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Dienstag, 19. Januar 2016

Ein schüchternes Hallo


Hallo, ganz vorsichtig komme ich hier um die Ecke gebogen, ja, es gibt mich wirklich noch. Eigentlich war auch gar nicht geplant, hier nochmal eine so lange Pause einzulegen, aber die Vorweihnachtszeit war für mich ein denkbar ungünstiger Zeitpunkt, um wieder ins Bloggerland zurückzukehren, ihr wisst ja....

Jetzt also meine hoffentlich endgültige Rückkehr auf den Planeten Blog, ohne großes Getue, einfach so, aber mit vielen vielen Dingen, die mir unter den Nägeln brennen. Einen Zusammenhang zwischen Bild und Text sucht man bei mir heute mal wieder vergeblich, das sind einfach ein paar Momentaufnahmen aus der letzten Zeit.




Tja, und wie fange ich jetzt am besten an, nach so langer Abstinenz? Vielleicht einfach so: Nach dieser zweiten unbeabsichtigten Pause habe ich hin- und herüberlegt, wie ich wieder einsteige, wie ich wieder anfange, ob man überhaupt noch ernst genommen und bemerkt wird. Offen gestanden habe ich seit Beginn des Jahres darüber nachgedacht, wie mein erster Blogpost nach der nun noch einmal verlängerten Pause aussehen soll, was ich schreiben will, welche Bilder ich zeigen will. Und eigentlich ist mir nichts Rechtes eingefallen, kein großer Knaller, mit dem ich zurückkomme, kein Giveaway, um Leser auf meine Seite zu ziehen, ich hab auch keine tolle Reise gemacht, von der ich spektakuläre Photos mitgebracht habe und für die ich euch tolle Tipps geben kann. Da ich auch nicht mit Freizeit im Übermaß gesegnet bin, hatte ich auch kaum liebevoll dekorierte Teenachmittage oder Abendessen im Freundeskreis, nur wenige schöne Ausflüge, und wenn, dann habe ich sie nicht photographisch festgehalten, sondern einfach den Moment genossen. Kurz, die letzten zwei Monate seit meinem ersten zaghaften Rückkehrversuch sind mir einfach im üblichen Alltagsstress zwischen den Fingern zerronnen.






Aber ganz ehrlich, daraus besteht unser Leben nunmal in erster Linie, aus Alltag. Und durch den wurstele ich mich mehr schlecht als recht, wie ihr alle wahrscheinlich. Und da auch Sonja heute über das Thema geschrieben hat (ja, ich lese bei euch, auch wenn ich nichts poste), hier einfach statt dem Wiedereinstieg mit großem Bäng ein paar meiner Gedanken zum Thema: Auch ich verbringe unendlich viel Zeit mit all den kleinen Dingen, die die Familie zusammenhalten und übernehme eigentlich alles, was die Kinder betrifft. Sonja hat das wunderbar zusammengefasst und ich würde die Liste gerne noch um ein paar Punkte ergänzen: Ich gehe zu den Elternabenden, in Lehrersprechstunden, besuche Schulveranstaltungen (die allerdings nach unzähligen Schuljahren nur noch, wenn es sich nicht mehr umgehen lässt), begleite zu Sportwettkämpfen und und und....... das alles geht mir oft gehörig auf die Nerven und ich kann gar nicht mehr sagen, wie oft ich auf meinen Mann unendlich sauer war, dass er so gar nichts dazu beiträgt.


Aber dann will die Autoversicherung mal wieder einen Bogen ausgefüllt haben, hier liegt schon wieder das Kärtchen der Stadtwerke zum Zählerablesen, das muss alles noch eingetragen und weggeschickt werden, da muss noch ein Antrag gestellt werden, die Krankenversicherung braucht auch noch irgendeinen Wisch, lauter Tätigkeiten, die ich abgrundtief hasse, sogar mehr als Wäschewaschen, und für sowas brauche ich oft noch viel länger als für den ganzen Haushaltskram, weil ich es meistens endlos vor mir herschiebe. Und da bin ich meinem Mann unendlich dankbar, dass das meistens er übernimmt. Genauso wie die Reparatur des verstopften Wasserhahns, und die neuen Lampen für mein Arbeitszimmer hängt er mir auch noch auf.









