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Mittwoch, 11. März 2015

wunderbar einfacher Frühlingssalat & Glimpses of Spring


War das nicht eine Woche bis jetzt? Endlich wieder ohne Daunenjacke aus dem Haus, Mittagspause draußen, die ersten Zitronenfalter wurden gesichtet und Tochter Klein hat auch schon Vanillefalter gesehen! Die bisherige Woche war ich in den Mittagspausen viel in der Stadt unterwegs, ich habe das große Glück, in einem nicht ganz unangenehmen Viertel zu arbeiten, wo es auch viele schöne Straßencafés gibt, die bei den ersten Sonnenstrahlen sofort bis auf den letzten Platz belegt sind. Und oft finde ich es als Pause wesentlich entspannender, mir in der Bäckerei schnell eine Breze zu holen und damit durch die Straßen zu schlendern, statt mich zum Essen hinzusetzen. Deswegen heute ein wildes Mittwochsallerlei mit einem schnellen Salat und Bildern von allem Möglichen.




 Es ist schon eigenartig, im Winter bevorzuge ich die Stille der Natur, aber zu Frühlingsbeginn zieht es mich immer magisch in die Stadt, plötzlich gibt es wieder wuseliges Streetlife, Läden verlagern ihre Auslagen nach draußen, Angestellte machen Mittagspause auf Parkbänken und an der Isar, auf den Spielplätzen ist wieder Kindergejuchze zu hören und man kann den Frühling wirklich mit Händen greifen. An solchen Tagen genieße ich es, in der Großstadt zu wohnen, wo man in jedem Viertel andere Stimmungen einfangen kann.




Dieser Tage kam mir beim Aufräumen ein Strickzeug unter, dass ich schon vor Weihnachten angefangen habe. Ich wollte eine Kissenhülle stricken, hab sie aber einige Male wieder aufgetrennt, weil ich mit dem Muster unzufrieden war. Nachdem ich dann endlich ein schönes Muster hatte, kam ich nicht recht voran, die Arbeit, Nähaufträge, Haushalt... Jetzt finde ich die Farbe so gar nicht mehr zur Jahreszeit passend und weiß nicht, was ich damit tun soll. Doch noch schnell fertigstricken? Bis zum Herbst liegenlassen?




Auf dem Viktualienmarkt fand ich diesen wunderbaren roten Chicorée, der natürlich unbedingt gleich mit musste. Einer meiner Lieblingssalate zur Zeit ist Chicorée mit rosa Grapefruit, Mozzarella und frischer Kresse. Dazu einfach den Chicorée kleinschneiden, Mozzarella dazu würfeln und die Grapefruitfilets dazu.

Ein befreundeter Koch hat mir mal gezeigt, wie man Grapefruits und Orangen filetiert. Dazu schält man erstmal die ganze Grapefruit und schält dann noch mit einem sehr scharfen Obstmesser die Haut ab. Wenn man das halbwegs unfallfrei geschafft hat, kann man zwischen den Häutchen die einzelnen Filets rausschneiden. Da ich spätestens beim Abschälen der Haut die ganze Grapefruit zermatscht in der Hand hatte und mir der Saft den Arm hinunterlief, habe ich eine eigene Methode entwickelt. Ich schneide die Grapefruit einfach in der Mitte durch, schneide einmal innerhalb der Schale rundrum und löse dann die Filets einzeln aus. Oje, hoffentlich habe ich das jetzt so beschrieben, dass es halbwegs verständlich ist.




Wenn alles kleingeschnitten und filetiert ist, noch die Kresse drüber. Und die Filets unbedingt direkt über der Salatschüssel raus schneiden, der runtertropfende Saft ergänzt die Sauce aufs Wunderbarste! Die Sauce geht dann sowieso ruckzuck, ich mache einfach eine leichte Vinaigrette mit Dijonsenf und fertig ist der Salat. Schmeckt auf der Terrasse übrigens genauso gut wie drinnen. Im Bild oben übrigens Kartoffeln auf dem Viktualienmarkt und der Blick vom Tegernsee auf den Hirschberg gestern Nachmittag.




