylvensteinsee zum Gumpenhüpfen, verbunden mit einer kleinen Wanderung einen Bergbach entlang.




Aber wir wären natürlich nicht wir, wenn nicht mal wieder was schief gegangen wäre. Um es kurz zu machen: Auf dem Rückweg wollte mein Mann ein Stück des geplanten Rundwegs abkürzen und meinte, dass wir uns mindestens zwei Stunden Weg sparen würden, wenn wir hier ein kurzes Stück durchs Gelände aufsteigen. Ich sag nur: Nie in den Bergen die markierten Wege verlassen. Auf den Rückweg, den wir angeblich 50 Höhenmeter weiter oben treffen sollten, kamen wir nie, stattdessen standen wir plötzlich auf einem Gipfel. Auch schön, aber so halt nicht geplant.




Also wieder runter in Richtung Rückweg, bloß gab es da dummerweise nicht mal die Andeutung eines Pfads. Laut unserer topographischen Karte gab es zwar einen, aber die ist auch schon ziemlich alt.....
Zweieinhalb Stunden und drei Zecken später, nach einem schier endlosen Steilhang, der oberhalb eines Wasserfalls endete und einer waghalsigen Kraxelei standen wir endlich auf dem lange gesuchten Pfad, den wir tunlichst nicht mehr verließen. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich nur Chucks anhatte, eigentlich wollten wir ja nur gemütlich bis zur ersten Gumpe spazieren.

Mein Mann musste hoch und heilig versprechen, nie nie wieder eine Abkürzung zu versuchen. Und uns ein königliches Abendessen in unserem Lieblingsdorfwirtshaus spendieren.




Und der Herr Sohn lag den ganzen Tag faul am Starnberger See, der wusste schon, warum er nicht mit will.
Und Ihr, habt Ihr auch schon auf Sommerprogramm umgeschaltet?

xxx

Karin


Mittwoch, 16. April 2014

....


Jaja, jetzt wäre die erste Wochenhürde also geschafft, der 18. des Herrn Sohn ist hinter uns gebracht. Und als gute Mutter habe ich am Sonntag spontan beschlossen, den Feierlichkeiten zu entfliehen und mich mit den beiden Töchtern für zwei Tage bei Schwiegermuttern in der fränkischen Provinz einzuquartieren. Das hört sich jetzt vielleicht ein wenig nach Rabenmutter an, aber mal ganz ehrlich, hattet ihr an eurem 18. Lust, mit Mama Kaffee zu trinken? Mein Sohn zumindest hat eher den Eindruck erweckt, Lust auf freie Bahn beim Feiern zu haben und den Gefallen haben wir ihm dann eben getan. Keine Sorge, am Samstag haben wir noch gemeinsam für die Feier eingekauft und einen Kuchen und Geschenke gab es auch.





Mit Tochter Klein habe ich solange Streifzüge durch Mittelfranken unternommen, leider bei schaurigem Wetter, was uns aber nicht vom Blumenpflücken und Taubnesseln aussaugen abhielt. Habt ihr das als Kinder auch immer gemacht, den Saft aus den Taubnesselblüten saugen? Für Tochter Klein jedenfalls haben sich völlig neue Ernährungsperspektiven aufgetan, Brotzeit mitnehmen war gestern, wir suchen uns unser Essen jetzt am Wegesrand!

Für mich ist in den kleinen Dörfern dort immer ein wenig die Zeit stehengeblieben, soviel altes Fachwerk, Kopfsteinpflaster, halb verfallene Heuschober, kleine Streuobstwiesen und Gemüsegärten gibt es dort. Ganz folgerichtig steht das Schwiegermutterhaus dann auch in einem Funkloch ohne Handy- und Internetempfang. Für Tochter Groß stellte die zweitägige Internetabstinenz gottlob kein größeres Problem dar, sie hat uns an einem Tag ein königliches Tomatenrisotto gekocht und zwei dicke Bücher am Stück durchgelesen. Warum sie das mitgenommene Lateinbuch allerdings nicht einmal ausgepackt hat, konnte sie mir auch nicht erklären.




Zurück zu Hause fanden wir ein Auto mit leer gefahrenem Tank vor (soviel zum Thema die Jugend ist nicht mehr am Führerschein interessiert), viele leere Flaschen im Keller und ein perfekt aufgeräumtes Haus! Erwachsen eben.




Leider hat mich die spontane Auszeit ein wenig in meinem Wochenplan durcheinander geworfen, aber nach so viel Erholung in so kurzer Zeit hole ich das spielend nach! Und wie sieht's bei euch aus, sind die Osternester schon befüllt?

xxx

Karin

Mittwoch, 2. April 2014

Busy Days



Hallo meine Lieben, ich tauche hier nur mal kurz aus meinem Nähkeller auf, wo ich momentan auf Hochtouren an einigen neuen Sommerteilchen für erwachsene Frauen und kleine Mädchen arbeite, hallo, der Frühling ist ja wohl bisher gigantisch, oder? Deswegen gibt es heute auch nur ein paar Bildchen mit Selbstgenähtem.