Dass das alles keine gleichberechtigte Arbeitsteilung ist, weiß ich auch, aber im Laufe der Jahre bin ich einfach zu dem Schluss gekommen, dass es wohl Dinge gibt, die er ungern macht, und zwar noch ungerner als ich (mit den Kindern zum Arzt gehen) und umgekehrt gibt es eben Dinge, die ich noch ungerner mache als er, den Stromzähler ablesen. Unterm Strich landen wir dann wahrscheinlich doch bei gleich vielen Dingen, die wir zu einem halbwegs rund laufenden Haushalt beitragen, nur liegt bei mir die Gewichtung eben stärker beim Sozialen. Jede emanzipierte Frau wird mir jetzt wahrscheinlich in den Rücken fallen, aber ganz ehrlich, ich denke mittlerweile, dass ein gelungenes Miteinander in erster Linie auf Kompromissbereitschaft beruht, egal, ob in der Familie, im Berufsleben oder im Freundeskreis, oder wie denkt ihr darüber?

Den Rasen mähen wir übrigens beide nicht, das müssen die Kinder machen.

xxx

Karin


Montag, 16. März 2015

Let's start the week with.... cake!! Heidelbeer-Schmandkuchen, gut für Leib und Seele


Hallo meine Lieben und erst mal sahnigen Dank an euch für die netten Anregungen, wie man noch mehr unsinnige Posttitel mit S machen kann, wartet mal auf nächsten Sonntag! Tja, und der Sonntag gestern... war leider gar nicht so sonnig und warm, wie erhofft, hier war's eher durchwachsen und vor allem s...kalt. Und was kann  Frau da schon anderes machen, als in der Küche ein paar seelentröstende Kalorienbomben produzieren? Am Samstag gab es einen kurzen Fahrradausflug mit Tochter Groß in die Innenstadt, wo wir im allerherrlichsten Café Schneewittchen (unbedingt mal hingehen!) einen noch herrlicheren Heidelbeerkuchen aßen. Und da ich gestern so richtig in Backlaune war, habe ich gleich mal versucht, den nachzubacken.





Für den Mürbteig braucht man:
240g Mehl
60g Puderzucker
150g kalte Butter
1 ausgekratzte Vanilleschote bzw. 1 Päckchen Vanillezucker
1 Ei
1 Prise Salz
1 Schuss Sahne

Alle Zutaten möglichst schnell verkneten, zu einer Kugel formen, in Frischhaltefolie einschlagen und mindestens eine halbe Stunde im Kühlschrank lagern. Wer sich über die Sahne im Mürbteig wundert: Ich habe festgestellt, dass der Teig durch die Zugabe von Sahne einfach noch ein wenig mürber wird, was ich gerade zu solchen Kuchen oder klassischen Tartes sehr gerne mag. Sollte jemand den klassischen, etwas härteren Mürbteig bevorzugen, einfach die Sahne weglassen.






Für die Füllung braucht man:

300g Schmand
3 Eier
noch eine ausgekratzte Vanilleschote
1-2 TL Zucker

500g Heidelbeeren, können ruhig TK sein
Zucker

Den Schmand mit den Eiern und der Vanille verrühren, nach Geschmack Zucker zugeben. Ich habe hier absichtlich eine ungenaue Zuckermenge angegeben, da ich das immer frei nach Schnauze mache und manchmal mehr und manchmal weniger süße Tage habe, geht es euch auch so? Wer will, kann noch ein wenig abgeriebene Zitronenschale dazu tun. Die Heidelbeeren in Zucker wälzen.






Eine kleine Springform fetten und mit Semmelbröseln ausstreuen. Den Mürbteig auf dem Boden verteilen und an den Rändern leicht nach oben drücken. Da ich mit Nudelhölzern auf Kriegsfuß stehe, teile ich den Teigbatzen immer in mehrere kleine Teile, die ich dann in die Form drücke. Sieht zwar nicht ganz so perfekt aus wie ausgerollter Teig, aber unter der Füllung bemerkt das ja niemand.

Den Boden mit einer Gabel mehrmals einstechen und die Heidelbeeren darauf verteilen. Dann noch den Schmand darüber gießen und ab in den Ofen bei 180°. Backzeiten gebe ich immer sehr ungerne an, da jeder Backofen anders ist, bei mir hat er ca. 40 Minuten gebraucht. Danach noch gut auskühlen lassen!





Leider habe ich heute nicht besonders viele Bilder vom Kuchen, in meiner Familie überlebt ein Kuchen selten die ersten 10 Minuten, nachdem er aus dem Backofen gekommen ist. Gestern gaben sie mir ganze zwei Minuten, um den Kuchen abzulichten, die Armen hatten nämlich gerade erst eine Stunde davor ihr Mittagsmahl beendet und der Hunger war schon wieder sooo groß, da muss man schon Verständnis haben, oder? Vielleicht sollte ich ab sofort nur noch heimlich backen....