Für heute verabschiede ich mich mit ein paar sauren Gurken und den letzten Schneeresten auf meiner Joggingstrecke unter Dramahimmel. Euch noch eine wunderschöne sonnige Woche!

xxx

Karin


Mittwoch, 21. Januar 2015

And now for something completely different.... Lauftipps für Anfänger


.... na, und wer kann mir sagen, aus welchem Film bzw. Serie dieser Spruch stammt? Die Gewinnerin bekommt ein.... muss ich mir noch überlegen, räusper. Aber heute geht es eben mal um was ganz anderes und da kam mir diese Postüberschrift in den Sinn.

Bei meiner morgendlichen Joggingrunde heute ist mir aufgefallen, dass mir jetzt schon wieder viel weniger Läufer begegnen, die ich nach Weihnachten und zu Jahresbeginn in nigelnagelneuer Montur und voller Elan getroffen habe, ihr kennt das ja, jetzt pack ich's endlich an, im nächsten Jahr wird alles anders usw usw usw.

Und da ich, wie an dieser Stelle schon hie und da erwähnt, schon seit über zwanzig Jahren begeisterte Joggerin bin, dachte ich mir, dass ich vielleicht doch den einen oder anderen Tipp für Laufanfänger auf Lager habe. Ich weiß jetzt überhaupt nicht, ob euch sowas interessiert und solche Tipps überhaupt gewünscht sind, deswegen wäre ich über dementsprechendes Feedback sehr dankbar :)





Also, ich halte mich jetzt gar nicht lange bei Vorreden über Ausrüstung, Vorbereitung etc. auf  (dazu gerne mehr, wenn ihr am Thema interessiert seid), sondern komme gleich mal zum zentralen Thema: Wie schaffe ich es, längere Zeit am Stück zu laufen?

Sehr beliebt ist ja die vom deutschen Laufpapst Dr. Struntz empfohlene Methode, zu Beginn im Wechsel zu gehen und zu laufen und langsam die gelaufenenen Phasen zu verlängern und die gegangenen zu verkürzen. Ich halte davon nicht sehr viel, weil ich schon zu oft Leute erlebt habe, die nach einem halben Jahr immer noch zwischendrin gegangen sind und keine längere Laufphase am Stück geschafft haben. Ist ja auch logisch, nach jedem gegangenen Stück fällt es einem immer schwerer, wieder loszurennen. Außerdem läuft man unbewußt viel zu schnell los und ist dann natürlich auch schneller außer Atem. Deswegen empfehle ich die Methode Schweinsgalopp, also einfach gaaaaanz langsam und kontinuierlich rennen. Dabei gilt die altbekannte Regel, dass man immer so laufen sollte, dass man sich problemlos dabei unterhalten kann.




Für den Anfang sollte man sich keine bestimmte Wegstrecke vornehmen, sondern sich erst mal eine bestimmte Zeitspanne erarbeiten, 25-30 Minuten sind ideal. Am besten einfach in eine Richtung loslaufen und nach der Hälfte der Zeit umkehren. Und wie gesagt: gaaaaanz langsam losrennen, das kann wirklich schon ruhig fast Gehen sein. Wenn man merkt, dass man locker 30 Minuten durchhält, erst mal das Tempo steigern, ruhig mal mit schnellen und langsameren Phasen, das kurbelt übrigens auch die Fettverbrennung an :)

Und dann geht es mit der Zeit eigentlich schon fast von selbst, aus 30 Minuten werden 40, aus 40 werden 50 und zack, ist man bei einer Stunde und mehr und huch, das sind ja 10 Kilometer!





Tja, so einfach ist das eigentlich mit der Lauferei. Das Allerwichtigste für den Anfang und eigentlich für immer ist allerdings die Regelmäßigkeit, ohne die wird's nämlich nie Spaß machen. Und da bin ich dann doch einer Meinung mit dem Herrn Dr. Strunz, man sollte sich einfach vornehmen, jeden Tag zu laufen. Macht man natürlich eh nicht, aber wenn man sich's vornimmt, treibt einen das schlechte Gewissen so an, dass man zumindest 3-4 Mal die Woche schafft. Und dann wird das Ganze auch ganz schnell zur lieben Gewohnheit, auf die man nicht mehr verzichten will.