Trotzdem wollte ich noch kurz vom Wochenende berichten Wochenende? Heute ist doch schon Mittwoch!, an dem ich zuerst die Osterausstellung meiner liebe Freundin Kathi vom Platzhirsch Holzkirchen besucht habe. Bilder von ihrem geradezu süchtig machenden Laden habe ich leider nicht gemacht so habe ich wenigstens einen Grund, bald wieder zu kommen, aber die wunderschönen Pompoms im Bild musste ich dann doch unbedingt mitnehmen.




Und dann war Samstag Abend ja noch ein Bloggertreffen in München, das ich mir natürlich nicht entgehen lassen wollte. Es waren so viele nette Bloggerinnen da, dass ich gar nicht alle aufzählen kann. Ein paar nette Mädels will ich dann aber doch erwähnen, da wir an unserem Tisch wirklich sehr viel Spaß hatten - und eigentlich gar nicht so viel übers Bloggen geredet haben.

Von etwas weiter her angereist kam Christel von Pomponetti, die mir vor allem wegen ihrer Warmherzigkeit gleich ans Herz gewachsen ist. Auch einen etwas weiteren Weg hatte die liebe Fanny von Fannys Liebste, die ja noch gar nicht so lange am Start ist. Gleich aus der Nachbarschaft kam Tina von der Glücksbringerei, die leider nur für die eigene Familie näht. Dann durfte ich Meli von Fräulein Lampe kennenlernen, bei der ich schon länger gerne lese und die so nah bei mir wohnt, dass wir uns gemeinsam auf den Heimweg gemacht haben. Und last but not least habe ich endlich meine liebe Lina von Silbermandels Welt kennengelernt, wir wollen uns nämlich schon längere Zeit mal treffen. Und wo Lina ist, ist Tanja von Ideenreich nicht weit. Es war ein wunderschöner Abend mit Euch, Mädels, hoffentlich bald wieder!




Und da wir schon beim Thema sind: Ich kann mich momentan bei keinen anderen Blogs eintragen, zumindest nicht über Google. Weiß vielleicht irgend jemand, welches Häkchen ich da versehentlich aktiviert habe?

So, und nun wieder huschhusch an die Arbeit, die Nähmaschine ruft. 

xxx

Karin



Dienstag, 18. März 2014

Springtime! Yeah!



Was ich an München wirklich liebe, ist, dass beim ersten Sonnenstrahl sofort alle auf der Straße sind und die Stadt ihrem Klischeeimage als nördlichste Stadt Italiens absolut gerecht wird. Und da gestern wieder unglaubliches Frühlingswetter war, bin ich in der Mittagspause an ein paar meiner Lieblingsecken vorbeispaziert.




München hat ziemlich viele Stadtbäche, von denen viele leider größtenteils unterirdisch verlaufen. Auch der Glockenbach (oder auch Westermühlbach, man ist sich da nicht so ganz einig) verschwindet plötzlich unter einem Haus. In genau diesem Haus hat früher ein Junge gewohnt, für den die halbe Schule schwärmte. Damals war die Ecke noch das ärmliche Gastarbeiterviertel am Rande der Innenstadt, inzwischen wurde daraus das schwer angesagte Glockenbachviertel mit vielen wunderschönen kleinen Läden und Cafés und leider größtenteils unbezahlbaren Wohnungen. Ja mei, wie die Zeit vergeht.




Eine meiner Lieblingsstraßen der Stadt ist die Landwehrstraße in der Nähe des Hauptbahnhofs. Hier ist es gar nicht schick und teuer, dafür kann man an einem Tag wie gestern wirklich das Gefühl haben, im Orient zu sein. Neben obskuren Import-Export-Läden gibt es Ausstatter für die perfekte türkische Hochzeit, orientalische Restaurants, die zwar nicht schön sind, aber tolles Essen haben und arabische Supermärkte der Extraklasse. Vor allem das Brot aus den kleinen Bäckereien dort ist ein absolutes Muss.




Ich hoffe, mein kleiner Spaziergang hat Euch gefallen. Lasst es Euch gutgehen!

xxx

Karin



Mittwoch, 4. Dezember 2013

Viktualienmarkt


Da ich momentan mehrere Vormittage die Woche im Popupstore des Kaufhauskollektivs bin und natürlich auch noch jede Menge produzieren muss, komme ich kaum zum Posten. Mit Weihnachtsdeko ist bei mir außer Adventskranz und -Kalender noch gar nichts und als nächste Hürde nehme ich jetzt erst mal den Nikolaus, bevor dann an die Geschenke gedacht wird. ABER ich will jetzt hier nicht meckern, einen riesigen Vorteil hat die tägliche Arbeit in der Innenstadt doch: Ich kann jeden Mittag gemütlich über den Viktualienmarkt schlendern.