Euch allen einen wunderschönen Wochenstart, es soll warm werden!

xxx

Karin


Freitag, 27. Februar 2015

DIY-Tapete, die auch noch schlauer macht & ach, süßer Vogel Jugend


Eine launig-bunter Tapetenpost war gewünscht et voilà, hier ist er. Wobei ich heute mittag beim heimlichen Fotografieren des Tochterzimmers feststellen musste, dass das nun gar keine so bunte Angelegenheit wird, befindet sie sich doch momentan in einer Grau- und Dunkel-Phase, was sich natürlich auch in der Zimmereinrichtung niederschlägt. Und da wir schon bei Grau sind: den mausgrauen Teppichboden, der noch von unseren Vorbesitzern im Zimmer liegt, wollte ich euch wirklich ersparen, deswegen ist das heute quasi ein bodenloser Post was fototechnisch übrigens gar nicht so einfach war.




Aber nochmal von Anfang an: in den Ferien hatte Tochter Groß die Idee, ihr Zimmer mit Seiten aus einem alten Lexikon zu tapezieren. Die Frau Mama war gleich sehr angetan vom Gedanken und so ging's erst mal am ersten freien Vormittag in die Münchner Maxvorstadt, die nicht nur das quirlige und momentan wieder schwer angesagte Studentenviertel ist, sondern auch Dutzende kleiner Antiquariate beherbergt. Dort kann man natürlich auch eine Menge Geld lassen, oh, ich habe mich schwer in eine originale Jahresausgabe des Simplicissimus von 1920 verliebt, aber eben auch echte Schnäppchen machen. Wir fanden eine dreibändige Ausgabe von Herders Universallexikon aus den späten 50ern. Natürlich hätte die Tochter Groß und die Frau Mama eigentlich auch ein wirklich altes Lexikon mit kolorierten Zeichnungen viiiiel toller gefunden, aber da ist man schnell mal ein kleines Vermögen los und offen gestanden waren uns die prächtigen alten Bände viel zu schade, um sie zu zerschneiden und an die Wand zu kleben.




Die erste Hürde war dann tatsächlich das Auseinanderschneiden der Bücher, im Endeffekt war die schnellste Methode, einfach jede Seite einzeln mit dem Cutter rauszuschneiden. Und Leute, das macht mehr Dreck, als ich jemals gedacht hätte. Um sich ein wenig mehr Bildungsdünkel zu geben, hat die Tochter übrigens die übrig gebliebenen gebundenen Einbände zurück in die Schachtel geschoben und das Fake-Lexikon ins Bad gestellt.

Der Rest war dann mühsam, aber einfach, nämlich jede einzelne Seite dünn mit Tapetenkleister bestreichen und an die Wand kleben und nach Möglichkeit NICHT noch schnell von vorn bis hinten durchlesen. Davor stand allerdings noch die größte Hürde von allen, nämlich alles, was davor an den Wänden hing, abzuhängen, und das war nicht gerade wenig.






Es ist ja ganz erstaunlich, was sich Teenies alles an die Wand pinnen, Konzerteintrittskarten und Postkarten waren da noch das Normalste. Meine Top 3 der abnormalen Dinge, die an Teeniewänden hängen, sind: das Lieblingskleid der Tochter Groß als Dreijährige, ein Coffee-to-go-Becher einer sehr angesagten Kaffeebar in der Innenstadt, und, fragt bitte nicht, ein halb angegessener Apfel. Ich gehöre nicht zu den Müttern, die ständig die Zimmer ihrer Kinder inspizieren oder gar aufräumen, aber ich war dann doch ziemlich erstaunt, was da nicht alles raus befördert wurde. Und war doch ziemlich beruhigt, dass in letzter Zeit gar nicht so viele Schüsseln zu Bruch gingen, wie ich dachte, die lagen alle unterm Tochterbett! Und eine seit über einem Jahr vermisste Blumenvase kam auch wieder zum Vorschein, mitsamt dem im Frühherbst 2013 das ist kein Tippfehler gepflückten Strauß, also ich meine, der Straußruine. Kann man natürlich auch alles als jugendliches Experimentieren werten.