Für viele Anfänger ist es auch nicht schlecht, zusammen mit Freunden zu laufen, gemeinsam überwindet sich der Schweinehund einfach viel leichter und oft geht man, obwohl man eigentlich gar keine Lust hat, weil man die Freunde nicht hängenlassen will. Ich persönlich laufe allerdings am liebsten allein, das hat zwei Gründe. Erstens habe ich nur eine einzige Freundin, die vom Tempo und der Streckenlänge her die selben Vorstellungen hat wie ich und mit der ich immer genug zu bequatschen habe, dass es für mehrmals die Woche eineinhalb Stunden langt. Und zweitens gibt es das wirklich, das Runners High, und das stellt sich bei mir eher ein, wenn ich allein laufe. Das sollte man sich jetzt nicht wie einen Proseccoschwips vorstellen, es ist eher ein, nun ja, meditativer tranceartig war mir jetzt doch zu heftig Zustand, in dem man gar nicht mehr merkt, dass man läuft und die Gedanken wunderbar schweifen. Ich komme von solchen Läufen immer wunderbar aufgeräumt zurück und habe meistens noch ein neues Schnittmuster im Kopf :)





Ich hoffe, ich konnte mit meiner kleinen Einführung ein bisschen Laufinteresse bei euch wecken und würde mich wie gesagt wahnsinnig über euer Feedback freuen, ob ihr überhaupt mehr zum Thema wissen wollt. Und vielleicht machen euch ja auch die Bilder, die ich allesamt bei meinen diversen Läufen aufgenommen habe, Lust aufs Laufen.

xxx

Karin


Freitag, 21. November 2014

Friday Flowers & Let's go outside - against the Novemberblues



Huch, da hab ich ja mal wieder gewaltig die Belichtung nach oben gedreht, aber was soll's, so wahnsinnig viel Sonne haben wir derzeit nicht, da kann's schon mal ein wenig leuchten. Eigentlich schreibe ich hier nicht unbedingt über fotografische Probleme, aber heute habe ich über eine Stunde gebraucht, um die von mir eigentlich in den schönsten Leuchtfarben fotografierten Bilder wenigstens halbwegs in den Farben, die ich eigentlich abgelichtet habe, abzuspeichern. Mein Rechner mag anscheinend kein Rot und was ihr hier seht, ist die grauschleierloseste Version, die ich hinbekommen habe. Nächstes Mal wird's wieder leuchtender, versprochen. Und da wir schon beim Thema sind und ich öfter gefragt werde, wie ich die Bilder so hell bekomme: Man kann an jeder Kamera die Belichtung nach oben drehen und davon mache ich hemmungslos Gebrauch, allerdings nicht zu hoch drehen, sonst wird's grisselig. Und zugegeben, zur Not gibt's noch Photoshop.






Diese Woche haben ein paar Gerbera aus dem Supermarkt bei mir ein neues Zuhause gefunden, die armen Blümchen standen von Niemandem beachtet in einem Eimer in der Ecke, da hat mich einfach das Mitleid übermannt. Ich mag Gerbera eigentlich sehr gerne, sie sehen aus wie Blumen, die kleine Kinder malen und es gibt sie in so vielen schönen leuchtenden Farben.






Und wenn wir schon beim Thema grau sind, hier noch eine kurze Selbstbeobachtung. Da ich ja ein eher sportlicher Typ bin was man meiner Figur leider nur bedingt ansieht fahre ich nach Möglichkeit immer mit dem Rad zur Arbeit. Und gerade in der dunkleren Jahreszeit merke ich, wie gut das tut. Oft muss ich mich morgens sehr überwinden, aber wenn ich dann unterwegs bin, finde ich es draußen eigentlich wunderschön und komme wunderbar zu mir selbst. So starte ich viel entspannter in den Arbeitstag, hatte schon ein bisschen Bewegung und bin nebenher so gut wie nie erkältet. Einfach mal ausprobieren, ein bisschen Draußen sein lässt sich in jeden Tagesablauf einbauen.





So, und nun wandern meine graustichigen Blumen noch zu Holunderblütchen und ich schwing mich auf's Rad...

xxx

Karin



Dienstag, 11. November 2014

Ganz große Stoffliebe


Huhu, ich bin's, die kopflose Klickerin. Als erstes muss ich mich mal bei Euch allen für die nette Anteilnahme an meiner Virus-Misere bedanken, es tut so gut, zu hören, dass man nicht als Einzige mal gedankenlos durchs Weltgeschehen klickt. Und vor allem auch, dass man nicht als Einzige nicht in der Lage ist, solche Probleme alleine aus der Welt zu schaffen **.