Dabei kaufe ich fast jedes Mal eine Bauernkrusten bei der Bäckerliesl, meiner Meinung nach das beste Brot der Welt. Nach der Meinung meiner Familie wohl auch, denn ich muss mehrmals die Woche Nachschub heranschaffen und frage mich jetzt schon, wie das weitergehen soll, wenn ich nicht mehr so oft auf den Markt komme.



 
 
 
Die Marktleute kümmern sich ganz süß um die Figuren bekannter Münchner Komiker (keine Comedians, das gabs damals noch nicht) auf den Brunnen. Ida Schumacher bekam eine Mütze, was ich bei diesen Temperaturen mehr als fair finde, und den Begleiter von Liesl Karlstadt würden wir auch alle gerne kennenlernen, oder?
 
 
 
 
Außerdem darf für mich nie niemals eine Brotzeitgurke fehlen, die offen in ein Stück Papier gewickelt verkauft werden.
 
 
 
 

Spitzkohl ist einfach irre fotogen. Man beachte bitte auch den Trüffelpreis im oberen Bild.




Was die orangefarbenen Knollen sind, habe ich  mir leider nicht gemerkt, sie lagen jedenfalls bei einem Stand, der fast ausschließlich alle erdenklichen Rübensorten verkauft.




Das war jetzt ein Post ohne viel Worte - eigentlich wollte ich Euch ja mit einer neuen Autofahranekdote meines Sohnes erfreuen, der drängt aber leider so im Hintergrund, dass wir jetzt unbedingt noch ein Runde fahren müssen, dass ich das notgedrungen vertagen muss.
 
Euch allen eine schöne Restwoche, nächstes Mal wird's dann hoffentlich ein wenig weihnachtlich
 
xxx
 
Karin
 

Montag, 21. Oktober 2013

Am Samstag...

...war ich auf der Auer Dult und habe gar nix gekauft. Ich bin so stolz auf mich! Weil es mir ziemlich schwer fällt, auf die Dult zu gehen ohne irgendetwas zu kaufen. Die Dult findet drei Mal im Jahr rund um die Mariahilfkirche statt und ist Trödelmarkt, Haushaltswarenhandel, Fressmeile, billiger Jakob und Volksfest in einem. Ja, was jetzt?


 
 

Ich versuche mich mal in einem historischen Abriss, mein Spezialgebiet sozusagen. Also, ursprünglich waren das wohl große Kirchenfeste, zu denen eben viele Leute zusammengekommen sind. Und dann kamen im Laufe der Zeit natürlich Händler dazu, zuerst für Haushaltswaren, weil sich das eben anbot. Dann ergab sich ganz logisch ein kleines Volksfest mit dazugehörigen Freßständen. Oje, ich weiß das eigentlich gar nicht so genau. Und irgendwie kamen dann eben auch noch die Trödler und die teilweise wirklich aberwitzig kuriosen Billiger-Jakob-Stände dazu.




Die Trödlerstände sind bis unter die Decke vollgestopft, man findet wirklich alles vom Diamantcollier bis zum Vintage-Abendkleid aus den 50ern. Leider sind die meisten Stände mittlerweile alles andere als billig, aber es macht einfach unheimlich Spaß, durch die einzelnen Gassen zu streifen und alles anzuschauen. Total witzig ist es auch immer, älteren Leuten zuzuhören, die ständig aufkreischen 'Schaug hi, so oane hat mei Tantn aaa imma ghabt'. Jaja, da lernt man was.




Auf dem Geschirr- und Haushaltswarenmarkt ist es wirklich möglich, eine Küche komplett auszustatten. Zwar nicht unbedingt schön, aber immerhin. Völlig unfassbar finde ich, dass es an vielen Haushaltsständen gußeiserne Reinen und Töpfe gibt, die wahrscheinlich seit hundert Jahren genau so hergestellt werden. Die sehen wirklich klasse aus und funktionieren auch noch richtig gut, komischwerweise wurden die noch gar nicht von Manufactum entdeckt.




Und daneben in der Neuheitengasse gibt es lauter Dinge, die die gute Hausfrau unbedingt braucht. Spezialputzmittel (weltraumgestestet), Wischmopps (weltexklusive Neuheiten, revolutionäre Technik), Spezialentsafter, niemals stumpf werdende Messer und vor allem Gemüsehobelmänner. So ein Gemüsehobelmann ist wirklich Showbiz pur, ich frage mich bloß immer, was mit dem ganzen Gemüse passiert, das er an einem Tag so weghobelt. Damit könnte lässig eine Kleinstadt verköstigt werden. Weiß das vielleicht jemand?
 
 
 

Und zu guter Letzt gibt es auf der anderen Seite der Kirche noch das kleine Volkfest mit Mini-Schiffschaukel, Mini-Riesenrad, Kasperltheater und allem, was so dazugehört.



Eigentlich wollte ich Euch nur zwei oder drei kleine Bildchen zeigen und jetzt ist ein ellenlanger Post draus geworden - ich hoffe, es hat Euch gefallen.

Euch allen einen schönen Tag
 
Karin