Gewarnt sei dann aber doch vor dem muffigen Geruch, der dann eine Zeit lang im Zimmer hing. Das wurde von der Frau Tochter auf sehr barocke Weise erledigt, indem einfach eine Tonne Parfum versprüht wurde ich hab dann mal heimlich einen ganzen Vormittag die Balkontür aufgemacht, als sie unterwegs war, so kann man das nämlich auch lösen. Und auch sonst wurde alles auf sehr pragmatische Weise gelöst. Ich war noch ganz glücklich, dass die Tochter Groß endlich mal ein Einsehen hatte und doch einiges ausgemistet wurde, aber in dem Zuge mal ABSTAUBEN? Ist doch nicht nötig. Deswegen gibt es auf den Bildern heute auch nur kleine Ausschnitte zu sehen, ich stand beim Fotografieren vor dem Dilemma, entweder erst mal gründlich aufzuräumen und sauberzumachen, was unweigerlich mehrere Tage in Anspruch genommen hätte, oder mir die wenigen intakten Ecken zu suchen und abzulichten.





Tapeziert wurde natürlich mit Hilfe von Freundinnen und die Stimmung war wirklich den ganzen Tag über bombig und natürlich permanent von lauter Musik untermalt. Und da muss ich doch kurz einen kleinen Zwischeneinschub bringen, wir waren nämlich auch noch auf einem Konzert in den Ferien. Obwohl ich ja die 40 schon deutlich überschritten habe, gehe ich noch regelmäßig in Rockkonzerte und zwar meistens mit einer Freundin, die die 50 schon deutlich überschritten hat. Eigentlich fühle ich mich noch nicht zu alt dafür, wir gehen aber natürlich auch nicht zu Teeniepopereignissen, sondern eher zu kleinen Clubkonzerten mit sehr durchwachsenem Publikum. Und nein, ich tanze und kreische nicht während einem Konzert, sondern suche mir eine gemütliche Stelle am Rand, von der aus ich in Ruhe zuhören kann.

Nicht so diesmal, waren wir doch bei alt-j, der angesagten Band der Stunde, da gab es die ruhige Ecke für die gesetzten Damen irgendwie nicht, sondern nur ein sehr junges und sehr hippes Publikum. Ich weine wirklich nie vergangenen Zeiten nach und bin insgesamt ziemlich froh, die Wirren der frühen Zwanziger weit hinter mir zu haben, aber glückselig mit geschlossenen Augen tanzen, das kann ich nicht mehr, dazu bin ich einfach zu erwachsen. Als uns nach dem übrigens wirklich gigantischem Konzert unsere völlig beseelten Kinder entgegenstolperten, waren wir doch beide ein wenig wehmütig, dass uns diese Unbeschwertheit im Laufe der Jahre abhanden gekommen ist.




Huch, das war jetzt schon wieder länger, als geplant, ich hoffe, ihr habt bis hier durchgehalten. Ich wollte aber doch noch schnell den Bildungsaspekt einer solchen Tapete betonen, Tochter Groß kommt jetzt jeden Morgen runter mit Sätzen wie: 'wusstet ihr eigentlich, dass es im Harz einen offiziell so benannten Hexentanzplatz gibt?' Äh, nein, wusste ich nicht. Und sie wollte noch irgendein Wort groß an die Wand kalligraphieren, für Vorschläge von euch sind wir sehr offen. Momentaner Favorit ist übrigens 'Backfisch' 

xxx

Karin



Freitag, 18. Juli 2014

Friday Flowers


Hallo an diesem wunderschönen Freitag, ich hoffe, es geht Euch gut. Aus einer dicken Sommerlaune heraus beteilige ich mich heute auch mal wieder am Flower Friday, und zwar mit ein paar einfachen Blümchen, die ich mit Tochter Klein im Wald gepflückt habe.

Ich mag solche Blumen oft viel lieber als Gekaufte und vor allem liebe ich es, wenn Tochter Klein das ganze Haus mit solchen kleinen Sträußchen verziert. Kinderdeko ist ja meistens die Schönste und ich lasse ihre Arrangements aus Blumen, Schleichtieren, Spielzeugautos, Steinen und selbstgemalten Postkarten oft wochenlang stehen. So unbekümmerte Zusammenstellungen bekommen wir Großen meistens gar nicht hin und genau das bewundere ich so an Kindergartenkindern, dieses fröhliche Ausprobieren und sorglose in-den-Tag-hineinleben. Da ich ja mit dem Herrn Sohn gerade eine ganze Schullaufbahn durchlebt und teilweise durchlitten habe, weiß ich, dass diese Unbeschwertheit in dieser Form nie wieder kommt, deswegen betrachte ich in letzter Zeit schon fast mit einer gewissen Wehmut, wie Tochter Klein mit ihren Freundinnen in Traumwelten abtaucht und endlos ganze Tage einfach wegspielt.