Aber die letzte Woche hat mir nicht nur unerwünschte Viren ins Haus gespült, sondern auch ein paar außerordentlich schöne und schon lang erwartete Stöffchen, die natürlich auch gleich in den Shop wandern..

Diese traumhafte Serie der Copenhagen Print Factory war schon auf der Stoffmesse Liebe auf den ersten Blick und nun ist sie endlich angekommen. Die Stoffe haben eine herrlich weiche Textur und sind noch dazu in Bio-Qualität, aber hallo!





Außerdem konnte ich es mir nicht verkneifen, Euch noch ein paar Bildchen von unserem Spätnachmittagsspaziergang am Kirchsee unterzujubeln. Bis jetzt hatten wir ja wirklich einen Bilderbuchherbst und auch am Sonntag war es wieder so warm, dass die Leute bis zum Sonnenuntergang auf den Stegen saßen. Der Kirchsee liegt auf halbem Wege zwischen Holzkirchen und Tegernsee, aber im Gegensatz zu seinem bekannteren Nachbarn ist dort wesentlich weniger los und rundherum gibt es eine ganz grandiose Moorlandschaft zu durchwandern. Und direkt daneben liegt das Kloster Reutberg, in dem nicht nur vorzüglich speisen kann, sondern auch den Biergarten mit dem schönsten Alpenpanorama weit und breit hat. Leider wissen das auch fast alle Münchner, weswegen es dort oft ziemlich voll ist. Trotzdem, ein Abstecher dort hin lohnt sich immer,





Ich verziehe mich jetzt in meine Nähgemächer, die Stoffe warten....
Euch allen eine entspannte Woche!

xxx

Karin



Mittwoch, 25. Juni 2014

verstrickt und zugenäht



Hallo und guten Morgen meine Lieben, bei meinem letzten Sonntagsgruß habe ich ja schon von meinem aktuellen Strickprojekt gesprochen, das ich Euch natürlich nicht vorenthalten will. Wobei ich darum bitte, meine Wortwahl Projekt  besonders zu würdigen, das hört sich doch gleich viel bedeutender an als 'ich strick da gerade was'.





Vor einiger Zeit habe ich mir nämlich mal wieder ein Filati-Heft gekauft und sowas ist ja immer ein großer Fehler, weil einfach immer viel zu viele schöne Projekte (da! Schon wieder Projekte!) vorgestellt werden, und es geht ja nicht an, die Sachen immer nur im Heft zu bewundern. Und diese Decke mit Ajourmuster ging mir einfach nicht aus dem Kopf und was soll ich sagen? Letzte Woche kam ich zu gefährlich in die Nähe meines Lieblingswollgeschäfts und es ging einfach nicht mehr anders. 

Im Heft ist die Decke in einem kräftigen Curryton gestrickt, eine Farbe, die ich am Essen zwar liebe, auf dem Sofa aber nicht unbedingt haben will. Also habe ich mich für ein helles zitroniges Grün entschieden, schön sommerlich frisch. Jetzt muss ich mich bloß ranhalten, dass die Decke auch noch im Sommer fertig wird. Aber einen gewaltigen Vorteil hat die Strickerei ja gegenüber der Nähmaschine: Man kann es wunderbar bei einem Tässchen auf der Terrasse machen, oder abends vor der Glotze....




Außerdem habe ich zur Zeit noch ein anderes Real-Life-Projekt, nämlich die Aufrüstung meines Gartens, deswegen gibt es heute ein paar minimale Einblicke in den Garten. Ich gehöre ja nicht unbedingt zu den passionierten Gärtnern, offen gestanden sitze ich am Liebsten im Liegestuhl und stelle mir vor, wie alles sein könnte, wenn ich mich endlich mal aufraffen würde, mehr im Garten zu tun. Nun habe ich aber einige Freunde, die ganz gigantisch schöne Gärten haben und bei denen sitze ich irgendwie viel lieber auf der Terrasse als bei mir. Aber ich kann ja nicht ständig meinen Freundinnen auf die Nerven gehen.




Also habe ich mich in letzter Zeit an meinen freien Nachmittagen viel in Gärtnereien rumgetrieben, mich beraten lassen, was pflegeleicht und schneckenresistent ist und mir vor allem ganz viele Anregungen bei Euch geholt, bloggen ist einfach eine feine Sache.

