Donnerstag, 13. Februar 2014

Handyhüllen & Geschichten aus dem richtigen Leben


Schon länger überlege ich, wie ich Euch den letzten Berg Handyhüllen zeigen soll, den ich genäht habe. Einfach so ein paar nette Bildchen knipsen und herzeigen kann ja jeder, da muss schon eine Geschichte mit Mehrwert dazu und so habe ich schließlich beschlossen, mich zu outen: Ich hatte bis vor kurzem kein Handy. Ich meine jetzt nicht kein Smartphone, nein, ich hatte keinerlei mobiles Gerät. Kein Witz. Und ich fand das eigentlich ganz wunderbar in Ordnung so, mein Bedürfnis, außerhalb der eigenen vier Wände mit anderen Menschen zu kommunizieren, konnte ich immer ganz gut von Angesicht zu Angesicht befriedigen.




Leider waren aber meine (handybesitzenden) Kinder der Ansicht, dass meine Unerreichbarkeit, wenn ich unterwegs bin, langsam unerträgliche Ausmaße annimmt und ich unbedingt einen mobilen Apparat brauche. Kurz und gut: Da Tochter Groß zu Weihnachten ein neues, schickeres Handy bekam, durfte ich ihre ausrangierte Mühle übernehmen. Und wer schon länger bei mir liest, weiß, dass ich in der Welt der Technik einigermaßen verloren bin. Ich habe es zwar völlig alleine geschafft, mir einen Handyvertrag zu machen im Internet bestellen kann ich ja schließlich auch, sogar ziemlich gut, hihi, aber dass man das Ding regelmäßig laden und vor allem MITNEHMEN muss, will mir einfach nicht gelingen. So gesehen war die Anschaffung völlig umsonst.




Bis ich einen viel besseren Einsatzort für das Telefon fand, schließlich habe ich Kinder im Teeniealter, deren Hauptbeschäftigung darin besteht, in ihren Zimmern bei unendlich lauter Musik zu chillen. Wenn man etwas von ihnen will, kann man entweder ungehört durchs Haus brüllen oder hoch in die Zimmer rennen, gefühlte 200 Mal am Tag. Kennt das noch jemand außer mir?

Und da haben sich völlig neue Kommunikationswelten aufgetan, eine kurze SMS und sie sind innerhalb von Sekunden da. Ich habe wesentlich weniger Halsschmerzen und unser Umgangston ist insgesamt viel freundlicher geworden, da sie meistens schon kommen, BEVOR ich einen Nervenzusammenbruch habe. Leider hat sich aber mein Treppentraining drastisch reduziert, ein Nachteil, den ich billigend in Kauf nehme.

Sollte irgendjemand mal mein SMS-Protokoll lesen, hält er mich wahrscheinlich für völlig kirre, es besteht nämlich fast nur aus folgenden Sätzen: Essen ist fertig, Kannst Du bitte mal kurz runterkommen, Kann jemand den Tisch decken, Müll rausbringen etc. Gibt es in dem Apparat eigentlich eine Art Speicher für meine Standardbotschaften?




Und irgendwann schaffe ich es dann auch noch, das Handy mit zu nehmen, wenn ich unterwegs bin. Dann kommt allerdings die nächste Hürde: Rangehen, wenn's klingelt. Mal sehen...

xxx

Karin


Kommentare:

  1. Liebe Karin,
    Deine Handytaschen sind super schön.
    Deine Handygeschichte liest sich echt Klasse. Ok, ich habe schon seit Ewigkeiten eins, aber brauchen tue ich es eigentlich nicht. Ích finde es auch peinlich wenn ich unterwegs bin und es bimmelt, deshalb habe ich es immer auf lautlos stehen und es bleibt in der Tasche, grins. Ich bin halt nicht da. Und trotzdem bin ich immer auf dem neuesten Stand der Handybesitzer. Mir ist letztens meine Handytasche gerissen und bevor ich dazu kam eine neue zu nähen kam mein man mit einem neuen Gerät für mich an.....
    Tja, schlimm oder?
    Liebe Grüße
    Bettina

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  2. Oh, Karin, was habe ich gerade gelacht! Meine Familie hat sich bis letztes Jahr immer die Haare gerauft, dass ich mein Handy am allerliebsten in der Schublade aufbewahre. Als ich dann nach Rom flog, kaufte mein Mann mir ein wunderbares Handy, mit recht grossem Display. Wie für mich gemacht und nun nehme ich das Teil auch wirklich - sogar geladen ! - mit. Die Kommunikationsbeispiele kenne ich auch. Per What up geht so manches viel schneller!!! Danke für den super Post!
    Liebe Grüße
    Ulla

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  3. Dolle Geschichte! darüber habe ich fast dein Styling bzw. die Collagen übersehen. ;-)
    LG
    Astrid

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  4. Liebe Karin,
    schön sind deine Handyhüllen geworden.

    Deine Tina

    PS: Apropos: Ich finde es toll das du es so lange ohne Handy ausgehalten hast.

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  5. Karin! Also echt, da hast Du Dich aber lange und tapfer gehalten! Nicht schlecht! Wobei Deine schönen Handyhüllen doch eigentlich Motivation genug sein müssten, es auch einmal auszuführen. Wir haben mal einen Mädelsabend gemacht, mein Mann lag im DG und hat mir ständig gesimst ;). Meine Freundinnen wollten sich kaputt lachen. Aber Du beweist, dass das durchaus sinnvoll ist. Und zum Ausgleich lädst Du Dir Musik auf's Handy und nimmst es mit zum Laufen ;)! LG, Rieke

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  6. Liebe Karin,
    ich musste gerade so herzlich lachen ;o)! Ich bin nicht die EINZIGE , Hurra ;o)! Versuch 1 von unten nach oben zu brüllen "ESSEN!" , nichts passiert, bei Versuch 2 und 3 erhört mich auch keiner, obwohl ich schon nen´Stockwerk höher bin ;o)....manchmal verliere ich dann echt die Lust, ne´sms und wie aus Zauberhand stehen die Herrschaften auf einmal vor mir, fast binnen Sekunden ;o)! Und siehst : Ich verstehe dich sehr gut ;o)! Die Handyhüllen sind superschön! Ganz viele, liebe Grüße,Petra

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  7. Oh weia, da weiß ich ja, was in ein paar Jahren auf mich zukommt! :) Ein toller Tipp mit der SMS! :)
    Deine Handytaschen sehen wunderschöne aus!! Schönen Valentinstag wünsche ich Dir!!!
    Klem
    Alice

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  8. Hi liebe Karin,
    eigentlich unglaublich, aber amüsant, witzige Geschichte.
    Schön sind sie deine bunten Hüllen.
    Liebe grüße andrea.

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  9. :DDD liebe Karin, du bist spitzenmässig!!
    So cool geschrieben!!
    Deine Handyhüllen sind sehr hübsch geworden
    mit der Geschichte dazu: sensationell!!
    Grinsende Grüße,
    Lina

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