Euch allen schon einmal ein schönes Wochenende, träumt auch mal ein bisschen!

xxx

Karin



Und natürlich wandert mein kleines Sträußchen jetzt auch zu Holunderblütchen

Mittwoch, 18. Juni 2014

weltbester und total einfacher Avocadodip


Hallo meine Lieben, obwohl ich hier weiterhin trotz Ferien von den Niederungen des Alltags gejagt werde (ich sag nur: Kinder fahren alleine weg, alles geht schief und Muttern muss es richten), wollte ich Euch nicht vorenthalten, von was ich mich zur Zeit so ernähre.





Da man ja trotz Sommer nicht ständig nur Eis und Smoothies zu sich nehmen kann, gibt es bei uns momentan sehr oft auch den besten aller Avocadodips. Er geht ganz einfach, furchtbar schnell (was ich ja immer sehr wichtig finde, ähem) und passt zu fast jedem Gemüse. Und ist GESUND, jaha!




Man braucht dazu eine weiche Avocado, Naturjoghurt, Zitronensaft, Kurkuma und Kreuzkümmel. Und natürlich Salz und Pfeffer.

Die Avocado mit einer Gabel zerdrücken, mit etwa der gleichen Menge Joghurt vermischen, Salz, Pfeffer und einen Spritzer Zitronensaft dazu. Dann noch je einen TL Kurkuma und gemahlenen Kreuzkümmel einrühren und fertig ist die Sache. Ich bin ja ein ganz großer Fan orientalischer Gewürze und verwende speziell Kurkuma zu fast allem. Noch intensiver schmecken die Gewürze übrigens, wenn man sie vorher kurz trocken in der Pfanne anröstet, für ganz Eilige gehts aber auch so.

Kurkuma oder auch Gelbwurz ist eines der gesundheitsfördernden Gewürze überhaupt, es wirkt entzündungshemmend und kann fast als Schmerzmittelersatz z.B. bei rheumatischen Schmerzen eingesetzt werden. Außerdem hemmt es die Tumorbildung bei Krebserkrankungen, beugt Alzheimer vor, lindert Atemwegsbeschwerden und fördert die Verdauung. Ihr seht schon, gesünder gehts kaum noch. Und schmeckt auf jeden Fall besser als ein Aspirin.

Besonders gerne esse ich zu dem Dip rohe Kohlrabi, aber natürlich passt auch jedes andere Gemüse. Und als Brotaufstrich schmeckt er auch herrlich. Tochter Groß streicht ihn auf die Breze, das nennt sich dann Crossover-Küche.




Und was esst Ihr am Liebsten, wenns draußen warm ist? Ich freue mich immer über Anregungen!

xxx

Karin



Dienstag, 3. Juni 2014

Der tägliche Wahnsinn & Gewinner


Hallo meine lieben alten und neuen Leser, ich freue mich, dass Ihr da seid. Jetzt bin ich ja einen Tag zu spät mit der Bekanntgabe der Gewinner meines Giveaways, aber der tägliche Wahnsinn hat mich gestern leider vom Posten abgehalten.




Wie Ihr ja vielleicht wisst, teile ich mein Heim mit Teenagern und das tägliche Miteinander gestaltet sich mitunter schwierig. Tochter Groß (15) scheint momentan an ihrem Bett festgewachsen zu sein und wir überlegen ernsthaft, sie mit Bett, ihrer imposanten Sammlung leerer Joghurtbecher und Bananenschalen und alles andere würde ihren sicheren Tod bedeuten Laptop und Handy in die Rumpelkammer umzusiedeln. Das Zimmer könnten wir dann nach gründlicher Renovierung gewinnbringend untervermieten, hallo, wir wohnen in München, da bringt das richtig was. Außerdem erstaunt es mich täglich aufs Neue, wie viele Teeniemädchen gemeinsam auf so ein Bett passen und wie lange sie es dort miteinander aushalten.