Und dann wurde in den Ferien losgebuddelt, was das Zeug hält und ich gebe jetzt hier ganz offiziell zu, dass es mir sogar Spaß gemacht hat. Noch mehr Spaß hat mir allerdings der abendlich Hugo auf der Terrasse gemacht, jetzt eben mit wesentlich schönerem Ausblick als bisher. 




Wie siehts bei Euch aus? Gärtnert ihr gerne? Und hat jemand gute Pflanztipps für mich?

xxx

Karin




Donnerstag, 12. Juni 2014

Abenteuer in Oberbayern oder warum einfach, wenn's auch umständlich geht?


Hallo meine Lieben, zur Zeit ist es ja eher ruhig bei mir und ich muss mich mal wieder tausendmal entschuldigen, dass ich zur Zeit so wenig kommentiere, aber wir haben hier gerade Ferien und obwohl ich trotzdem einigermaßen regelmäßig arbeite, ist das bei uns immer ein kleiner Ausnahmezustand. Damit ihr seht, wo ich mich gerade so rumtreibe, kommen heute mal ein paar für mich eher ungewöhnliche Bilder, hoffentlich gefällts Euch.




Wir haben es von uns ja nicht wirklich weit zu den ersten 'richtigen' Bergen, und ach, ich liebe sie einfach, im Sommer ist mir so ein eisiger klarer Bergsee oft lieber als die vergleichsweise warmen Seen in der unmittelbaren Umgebung. Und am Wochenende waren wir mal wieder in der Nähe vom Sylvensteinsee zum Gumpenhüpfen, verbunden mit einer kleinen Wanderung einen Bergbach entlang.




Aber wir wären natürlich nicht wir, wenn nicht mal wieder was schief gegangen wäre. Um es kurz zu machen: Auf dem Rückweg wollte mein Mann ein Stück des geplanten Rundwegs abkürzen und meinte, dass wir uns mindestens zwei Stunden Weg sparen würden, wenn wir hier ein kurzes Stück durchs Gelände aufsteigen. Ich sag nur: Nie in den Bergen die markierten Wege verlassen. Auf den Rückweg, den wir angeblich 50 Höhenmeter weiter oben treffen sollten, kamen wir nie, stattdessen standen wir plötzlich auf einem Gipfel. Auch schön, aber so halt nicht geplant.




Also wieder runter in Richtung Rückweg, bloß gab es da dummerweise nicht mal die Andeutung eines Pfads. Laut unserer topographischen Karte gab es zwar einen, aber die ist auch schon ziemlich alt.....
Zweieinhalb Stunden und drei Zecken später, nach einem schier endlosen Steilhang, der oberhalb eines Wasserfalls endete und einer waghalsigen Kraxelei standen wir endlich auf dem lange gesuchten Pfad, den wir tunlichst nicht mehr verließen. Hab ich eigentlich schon erwähnt, dass ich nur Chucks anhatte, eigentlich wollten wir ja nur gemütlich bis zur ersten Gumpe spazieren.

Mein Mann musste hoch und heilig versprechen, nie nie wieder eine Abkürzung zu versuchen. Und uns ein königliches Abendessen in unserem Lieblingsdorfwirtshaus spendieren.




Und der Herr Sohn lag den ganzen Tag faul am Starnberger See, der wusste schon, warum er nicht mit will.
Und Ihr, habt Ihr auch schon auf Sommerprogramm umgeschaltet?

xxx

Karin


Freitag, 2. Mai 2014

Und schon wieder News aus dem Nähkeller


Naja, wirkliche News aus dem Nähkeller kann ich jetzt eigentlich nicht berichten, aber News von der Wetterfront schon, und das ist ja wohl besser als gar nix.





Als gestern mal kurz nicht alles grau in grau und grässlich kalt war, haben Tochter Klein und ich einen kleinen Radausflug zur sogenannten Pferdewiese unternommen. Das ist eine Wiese direkt neben einem Pferdehof hier um die Ecke. Sowas ist natürlich immer schwer aufregend!

Und ich - nicht ganz dumm - habe ihr vorher noch das vor kurzem fertig gestellte Blumenkleid angezogen, vorheriges Bügeln war aber leider nicht mehr möglich. Und auch noch die Kamera mitgenommen! Ausgefuchst, oder?




Deswegen hier jetzt ein paar völlig ungeschönte Bilder von unserem schnöden Alltag, live mit zersplitteretem Nagellack (kleine Welteroberinnen gehen nicht ohne) und mit originalem Pflaster vom letzten Fahrradsturz am Arm.




Den Stoff für das Kleid hatte ich schon länger bei mir rumliegen und war immer ganz verliebt in das Muster ohne mich recht entscheiden zu können, was ich eigentlich daraus nähen will. Und auch wenn ich immer gerne Taschen nähe - dieser Stoff war mir einfach zu zart, weich und hauchig (gibt es das Wort überhaupt?), um daraus eine Tasche zu nähen. Und vor Kurzem hatte ich dann die Eingebung mit der Kombination mit braunem Pünktchenstoff.





Mein Trendbarometer Kindergarten hat mir dann gleich gesagt, dass das Kleid wohl nicht komplett daneben geraten ist huch bin ich momentan eingebildet und da ich noch fast einen ganzen Ballen von dem Stoff übrig habe, gibt es das Kleid auch bald im Shop und jetzt auch noch Eigenwerbung, gehts eigentlich noch?







So oder so hatten wir eine wunderschönen Nachmittag, auch wenn wir viel zu dünn angezogen waren und auf der Wiese fast keine Pusteblumen waren, was eine Wiese in den Augen einer Fünfjährigen eigentlich per se disqualifiziert. Seht Ihr das etwa anders?

xxx

Karin


Mittwoch, 8. Januar 2014

Huhu!


Ja sowas, mich gibt's auch noch. Nach einer kurzen Blogpause und gefühlten sechs Wochen Urlaub melde ich mich zurück aus den Weihnachtsferien und ich kann nur sagen: Schön war's!

Ich finde die Weihnachtsferien immer ganz besonders, weil in den eigentlich nur zwei Wochen immer soviel passiert, dass man das Gefühl hat, zwei Monate wären vergangen.





Vor Weihnachten war ich ja ziemlich gestresst und habe mir eine Zwangspause auferlegt, die auch bitter nötig war. Ich weiß nicht, ob es Euch auch so geht, aber die Vorweihnachtszeit ist bei mir immer extrem dicht und ich nehme mir eigentlich jedes Jahr vor, es nächstes Jahr anders und natürlich besser zu machen, mit den Vorbereitungen früher anzufangen, früher auf Vorrat für's Weihnachtsgeschäft zu nähen, mir schon im Oktober Gedanken über die Geschenke zu machen und schon im November zu backen usw. usw. Und was ist dann? Wie immer mache ich alles erst auf den letzten Drücker und bin kurz davor, komplett im Chaos zu versinken. Tja, anscheinend kann ich nicht anders.

Noch dazu hatte ich dieses Jahr wesentlich mehr Aufträge als im Vorjahr und hatte einfach viel zu wenig vorgearbeitet. Als ich dann auch noch eine knappe Woche vor Weihnachten einen Eilauftrag von einem Laden bekam, bin ich schier zusammengebrochen, habe aber die Zähne zusammengebissen und ein paar Nachtschichten eingelegt. Am Wochenende vor Weihnachten war ich dann wirklich alle und habe die Bremse angezogen.




Und jetzt ist das alles schon wieder so lange her und ich habe mich in der Zwischenzeit prächtig erholt. Erst mal wurde Geburtstag gefeiert (ja, ich gehöre zu den armen Menschen, die sehr sehr sehr sehr nah an Weihnachten Geburtstag haben, das hat mir aber noch nie was ausgemacht), dann gabs ein gemütliches Weihnachten mit der Familie und dann durfte ich drei Tage bei meiner Schwiegermutter die Beine hochlegen und mich bekochen lassen, hach, war das schön. Die Tage vor Silvester wurden dann verfaulenzt (gibt es das Wort überhaupt?) und zwei Mal haben wir uns für einen halben Tag auf die Ski gestellt, allerdings lag hier fast kein Schnee, dafür war das Wetter herrlich frühlingshaft.

Und im neuen Jahr gings dann mit einer größeren Gruppe auf eine Hütte mitten im Skigebiet. Wir machen das schon seit mehreren Jahren und es gibt kaum einen Urlaub, auf den ich mich so freue wie auf diesen. Dort oben am Berg finde ich eine Ruhe wie sonst nirgends. Besonders schön ist immer der späte Nachmittag, wenn der Skibetrieb schon eingestellt ist und wir auf der Terrasse dick eingemummelt mit einer Tasse Tee den Sonnenuntergang genießen. Und natürlich der Morgen, wenn wir völlig allein auf menschenleeren, frisch gewalzten Pisten die ersten Spuren ziehen, bevor die Lifte öffnen.