Absolut fassungslos war ich allerdings dieses Wochenende. Es gab Risotto und nach meiner üblichen Kommando-SMS (Tisch decken! Käse reiben!) kam sie angeschlurft und delegierte die Tischdeckerei erst mal an Tochter Klein, die solche Aufgaben ja noch mit Entzücken erledigt. Dann schnappte sie sich Käse und Käsereibe und verschwand damit in ihr Zimmer, um dort den Käse zu reiben. AUF. DEM. BETT. LIEGEND. Ohne Worte.




Auf den Schock hin musste ich gleich noch ein paar Wimpelketten häkeln, die heute noch in den Shop wandern werden. Dazu angeregt wurde ich übrigens von einem der zwei Bücher aus dem Giveaway. Und wenn das jetzt mal keine subtile Überleitung zu den Gewinnern war, weiß ich auch nicht.

Losfee war übrigens Sohn Groß, der die Aufgabe mit Grandezza erledigte. 'Nenn mir mal zwei Zahlen zwischen 1 und 44' 'Kannst du dir nicht selbst welche ausdenken, was soll der Sch...? Kann ich das Auto haben?' Die Diskussion dauerte noch etwas länger, aber ich konnte ihm doch noch erfolgreich zwei Zahlen entlocken und hier sind die Gewinner:

Nicole von Purple Roses Country Cottage und

Catrin von Lovelife

Gratulation, meine Lieben, bitte gebt mir Eure Mailadressen, damit ich Euch kontaktieren und die Bücher bald zuschicken kann!




Und nun stürz ich mich weiter in mein lustiges Leben mit Teenagern. Und wie stehts mit Euch, habt Ihr auch Teenies zuhause? 
Und waren wir eigentlich auch so?

xxx

Karin


Dienstag, 11. Februar 2014

Geht doch - gelungene Kekse & ein Loblied auf den Kindergarten


Hallo meine Lieben, ich hoffe, Ihr hattet alle einen schönen Wochenstart. Ich war gestern so schwungvoll, dass ich mich abends mal wieder an einen neuen Versuch gestempelter Kekse gewagt habe. Ich backe eigentlich ganz gerne, aber mit Keksen stand ich schon immer auf Kriegsfuß, weswegen ich die Weihnachtsbäckerei inzwischen auch lieber meinen Kindern überlasse, wofür hat man sie denn? Dass ich aber nicht in der Lage war, halbwegs ansehnliche und vielleicht auch noch wohlschmeckende Stempelkekse auf die Reihe zu bringen, hat mich dann doch gewurmt. Aber wozu hat man denn die Bloggerwelt, da finden sich ja Rezepte in Hülle und Fülle und auch genügend Tipps für Keksbackversager wie mich.




Erfolgreich war ich schließlich mit diesem Rezept:

250g Butter
1 Ei
150g Puderzucker
1 Päckchen Vanillezucker
400g Mehl
2TL Backpulver
1 Prise Salz
abgeriebene Schale und ein wenig Saft einer Zitrone

Wie man einen Mürbteig zusammenknetet, muss ich ja nicht extra erklären, danach den Teig eine Stunde im Kühlschrank ruhen lassen, ca. 5mm dick ausrollen und stempeln/ausstechen. Ich habe sie bei 190° Umluft ca. 12 Minuten gebacken, aber jeder Backofen ist anders, probiert es einfach aus. Die ganzen Unfälle, die mir noch auf dem Weg zu den fertigen Keksen passiert sind, sind schon fast einen eigenen Post wert, aber das lassen wir heute lieber.




Bei meinem letzten (Beinahe-)Kekspost habe ich mir ja großartig ausgemalt, wie ich meine Kollegen mit den Keksen beglücke, aber diesmal beschenke ich doch lieber meine größten Heldinnen des Alltags damit, nämlich die Kindergärtnerinnen meiner Jüngsten.

Gute Kindergärtnerinnen sind für mich die wahren Stützen unserer Gesellschaft und ich halte es für eine Schande, dass ihr Beruf so wenig anerkannt ist und auch dementsprechend schlecht entlohnt wird. Sie machen so viel mehr als Nasen putzen und Pflaster auf aufgeschlagene Knie kleben. Mit meinen drei Kindern habe ich drei verschiedene Kindergärten erlebt und vor allem gesehen, wie sehr sich ein guter von einem schlechten Kindergarten unterscheidet und auch, wie positiv sich das Wirken einer engagierten Kindergärtnerin auf die Schullaufbahn auswirkt.

Und da meine Jüngste mit großer Begeisterung einen unglaublich guten Kindergarten besucht, mache ich ihren Kindergärtnerinnen gerne ab und zu eine kleine Freude. Und der Vorleseoma, einmal die Woche kommt nämlich eine silberhaarige alte Dame und liest den Kleinen vor, einfach so, ist das nicht süß?