Ich bekomme immer einen regelrechten Zivilisationsschock, wenn ich nach fünf Tagen auf dem Berg wieder ins Tal komme und in einem quirligen Urlaubsort lande. Dieses Jahr haben eine Freundin und ich uns den Schock freiwillig eine Tag früher gegeben. Nachdem wir am vorletzten Tag wider Erwarten doch noch Neuschnee bekamen, haben wir uns im Tal Tourenski ausgeliehen und sind zu Fuß raufgegangen. Leider haben wir uns beide in den geliehenen Schuhen die Füße ziemlich wund gelaufen, aber das Gipfelglück am Ende war die Sache auf jeden Fall wert.




Tja, und jetzt hat mich der Alltag wieder euch ja wahrscheinlich auch, aber nach diesen zwei traumhaft erholsamen Wochen kann mich so schnell nichts mehr aus den Bahn werfen. Ich hoffe, Ihr habt Euch alle genauso gut erholt wie ich!

xxx
 
Karin

Montag, 18. November 2013

Novembergrau oder Beauty is where you find it


Gestern war hier einer dieser typischen Novembertage, an denen es den ganzen Tag nicht richtig hell wird. Nachdem die ganze Familie fast den ganzen Tag vertrödelt hatte, was auch mal wunderbar ist, habe ich mich am Nachmittag doch noch in die Laufschuhe geworfen und eine Runde gedreht. Und dann ging es mir wie so oft an Tagen, an denen es dunkel und hässlich ist und eigentlich niemand Lust hat, vor die Tür zu gehen.



 


Im Wald war es dann eigentlich wunderschön. Der graue Himmel ließ die wenigen verbleibenden Farben noch intensiver erscheinen und da außer mir kein Mensch unterwegs war, gab es eigentlich nichts außer guter Luft und Stille. Herrlich.







Zurück von meiner Runde habe ich mich sofort mit der Kamera aufs Fahrrad geworfen, um ein paar Bilder machen zu können. Leider hat aber vor dem Laufen der Kampf mit meinem Schweinehund so lange gedauert, dass es schon dunkel wurde, als ich mit der Kamera los bin, deswegen war nicht mehr viel mit Fotografieren. Ein paar wenige Bildchen konnte ich aber doch mitbringen.



 

Von meinem Lauf war ich dann so tiefenentspannt, dass ich den restlichen Nachmittag statt meinem üblichen Sonntagsprogramm (Wäschewaschen und Sachen im Haushalt erledigen, die ich unter der Woche nicht geschafft habe) häkelnd auf dem Sofa verbracht habe. Und auch das völlig sinn- und zweckfrei, ich habe einfach aus Wollresten ein paar Blümchen aus einem kürzlich erworbenen Häkelbuch ausprobiert.


 


Dazu gabs Milchkaffee, Kerzenlicht, gute Musik und auch ein bisschen Schokolade, bei allem Laufenthusiasmus darf der Genuss schließlich nicht zu kurz kommen, oder?

Jedenfalls habe ich jetzt massenhaft Energie für die neue Woche. Ich hoffe, Ihr auch!
 
 
xxx
 
Karin
 
 

Montag, 28. Oktober 2013

Hackensee



Hallo meine Lieben, hoffentlich hattet Ihr alle einen guten Start in die Woche! Am Samstag war hier traumhaftes Wetter, das wir für einen nachmittäglichen Ausflug ins Oberland ausnutzten. Und da ich heute nach einem langen Arbeitstag todmüde bin, hier einfach ein paar Impressionen ohne viel Worte





Im Laufe unserer Wanderung um den Hackensee zogen leichte Schleierwolken auf, die die ganze Umgebung in ein herrlich pastelliges Licht tauchten.





Meine Holzhaufenfaszination hat nicht abgenommen, hier der schönste, den ich am See gefunden habe :)
 
 

 
Es war eine wunderschöne, fast schon ein wenig weltentrückte Wanderung.
 
Habt einen schönen Wochenstart
 
Karin
 


Freitag, 4. Oktober 2013

Gestern war ich auf dem Mars....


.....und habe dort ein paar Bilder von Flora, Fauna und den Bewohnern gemacht.

Spaß beiseite, gestern habe ich das wunderschöne Feiertagswetter genossen, das mir leider im Laufe des Tages einen wunderschönen Kopfschmerz gezaubert hat, der sich über Nacht in eine handfeste Migräne verwandelt hat.

 


Jetzt habe ich mich doch kurz in die Apotheke geschleppt, um Tabletten zu besorgen und wollte es doch nicht versäumen, allen kurz ein schönes Wochenende zu wünschen.

xoxo
Karin



Samstag, 28. September 2013

Kein Wiesnpost


Hallo und guten Morgen meine Lieben,
obwohl das für mich als Münchnerin jetzt naheliegend wäre, mache ich jetzt zur Halbzeit keinen Wiesnpost mit schmissigen Dirndl-, Lebkuchenherz- und Kettenkarussellbildern, einfach, weil ich schon seit vielen Jahren nicht mehr auf der Wiesn war (kein Witz).
Nicht, weil ich es dort so furchtbar finde - das kann ich offen gestanden nach so vielen Jahren Abstinenz gar nicht beurteilen, aber es treibt mich eben auch nicht unbedingt hin. In Bierzelten sitze ich nicht wirklich gerne und Bier trinke ich auch nicht so gerne. In der Achterbahn und im Kettenkarussell wird's mir schlecht. Wegen Höhenangst kann ich auch nicht unbedingt ins Riesenrad steigen. Immerhin fahre ich für mein Leben gern Autoscooter, aber das kann man wesentlich kommoder (und auch preiswerter) auf der Auer Dult.



 
Nun aber doch ein paar Gedanken zu diesem größten Volksfest der Welt, das man in dieser Stadt miterlebt, egal, ob man hingeht oder nicht. Ich garniere das jetzt einfach mit ein paar netten Bildchen, die Euch hoffentlich gefallen, aber nichts mit dem Thema zu tun haben.



 
Was ich überhaupt nicht verstehe, ist dieser Dirndl- und überhaupt Trachtenzwang, der die letzten Jahre aufgekommen ist. Für alle, die nicht hier wohnen: Es gibt hier zwar das ganze Jahr über Trachtengeschäfte, aber in den letzten beiden Wochen vor Wiesnbeginn und natürlich auch während der Wiesnzeit verkauft selbst der letzte Straßenbahnkiosk noch ein Dirndl-to-go. Spätestens ab dem Donnerstag vor Wiesnbeginn rennen hier plötzlich alle in Dirndl und Krachlederner rum (sonst eher selten im Straßenbild), inklusive der Touristenmassen. Man fühlt sich wie auf einem Kostümfest mit teilweise aberwitzig daneben geratenen Verkleidungen, so ein Dirndl steht einfach nicht jedem. Ich beispielsweise würde nie eins anziehen, zu groß, zu dünn, zu wenig Holz vor der Hüttn. Aber mittlerweile hat man schon das Gefühl, ohne Tracht gar nicht hingehen zu dürfen.

In meiner Jugend (oje, das hört sich jetzt so nach so schrecklich lang her an) war es übrigens angesagt, in den coolsten Klamotten überhaupt auf die Wiesn zu gehen. Tracht trug nur der entfernte Großonkel mit Jagdschein, der allen peinlich war.


 
Jetzt schweife ich aber doch lieber von der Wiesn ab und erzähle Euch von dem Abbruchhaus, das hier auf den Bildern zu sehen ist. Es liegt an meiner Joggingstrecke und schon seit Jahren sehe ich es zunehmend verfallen. Schade eigentlich, inzwischen ist es leider so runtergekommen, das man es wirklich nicht mehr erhalten kann. Ich habe mir immer ganz gerne vorgestellt, wie ich es wieder herrichte und bewohne......Bevor es nun endgültig zusammenbricht, wollte ich es doch noch einmal fotografieren.

 
Ach, und ist eigentlich jemandem mein neues Layout aufgefallen? Da es bei mir momentan ziemlich rundgeht, hatte ich irgendwie das Bedürfnis nach einem klareren Blogdesign. Kennt Ihr solche Stimmungen? Und gefällt es Euch denn?
 
Bevor ich jetzt noch ein eigenartiges Thema anfange (der Herbst bringt einen in seltsame Stimmungen), wünsche ich Euch allen ein schönes Wochenende! Lasst es Euch gutgehen!
 
Karin