So, und jetzt werden Kekse verpackt.

xxx

Karin







Donnerstag, 24. Oktober 2013

Grrr..


Ich verstehe auch nicht, was ich verkehrt mache, aber in puncto Zeitmanagement kann ich offensichtlich noch eine Menge lernen. Jedenfalls nähe ich diese Woche, bis die Nadel glüht, aber ich habe trotzdem den Eindruck, in keinster Weise voranzukommen. Und obwohl Zuhause Arbeiten sicher einige Vorteile hat, hat es mindestens genauso viele Nachteile. In Anfängerfehler Nummer eins bin ich gestern mal wieder hineingetappt.

 


Eigentlich wollte ich brav einen Nähauftrag nach dem anderen abarbeiten, aber als ich dann so an der Waschmaschine vorbeikam, dachte ich, schnell mal eine Maschine Wäsche reinwerfen kann ja nicht schaden, das wäscht sich ja von selbst.




Aber auch wenn die Maschine tatsächlich alles alleine wäscht, sie kann halt einfach doch noch nicht Wäsche aufhängen. Und da ich immer noch nicht das Hauspersonal habe, das mir eigentlich zusteht, hänge ich sie eben auf. Und flugs gleich die nächste Maschine angeworfen, wenn man schon mal dabei ist. Huch, die Spülmaschine ist auch schon wieder durch, gleich mal ausräumen, dann hab ich's hinter mich gebracht (ich räume zwar nicht so begeistert auf, aber Dreck und Unordnung hasse ich noch mehr. Ein ewiges Drama). Und eigentlich könnte hier schnell nochmal gesaugt werden....





Habe ich schon erwähnt, dass es zwischenzeitlich angefangen hatte, zu regnen? Leider war die Wäsche im Garten aufgehängt, ich also im Regen raus, alles abgehängt, in den Keller, dort alles wieder aufgehängt. Inzwischen war es schon Mittag, mein Ältester hat mal wieder drei Stunden früher aus und steht in der Tür: Was gibt's zu essen? Das ist übrigens der Satz, der seitens meines Sohnes am häufigsten an mich gerichtet wird. Wenn er sich am Samstag gegen 11:30 Uhr endlich aus seinem Nachtlager erhebt, ist das garantiert der erste Satz, den er von sich gibt.




Ich kürze jetzt mal ab, da es den restlichen Tag auch nicht besser weiterging. Mein Nähoutput gestern: Ein Teil. Klasse.

Abends hatte ich keinen Nerv mehr, nochmal an die Nähmaschine zu gehen und habe diese riesigen Blumen gehäkelt. Die Häkelei ist wie Meditation für mich, ich komme dabei total zur Ruhe, was mir jetzt allerdings bei meinem Nährückstand nur bedingt hilft. Zumindest kann ich jetzt mit neuen Energien starten.





Ich überlege, die Blumen noch ein bisschen größer zu machen und eine kleines Täschen daraus zu nähen, eventuell zum Umhängen für kleine Mädchen.

Und noch ein Wort zu dieser monokelähnlichen Brille. Das war die Lesebrille meiner Großmutter, die sie immer um den Hals trug und sich zum Lesen vor die Augen hielt. Sie war eher eine Grande Dame als eine Oma und hat bis zum Ende größten Wert auf schickes Aussehen gelegt und sich geweigert, eine Brille zu tragen. Dieses Monokel, das sie sich extra fertigen ließ, war für sie ein annehmbarer Kompromiss. Bei einer anderen Bloggerin habe ich vor Kurzem gelesen, dass sie kaum materielle Erinnerungsstücke an ihre Großeltern hat, woraufhin ich überlegt habe, was ich eigentlich noch so habe.




Habt Ihr auch Erinnerungsstücke an Eure Großeltern? Welche? Und bin nur ich so schlecht im konsequenten Arbeiten? Haben alle Söhne ständig Hunger? Fragen über Fragen.....

xoxo
 
Karin


Montag, 14. Oktober 2013

Monday Flowerday



Hallo meine Lieben,
langsam aber sicher plädiere ich für die Abschaffung des Wochenendes - letztes Wochenende Migräne und dieses Wochenende hat sich unser Haus in eine bessere Krankenstation verwandelt, Sonntagabend lagen endgültig fast alle auf der Nase. War ich begeistert.
Komisch, dass immer nur am Wochenende alle krank werden, allerdings ging das heute natürlich so weiter. Deswegen gibt es heute bei mir statt einem Friday Flowerday einen Monday Flowerday, mit irgendwas muss man sich ja schließlich aufheitern.




Leider hat es mich gestern auch ziemlich erwischt, aber nach gefühlten 10 Litern Ingwertee geht es nun doch langsam bergauf.

Für den Ingwertee koche ich immer ein daumengroßes Stück Ingwer in Wasser auf, lasse es zusammen mit ein paar Löffeln Schwarztee kurz ziehen, gieße alles ab und rühre noch Honig und Zitronensaft ein. Und das trinke ich übrigens nicht nur gerne, wenn ich krank bin.




Ansonsten bin ich immer eher ratlos, was Hausmittelchen angeht, eigentlich ignoriere ich Erkältungen weitgehend, das ist oft der beste Weg, sie schnell wieder loszuwerden. Und ich hasse es absolut, wegen solcher Sachen zum Arzt zu gehen! Ich hasse es sowieso, zum Arzt zu gehen, aber letzte Woche musste ich doch mal zu einer Routineuntersuchung. Im Wartezimmer saß ich dann zwischen lauter Berufskranken, die dort wohl Dauergast waren.... Naja, wenigstens bin ich jetzt in puncto Klatschpresse auf dem neuesten Stand, obwohl ich feststellen musste, dass ich anscheinend doch langsam alt werde - einen guten Teil der durchgehechelten Prominenz kannte ich gar nicht.




Außerdem wollte ich mich noch bei Euch allen für die vielen lieben Kommentare zu meinen letzten Post bedanken, ich war mir nämlich total unsicher, ob so etwas ankommt. Ich selber liebe ja so abgeranzte Locations und schon als ich den ersten Rock genäht hatte, wusste ich, dass ich ihn unbedingt dort fotografieren will. Als die Bilder dann fertig waren, haben sie mir zwar gefallen, aber ein gewisser Restzweifel blieb doch, heruntergerockte Stadtviertel sind schließlich nicht jedermanns Sache. Also nochmal danke, Eure netten Worte machen das Bloggen erst schön!




Äh, und was hat das jetzt alles mit einem Monday Flowerday zu tun? Eigentlich gar nichts, aber da ich hier eben eine Krankenstation habe, kann ich Euch gar nicht das zeigen, was ich heute eigentlich zeigen wollte. Stattdessen gibt's ein paar Bildchen von dem Heidekraut, das ich mir am Samstag noch geholt habe, meinem missratenen Strickzeug und den letzten verblühenden Hortensien. So, und nun widme ich mich meiner Arbeit, die ich die letzten Tage sträflich vernachlässigt habe.

Einen schönen Wochenstart wünscht
Karin




Freitag, 31. Mai 2013



Es gibt Tage, da ist es einfach schön, Kinder zu haben. 
 

 
Dieses eingetrocknete schwarze Etwas hat mir mein Sohn aus Portugal mitgebracht und soll ich Euch was sagen? Das freut mich tausendmal mehr als irgendeine gekaufte Sache.
 
 



 
Er weiss, dass ich gefundene Sachen aus der Natur als Deko liebe und hat am Strand dieses Teilchen eingesammelt und tatsächlich heil heimgebracht. Für einen Siebzehnjährigen nicht ganz selbstverständlich, finde ich.




Ich finde, es macht sich außerordentlich gut auf unserem Esstisch.
 


 

Donnerstag, 16. Mai 2013

Tiere im Schrank


Da hat sich meine Jüngste doch glatt in ihrem Kinderzimmer verkünstelt.
Ich muss schon sagen, da ging mir sehr das Mutterherz auf, als ich in ihr Zimmer kam.




Ich liebe ja alberne Deko und habe auf unserem Esstisch gleich mal eine Pferdekoppel aufgebaut.
Leider wurde das von der kleinen Pferdebesitzerin nicht so gerne gesehen und gleich wieder abgebaut - Pferde gehören schließlich in den Stall, auf Tischen können sie sich ganz schnell erkälten, weiss das denn hier niemand?


 



Dann versuche ich es morgen eben mit Affen und Pandabären, die darf man vielleicht auf Tischen artgerecht halten. Und wenn das auch nicht klappt, haben wir noch jede Menge anderer Tiere zur Auswahl.

 


Ein wunderschönes Pfingstwochenende wünscht Euch
Karin